Der VfL kommt nicht vom Fleck. Gegen den FC 07 Albstadt reichte es trotz zweimaliger Führung am Ende nur zu einem 2:2-Unentschieden, was allerdings den gezeigten Leistungen beider Teams entsprach. „Wir müssen für unsere Treffer einen enormen Aufwand betreiben, während wir dem Gegner leichtfertig die Tore schenken“, legte Trainer Michael Konietzny den Finger in die Wunde.

Die Hausherren begannen vor 220 Zuschauern, die dem nasskalten Wetter trotzten, aktiver als die zunächst abwartenden Gäste. Das Pfullinger Rezept „hoch und weit“ wollte allerdings nicht so recht funktionieren. Eine erste Riesenchance hatte Heiko Schall, der nach einer Haußmann-Flanke von links nicht richtig an den Ball kam und diesen über das Gehäuse setzte (24.). Er danach kamen die Albstädter besser ins Spiel, ohne bei VfL-Schlussmann Markus Hirlinger für gesteigerte Nervosität zu sorgen.

Wesentlich spektakulärer und spielerisch besser präsentierten sich beide Teams in Durchgang zwei. Nach feinem Zuspiel von Kapitän Florian Gekeler sorgte Dominik Früh in bester Torjägermanier mit seinem vierten Saisontor für die Führung der Konietzny-Schützlinge (49.). Leider hatte diese nicht lange bestand, denn die Hintermannschaft vertändelte nach eigenem Freistoß am Strafraum den Ball fahrlässig, was FC-Offensivmann Pietro Fiorenza eiskalt zum 1:1 ausnutzte. Pfullingen zeigte sich nicht wirklich geschockt und Heiko Schall jagte den Ball zur neuerlichen Führung in die Maschen (67.). Doch quasi im Gegenzug – die Tormusik lief noch – deckte erneut Fiorenza die Anfälligkeit der momentanen Pfullinger Abwehrarbeit schonungslos aus – 2:2. In der Schlussphase hatte der VfL Glück, nicht mit einer Niederlage leben zu müssen. Denn in der sechsten Minute der Nachspielzeit setzte Hakan Aktepe den Ball gegen die Latte. Dies wäre des Guten jedoch zu viel gewesen.

 

ST8

Heiko Schall markierte das 2:1, das allerdings nur wenige Minuten Bestand hatte.