Nach der 0:3-Niederlage in der Vorwoche kehrte der VfL gegen den FV 08 Rottweil mit einem 3:0 (2:0)-Heimerfolg schnell wieder in die Erfolgsspur zurück. Dabei gab es über das Spiel neben den drei gewonnen Punkten nicht sehr viel Aufregendes zu berichten.

Die Hausherren ließen vom Anpfiff weg keine Zweifel aufkommen, dass sie nicht gewillt waren, die Niederlage in Holzgerlingen als Beginn einer „Mini-Krise“ oder gar Schlimmeren bewerten zu lassen. Entsprechend engagiert gingen sie gegen den Tabellenletzten zu Werke. Über ein deutliches Übergewicht an Ballbesitz kamen die Pfullinger durch Heiko Schall und Matthias Dünkel zu ersten Chancen. Letzterer glänzte beim Führungstreffer kurze Zeit später als Vorbereiter. Dünkels maßgenaue Flanke fand den Kopf von Goalgetter Dominik Früh, der wenig Mühe hatte, mit seinem 29. Saisontreffer die Führung zu erzielen (21.). Nachdem Schiedsrichter Can Daler, der wie beide Teams am unteren Niveau des eigenen Leistungsvermögens operierte, dem VfL einen glasklaren Handelfmeter verweigerte, bekamen die 150 frierenden Zuschauer doch noch ein Highlight im ersten Durchgang geboten. Fatmir Karasalihovic setzte Matthias Dünkel in Szene, der auf dem Weg zum Tor einen Gegenspieler tunnelte und sehenswert zum 2:0-Halbzeitstand abschloss.

Im zweiten Durchgang machten die in der Tabelle abgeschlagenen Rottweiler mehr Tempo, sie konnten jedoch auch aus den sich nun einschleichenden Nachlässigkeiten in den Reihen der Schützlinge von Michael Konietzny kaum Kapital schlagen, dazu fehlten ihnen die spielerischen Mittel an diesem Nachmittag. VfL-Kapitän Patrick Lehmann forderte seine Mitspieler auf: „Jungs, wieder mehr Bewegung!“, was die Angesprochenen nach und nach beherzigten. Die Chancen auf Pfullinger Seiten häuften sich wieder, darunter ein Latten-Kopfball von Yasin Yilmaz. Doch dauerte es bis zur Schlussminute, ehe der eingewechselte Marc Tiryaki-Zeeb aus der Distanz abzog und zum Endstand traf. FV-Schlussmann Marijan Huljic, der sich zuvor mehrfach auszeichnen konnte, machte bei diesem Treffer keine gute Figur. Eine höchst durchschnittliche Leistung reichte dem VfL, um mit einem Sieg in die sicher wohltuende Osterpause zu gehen.

 

ST23

Matthias Dünkel ließ sich auf dem Weg zum 2:0 nicht stoppen.