„Wir werden einen hohen Aufwand betreiben müssen“, war sich VfL-Coach Michael Konietzny im Vorfeld sicher. Und er sollte Recht behalten. Es war ein Geduldsspiel gegen sich energisch wehrende Mühlheimer, bis der Auswärtsdreier unter Dach und Fach war. Bei kaltem Regenwetter kontrollierte der Spitzenreiter zumeist die Partie, doch die Hausherren blieben stets gefährlich. In der Anfangsphase musste Tim Becker zwei Mal eingreifen. Nach einer halben Stunde war es auf der anderen Seite Matthias Dünkel, der sich in den Strafraum dribbelte, dann aber knapp am langen Pfosten vorbeischoss. Torlos ging es in die Kabinen.

Auch im zweiten Durchgang war der Wille auf Pfullinger Seite zu erkennen, es mangelte allerdings an gut herausgespielten Torchancen. Die Mühlheimer wurden angesichts des für sie komfortablen Spielstandes mutiger und nutzten die Räume gegen mehr und mehr hochstehende Pfullinger. Doch die Konietzny-Schützlinge behielten die Nerven und zeigten die notwendige Geduld. Das zahlte sich neun Minuten vor dem Ende aus. Nach einer Flanke von Matthias Dünkel und einem Querschläger eines Abwehrspieler Drehung erzielte Kevin Schneider aus der das umjubelte 0:1, in der Schlussminute machte Lukas Linder den Sack nach starker Vorarbeit von Kevin Haußmann endgültig zu. Zwar nicht mit Bestnoten, doch mit einer soliden Leistung bleibt der VfL Pfullingen an der Spitze der Tabelle. Konietzny: „Es war das erwartet schwere Spiel. Die Jungs haben das aber gut gemacht und teilweise guten Fußball gespielt. Das man in so einem Spiel auch Glück braucht, ist ganz normal.“

 

ST24

Kevin Schneider gelang schon wie in Böblingen das wichtige 1:0.