Der VfL Pfullingen hat sein großes Ziel erreicht und kehrt nach einjähriger Abstinenz wieder in die Verbandsliga zurück. Zuvor mussten die Jungs von Trainer Michael Konietzny allerdings ein hartes Stück Arbeit verrichten, bis sie jubelnd den Meisterwimpel von Staffelleiter Rainer Winkler in Empfang nehmen durften.

Vor großer Fankulisse – es war eigens ein Bus mit Schlachtenbummlern nach Zimmern gereist, viele VfL-Anhänger fuhren zudem privat – erwischte der Tabellenführer den besseren Start. Nach fünf Minuten legte Dominik Früh den Ball für Matthias Dünkel in die Gasse, doch dieser blieb an SV-Torspieler Chris Fast hängen. Eine Minute später wurde ein Abschluss von Kevin Haußmann knapp zur Ecke abgewehrt. Doch mit fortschreitender Spieldauer wurden die Gäste etwas nervös, was die kompromisslos dagegenhaltenden Hausherren auszunutzen wussten. Nach einem schnellen Angriff schloss Torjäger Christian Braun gekonnt per Kopf zur Führung ab. Es war der 25. Treffer des Zimmerer Angreifers. Nach 37 Minuten hatte der VfL Glück, dass die Mannen des scheidenden Trainers Patrick Fosse einen Konter schlampig abschlossen. Dafür auf der anderen Seite urplötzlich der Ausgleich. Endlich gelang dem VfL mal wieder ein schneller Spielzug über die rechte Seite, Dünkel legte den Ball auf Lukas Linder, der das Spielgerät aus 14 Metern ins lange Eck beförderte (39.). Nun waren die Pfullinger zurück in der Begegnung. Kapitän Lehmann hätte beinahe das Spiel gedreht, doch sein Kopfball prallte vom Pfosten zurück ins Feld.

Mit frischem Selbstbewusstsein ging es in die zweite Halbzeit. Die Konietzny-Schützlinge waren nun deutlich präsenter und erspielten sich gute Abschlussmöglichkeiten. Nach gut einer Stunde war es soweit. Kevin Haußmann legte den Ball perfekt auf den Kopf von Linder, der aus kurzer Distanz zum umjubelten Führungstreffer einnickte. Und es kam noch besser für den 21-jährigen Offensivmann. Erneut war es Dünkel, der den Ball in den Lauf von Linder legte. Dieser ließ sich weder vom mitgelaufenen Gegenspieler noch vom Torwart aufhalten und grätschte den Ball zum 1:3 über die Linie (76.). Die Pfullinger spielten angesichts der Führung und des somit feststehenden Meistertitels die Schlussviertelstunde routiniert zu Ende und wehrten sich mit Erfolg gegen die Versuche des SVZ, den Anschlusstreffer zu erzielen. Als der souveräne Regionalligaschiedsrichter Lars Erbst die Partie nach einigen Minuten Nachspielzeit abpfiff, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Ersatzspieler und Fans stürmten den Platz und lagen sich mit den Spielern in den Armen. Noch lange feierte der VfL-Tross auf dem Zimmerer Sportgelände die Meisterschaft, bis es nach der Heimkehr im Jahnhaus bis in die frühen Morgenstunden weiterging. „Zimmern war der erwartet unangenehme Gegner, aber nach dem 1:1 hatten wir sie komplett im Griff“, analysierte Kapitän Patrick Lehmann. „Es freut mich riesig für Klinsi (Lukas Linder), dass er die drei Tore erzielte, hatte er in den Wochen zuvor doch die eine oder andere Chance liegen lassen. Ein Kompliment an die komplette Mannschaft. Nach dem Abstieg war nicht zu erwarten, dass wir die Saison so souverän runterspielen, wenn man bedenkt, wie jung die Truppe ist.“ Und er fügte hinzu: „Ein riesen Dankeschön an die Fans. Was die heute geleistet haben, war der Wahnsinn!“

 

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Am Ziel aller Träume: Kapitän Patrick Lehmann präsentiert seinem Team den Meisterwimpel.

Im letzten Heimspiel der Saison wahrte der VfL Pfullingen seinen Ein-Punkte-Vorsprung auf den SV Böblingen und fiebert nun dem Finale beim SV Zimmern entgegen. IN einem flotten Spiel bei hochsommerlichen Temperaturen machten die Schützlinge von Michael Konietzny schon bis zum Halbzeitpfiff alles klar.

