Im letzten Spiel des Jahres sichert sich der VfL dank eines 4:1-Erfolgs bei der SG Ahldorf/Mühlen die Punkte 39 bis 41 und überwintert als Spitzenreiter der Landesliga, Staffel 3. Die Partie wurde auf Wunsch der Hausherren vorgezogen, um sich am Fasnetswochenende anderen Aufgaben widmen zu können. Da auch die Pfullinger den einen oder anderen Narren im Team hat, stand einer Verlegung nichts im Weg.

Regen, Böen, ein tiefer rutschiger Platz – die äußeren Bedingungen ließen keinen Zweifel zu, dass der VfL nur über den Kampf werde Erfolg haben können. Dies beherzigten die Jungs von Michael Konietzny und Yasin Yilmaz gegen einen defensiv eingestellten Gegner auch. Die Gäste nahmen nach wenigen Minuten das Heft in die Hand und bestimmten die Partie weitestgehend. Erstmals gefährlich wurde es durch Heiko Schall, der mit einer Doppelchance auf sich aufmerksam machte. Dome Frühs Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert, nach einem Foul an ihm blieb die Pfeife des jungen Schiedsrichters Kadir Yagci stumm, eine der wenig strittigen Entscheidungen des guten Unparteiischen. Nach einer halben Stunde war es dann aber soweit. Im Anschluss an eine Ecke fand der Ball den weg zu Dominik Früh, der aus dem Gewühl heraus zur Führung abschloss. Nach 41 Minuten bediente Lukas Linder mustergültig den Goalgetter, der dort stand, wo ein guter Stürmer steht. 0:2, der 23. Saisontreffer des 25-Jährigen.

Nur sieben Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Heiko Schall alle Hoffnungen der Gastgeber auf eine Wende zunichtemachte. Er tankte sich durch die Reihen der SG und schloss gekonnt zum 0:3 ab. Doch nun wurde der Tabellenführer etwas fahrlässig. Dies nutzte Tobias Schmollinger und verkürzte zum 1:3. Die Ahldorf/Mühlener witterten Morgenluft und erhöhten etwas das Tempo. Dies konnte der VfL nutzen. Nach einem Konter wurde der eingewechselte Lukas Früh von SG-Schlussmann Bastian Dörn von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kevin Haußmann sicher. Dörn ahnte zwar die Ecke, konnte gegen den platzierten Schuss jedoch nichts ausrichten. Damit war die Messe gelesen. Souverän löste der VfL diese knifflige Auswärtsaufgabe und geht nun mit drei Punkten Vorsprung auf den SV Böblingen in die Winterpause.

 

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Der VfL wusste in Mühlen sowohl spielerisch als auch kämpferisch zu überzeugen.

Der VfL Pfullingen hat sein letztes Heimspiel des Jahres gewonnen und die Siegesserie des SSC Tübingen gestoppt. Dazu waren über 90 Minuten Schwerstarbeit notwendig.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Es lief der erste Pfullinger Angriff, als Dominik Früh im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Schiedsrichter Johannes Röhrig zeigte auf den Punkt und VfL-Kapitän Dominik Biber schritt zur Ausführung. Doch SSC-Schlussmann Julian Hornberger ahnte die Ecke und konnte parieren. Dem intensiven Auftakt folgte ein intensives Spiel. Die Hausherren blieben nach der vertanen am Drücker. In der 21. Minute bediente der wieselflinke Lukas Linder seinen Kollegen Dominik Früh, der den Ball direkt nahm und zur Führung abschloss. „Da hat man gesehen, dass Fußball auch einfach geht“, befand Trainer Yasin Yilmaz, der seinen verhinderten Chef Michael Konietzny an der Seitenlinie vertrat. „Und vorne haben wir halt momentan einen perfekten Abnehmer.“ Es war Frühs 21. Saisontreffer. Nach einer halben Stunde hatte Matthias Dünkel das 2:0 auf dem Fuß, er scheiterte jedoch am Außennetz. Mit einer knappen, aber gemessen an den Spielanteilen verdienten Führung der Gastgeber verabschiedeten sich beide Teams vor 200 Zuschauern, darunter ein großer und lautstarker Gästeblock, in die Kabinen.

Zu Beginn von Halbzeit zwei ließen sich die Pfullinger etwas zurückfallen. Zu sehr für Spielleiter Frank König: „Wir lassen uns einlullen.“ Er sollte Recht behalten, denn nach 66 gespielten Minuten zirkelte Rovinson Beka einen Freistoß aus 35 Metern in den Winkel. Trotz der relativ großen Entfernung nahm Yilmaz seinen Torhüter Tim Becker in den Schutz: „Der war für mich nicht haltbar.“ Nun hatte der starke Aufsteiger, bei dessen Performance sich jeder Vergleich mehr Leistung des Hinspiels verbot, plötzlich Oberwasser. Becker konnte bei einem Schuss aus halblinker Position die Gästeführung gerade noch verhindern. Doch der VfL besann sich allmählich wieder seiner Stärken und bekam die Partie wieder in den Griff. Christos Chatzimalousis fasste sich ein Herz und zog einfach mal ab. Der Flatterball fand spektakulär den Weg über Hornberger hinweg zur neuerlichen Führung ins Tor. Heiko Schall, seit Wochen in bestechender Form, verfehlte anschließend das Ziel und somit die Vorentscheidung nur knapp (84.). Yilmaz analysierte nach dem Schlusspfiff: „Danach haben wir es clever verwaltet und auch verdient gewonnen.“ Ein Lob hatte der Aushilfscoach auch noch parat: „Die Viererkette hat für mich eine gute Arbeit geleistet.“ In der Tat, aus dem Spiel heraus hatten die Gäste wenig Einschussmöglichkeiten, der Heimsieg in einem rasanten Spiel geht allemal in Ordnung. Dieses hatte allerdings noch ein unrühmliches Ende. Tübingens Toptorschütze Markos Chatziliadis sah in der Nachspielzeit wegen Schiedsrichterbeleidigung die rote Karte.

 

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Heiko Schall präsentiert sich momentan in bestehender Form.

Im 37. Aufeinandertreffen der beiden Landesligaurgesteine hatte der VfL Pfullingen das bessere Ende für sich. Nach 93 kurzweiligen Minuten siegte der VfL mit 3:2. Im ersten Durchgang waren die Hausherren das bestimmende Team, ohne allerdings mit vielen Torchancen aufwarten zu können. Ein Schuss von Christos Chatzimalousis konnte SV-Schlussmann Chris Fast mit einer Hand zur Ecke klären (16.), Dominik Frühs Versuch strich nach 20 Minuten knapp über die Latte. Erst nach einer guten halben Stunde musste Pfullingens letzter Mann Tim Becker erstmals ins Geschehen eingreifen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war er ebenfalls zur Stelle und wehrte einen Freistoß ins Toraus ab.

Die Gäste erwischten den deutlich besseren Start in Durchgang zwei. Nach Pfullinger Ecke und Ballgewinn ging es schnell, über zwei Stationen kam der Ball zu Christian Braun, der schulbuchmäßig mit seinem elften Saisontor zur Führung abschloss (52.). Nun wachten die Schützlinge von Michael Konietzny endlich auf und gingen das Spiel wesentlich entschlossener an. Nach einer Eck war es dieses Mal nicht das abwesende Kopfballungeheuer Matthias Kunst, sondern Goalgetter Dominik Früh, der den Ball per Kopf über die Linie beförderte. Nur sieben Minuten später dasselbe Strickmuster: Ecke, Kopfball, Tor, mit seiner 20. „Bude“ drehte Dominik Früh die Partie. In der Schlussphase erhöhte Mittelfeldmotor Heiko Schall nach überlegter Vorarbeit von Christos Chatzimalousis auf 3:1. Die Entscheidung? Mitnichten. Denn die Gäste gaben nicht auf und kamen nach einem Foul vom eingewechselten Florian Gekeler an Tom Schmid zu einem Strafstoß. „Das war clever von ihm und dumm von mir“, gab der Übertäter unumwunden zu. Marcel Eisele verwandelte sicher (88.). Die verbleibenden Minuten brachten die Hausherren unbeschadet über die Zeit und beenden als Tabellenzweiter hinter Herbstmeister SV Böblingen die Vorrunde.

 

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Christos Chatzimalousis trug mit zwei Torvorlagen wesentlich zum Heimsieg bei.

Pfullingens ehemaliger Abteilungsleiter Markus Riehle hatte im Vorfeld der Partie gewarnt. Mit einer lässigen Einstellung werde der VfL beim SV Nehren Probleme kriegen. Und obgleich seit anderthalb Jahren nicht mehr im Amt, kennt er seine Pappenheimer noch sehr gut. Beinahe wäre es gegen einen aufopferungsvollen Gastgeber in die Hose gegangen. Doch am Ende waren es zwei Einwechselspieler, die für die nicht mehr geglaubte Wende sorgten.

Nur in einer kurzen Phase zu Beginn der Partie auf dem für die Jahreszeit gut bespielbaren Nehrener Rasenplatz hatte der Tabellenzweite die Kontrolle über den Ball und Gegner. Die Hausherren standen geschickt und ließen den VfL-Torexpress nicht ins Rollen kommen. Ein Kopfball von Dominik Früh, ein abgeblockter Schuss von Kapitän Patrick Lehmann, das war die magere Ausbeute in den ersten 45 Minuten. Allerdings blieb auch der SV im ersten Durchgang vor dem Gehäuse blass.