Es lief die erste Spielminute, als Heiko Schall den Ball auf der Grundline Richtung langen Pfosten köpfte. Dort stand Yasin Yilmaz und vollendete ebenfalls per Kopf zum frühen 1:0. Doch die Gäste wollten und mussten angesichts ihrer prekären Tabellensituation dagegenhalten und spielten gut mit. Doch es war der Tabellenführer, der mit der zweiten Chance auf 2:0 erhöhte. Eine traumhafte Kombination – Yilmaz mit weitem Seitenwechsel, Christos Chatzimalousis, spielte mit Matthias Dünkel Hacken-Doppelpasse – schloss Chatzimalousis zum 2:0 ab. Dünkel belohnte sich für seine Aktion nach 36 Minuten selbst. Nach einem Schuss von Lukas Linder, den SV-Schlussmann Michael Geiger noch abwehren konnte, schloss der 26-jährige Flügelflitzer zum 3:0 ab. Noch vor dem Seitenwechsel machte der VfL alles klar. Dieses Mal war es Kapitän Patrick Lehmann, der sträflich frei aus 12 Metern abziehen durfte (40.)

Nach dem Seitenwechsel und mit steigenden Temperaturen ließ das Tempo etwas nach. Dennoch hätten Linder und Götz Gaiser das Ergebnis mit zwei Großchancen in die Höhe schrauben können. Doch es war der SV Nehren, der sich endlich für seinen Aufwand belohnte. Dabei machte es Marvin Hamm die Pfullinger Hintermannschaft nicht allzu schwer, mit einem Schuss ins lange Eck den 1:4-Anschlusstreffer zu erzielen (57.). Nun bestimmten die Hausherren wieder die Partie und ließen den Ball über lange Passagen in den eigenen Reihen zirkulieren. Mit einer schönen Direktabnahme stellte Lukas Linder eine Viertelstunde vor dem Ende den alten Abstand wieder her. In der Schlussminute markierte Marius Ulmer den zweiten Treffer für die Gäste, der freilich am Endergebnis nicht mehr viel ausrichten konnte.

 

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Lukas Linder markierte den fünften Pfullinger Treffer.

Im Spitzenspiel des 28. Spieltages musste Spitzenreiter VfL Pfullingen beim Drittplatzierten FC Holzhausen eine empfindliche Niederlage hinnehmen und macht es somit auf der Saisonzielgeraden spannend.

Im weitläufigen Panoramastadion wirkten die Hausherren vom Anpfiff weg präsenter, ihr Spiel druckvoller. Im ersten Durchgang kam das Offensivspiel der Konietzny-Schützlinge nun selten zur Entfaltung. Nach einer halben Stunde häuften sich die Gelegenheiten für den FC, Schlussmann Tim Becker und der Pfosten nach einem Schuss von Goalgetter Janik Michel verhinderten das Schlimmste. Mit dem Halbzeitpfiff dann fast die Führung für den VfL. Kevin Haußmann setzte einen Freistoß an den Pfosten.

Dies schien der notwendige Mutmacher für die Pfullinger gewesen sein. Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gäste deutlich aktiver und hatten mehr Spielanteile. Großes Pech für Christos Chatimalousis nach einer knappen Stunde, als sein fulminanter Weitschuss ebenfalls nur an den Pfosten klatschte. Mitten in dieser Phase die kalte Dusche für den VfL. Nach einem Befreiungsschlag rutschte Haußmann weg und traf den Ball nicht richtig, Ilie Iordache ging auf und davon und schob zum 1:0 ein (70.). Die Mannen um Kapitän Patrick Lehmann machten weiter Druck. Die große Chance auf den Ausgleich hatte Matthias Dünkel, der, perfekt von Dominik Früh in Szene gesetzt, zu lange mit dem Abschluss zögerte und die Chance dadurch versemmelte. So blieb es bei der knappen Auswärtsniederlage. „Hätten wir im ersten Durchgang nicht so einen Angsthasenfußball gespielt, sondern gleich so wie in der zweiten Halbzeit, hätten wir gewonnen“, ist sich VfL-Trainer Michael Konietzny sicher. Die Entscheidung um den Titel ist vertagt.

 

ST28

Tobias Hauser konnte in seinem drittletzten Spiel im VfL-Trikot die Niederlage nicht verhindern.

Im vorletzten Heimspiel der Saison gewann der VfL Pfullingen gegen den abstiegsbedrohten TV Darmsheim am Ende deutlich mit 4:0 (1:0) Toren. Dabei machten es die Gäste aus dem Sindelfinger Stadtteil dem Tabellenführer nicht einfach und konnten die Partie lange offen halten.

Die Darmsheimer hatten die erste Großchance. Tim Schneider stand urplötzlich frei, sein Abschluss konnte Torhüter Tim Becker zur Ecke klären (17.). Dies weckte den Offensivgeist der Gastgeber. Lukas Linder und Dominik Früh meldeten ihre Ansprüche für den Führungstreffer an, verpassten diesen jedoch jeweils in aussichtsreicher Position. Dann doch das 1:0. Markus Wagner bereitete gekonnt vor und dieses Mal ließ sich es Früh nicht nehmen, sein 30. Saisontor zu erzielen (41.) Dies war zugleich der Halbzeitstand

Der TVD sah keinen Grund, sich angesichts des knappen Rückstands geschlagen zu geben. Niko Link zog nach 53 Minuten einfach mal ab und zwang Becker zu einer neuerlichen Glanztat. Der VfL brauchte dringend ein Tor, um diese Phase unbeschadet zu überstehen. Und wer anders als Pfullingen Goalgetter wäre dazu geeignet, die Verhältnisse klarer zu gestalten? Der eingewechselte Matthias Dünkel bereitete vor und Früh hatte wenig Mühe beim 2:0. Dieser Rückschlag lähmte die Bemühungen der Gäste etwas, die Hausherren bestimmten die Partie nun eindeutig. Dominik Früh bedankte sich beim Vorlagengeber Dünkel artig, in dem er dessen Treffer zum 3:0 mustergültig auflegte (74.). Die Entscheidung war also gefallen, dennoch machten die Spieler um Kapitän Patrick Lehmann weiter. Heiko Schall setzte sich energisch durch und erhöhte sechs Minuten vor dem Ende auf 4:0. Lehmann: „Wir haben gegen einen unangenehmen Gegner gespielt und am Ende letztendlich sehr souverän und auch in der Höhe verdient gewonnen. Tim Becker hat uns in der ersten Halbzeit vor dem Rückstand bewahrt und dann war das 1:0 vor der Halbzeit wichtig. Und nach dem 2:0 war dann auch die Gegenwehr gebrochen.“

Zumindest eine Entscheidung ist nach dem Heimsieg gefallen: Der FC Holzhausen auf dem dritten Rang kann den VfL in der Tabelle nicht mehr überflügeln.

 

ST27

Die Entscheidung: Doppelpacker Dominik Früh legt auf und Matthias Dünkel vollendet eine Viertelstunde vor dem Ende zum 3:0.

Im Kampf um die Meisterschaft musste Spitzenreiter VfL Pfullingen bei den Sportfreunden Gechingen einen Rückschlag hinnehmen. Die Hausherren gewannen nach einem engagiert und leidenschaftlich geführten Spiel mit 2:1. Das Spiel begann wegen eines Gewitters einige Minuten später und musste nach 35 Minuten erneut unterbrochen werden, da Blitz und Donner gefährlich nahekamen. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber bereits mit 1:0. Wie im Vorfeld angekündigt, machten die Sportfreunde die Räume eng und lauerten auf Konter. Genau in so einer Situation – die Konietzny-Schützlinge verloren im Aufbau den Ball, die Gechinger schalteten schnell um und trafen auf eine unsortierte Pfullinger Hintermannschaft – schloss Fabian Schneider zur Führung ab (18.). Der VfL hatte in den Anfangsminuten durch Lukas Linder eine erste Großchance, Schlussmann Andre Maidel verhinderte den frühen Rückstand.

Auch im zweiten Durchgang hatten die Gäste deutlich mehr Spielanteile, allein im letzten Drittel fiel ihnen viel zu wenig ein. Kam doch ein Abschluss zu Stande, verfehlte dieser teilweise sehr knapp das Ziel. Mit zunehmender Spieldauer verkrampfte der Tabellenführer mehr und mehr. Dann sogar der erneute Rückschlag. Wieder war es ein schneller Gegenstoß, der durch Matthias Dünkel nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Da dies im Strafraum war, bedeutete es Elfmeter, den Bastian Bothner sicher verwandelte (71.). Der VfL rannte weiter, zumeist planlos, an. In den Schlussminuten kam nochmals Spannung auf. Nach einem Foul von Maidel am eingewechselten Lukas Früh trat Kevin Haußmann zur Strafstoßausführung an. Doch sein schwacher Schuss war die sichere Beute für den Sportfreunde-Schlussmann. In der Nachspielzeit verkürzte Kevin Schneider auf 1:2, doch war dies viel zu spät, um an einem gebrauchten Nachmittag noch etwas retten zu können.

 

ST26

Der VfL muss sich kräftig strecken, will er am Rundenende ganz oben stehen.