Das sollte sich im zweiten Durchgang jedoch schnell ändern. Die Konietzny-Schützlinge waren noch nicht richtig auf dem Platz, schon stand es 1:0. Marco Binder nutzte ein passgenaues Zuspiel von Marvin Hamm zur Führung (46.). Dies war der Startschuss für den vom Trainerduo Pedro Keppler und Philipp Reitter bestens eingestellten Tabellenvierzehnten. Die Chancen vor dem Tor von Tim Becker häuften sich und der VfL hätte sich in dieser Phase über einen deutlicheren Rückstand nicht beschweren dürfen. Doch dann die 77. Spielminute. Der für Lukas Linder eingewechselte Fatmir Karasalihovic wird im Strafraum gelegt, souverän verwandelte Kevin Haußmann zum schmeichelhaften Ausgleich. Ging da vielleicht noch mehr? Nur halbherzig nutzte der VfL den psychologischen Vorteil, die Nehrener zeigte sich nur wenig beeindruckt. Der Minuten vor dem regulären Ende kam Matthias Kunst ins Spiel, um durch seine Kopfballstärke eventuell noch zum Lucky Punch zu kommen. Schließlich gelangen ihm bereits vier Kopfballtore nach ruhendem Ball. Und tatsächlich. Nach einer Haußmann-Ecke sträflich frei, konnte er ungehindert zum 1:2 einköpfen. „Das war ein schlechteres Spiel von uns als in den Wochen zuvor,“ stellte Co-Trainer Yasin Yilmaz fest. „Allerdings mit der maximalen Punktausbeute, wenn auch am Ende etwas glücklich.“

 

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Kein Durchkommen: Mit viel Leidenschaft bereitete der SV Nehren dem VfL große Probleme.

Das Spitzenspiel hielt, was es versprach. Die gut 400 Zuschauer sahen über 90 Minuten beste Fußballunterhaltung und vier Tore. Beim 2:2-Unentschieden trafen beide Goalgetter Janik Michel und Dominik Früh jeweils ein Mal und bauten ihre Torekonten entsprechend aus.

Sowohl der VfL aus auch der FC gingen hochkonzentriert in die Partie. Entsprechend neutralisierten sich die Mannschaften in der Anfangsviertelstunde, wobei die Holzhausener leichte spielerische Vorteile hatten. Das 0:1 entsprang allerdings einer Pfullinger Ecke, nach dem Ballgewinn schaltete schnell um, ein Konter aus dem Bilderbuch schloss Marc Wissmann zur Führung ab (18.). Doch die Hausherren waren wenig geschockt, im Gegenteil, nun übernahmen sie die Initiative. Kapitän Patrick Lehmann, seit Wochen in bestechender Form, nutzte einen abgewehrten Schuss von Dominik Früh und staubte zum Ausgleich ab (26.). Nun war der VfL vollends in der Partie und legte auch die kämpferische Leidenschaft an den Tag, die in einem solchen Spitzenspiel notwendig ist. Matthias Dünkel hatte nach 36 Minuten das 2:1 auf dem Fuß, doch konnte er die passgenaue Flanke von Lukas Linder nicht erfolgreich verarbeiten.

Auch im zweiten Durchgang war der VfL am Drücker. Nach einem missglückten Kopfballversuch des Ex-Pfullingers Jochen Frey schob Dominik Früh den Ball zur Führung ins leere Tor. Es war sein 50. Punktspieltreffer im 89. Ligaspiel des Genkingers. Die Schützlinge von Michael Konietzny und Yasin Yilmaz drückten den Gast in die eigene Hälfte, verpassten es allerdings, die Führung auszubauen. Und dies wurde wie so oft bestraft. Ein Mal passte die ansonsten sichere Pfullinger Hintermannschaft nicht auf, Frey war einen Schritt schneller als der herausstürmende Schlussmann Tim Becker und nahm die Gelegenheit dankend an. Foulspiel, Elfmeter. Janik Michel trat an und traf zum Ausgleich (82.). In den Schlussminuten warf der VfL alles nach vorne, doch der eigentlich verdiente Siegtreffer wollte nicht fallen. Wie schon eine Woche zuvor fehlte der jungen Pfullinger Truppe der Tick Cleverness zum Sieg: Yilmaz: Es war ein sehr gutes Spiel von uns, wir waren wieder sehr aggressiv gegen den Ball. Einige gute Möglichkeiten wurden herausgespielt, leider sind wir teilweise zu leichtfertig mit den Chancen umgegangen.“ In der gezeigten Form wird der VfL weiterhin um den Titel mitspielen.

 

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Es war eine kampfbetonte, rassige Partie im Volksbank-Stadion.