Es ist zum Verzweifeln. Mit viel Entschlossenheit ging der VfL in die Partie beim TSV Essingen, ins Duell der Enttäuschten, hatte durch Matthias Dünkel nach wenigen Augenblicken sogar die Führung auf dem Fuß – und muss nach nur drei Zeigerumdrehungen einem Rückstand hinterherlaufen. Wie schon gegen Gmünd war das taktische Konzept also schon sehr früh über den Haufen geworfen. Kämpften sich die Konietzny-Schützlinge gegen die Normannen wieder ins Spiel zurück, war davon im Schönbrunnenstadion wenig bis nichts zu sehen. Dem 1:0 durch Timo Zimmer folgte der zweite Treffer ebenfalls durch diesen Spieler. Der VfL selbst bekam eine Ecke zugesprochen, diese wurde abgefangen, gegen den schnellen Gegenzug war kein Pfullinger Kraut gewachsen. 2:0 nach 26 Minuten. Noch vor dem Pausentee sollte der dritten Treffer der Hausherren folgen. Nico Zahner durfte unbedrängt durch den neben ihm stehenden Fran Radman zum Kopfball hochsteigen und einnicken. Zu allem Überfluss versemmelte Heiko Schall die beste Pfullinger Torgelegenheit an diesem 14. Spieltag. Dominik Früh, der selbst hätte abschließen können, legte den Ball quer zum besser postierten Mittelfeldmann. Dieser brachte das Kunststück fertig und setzte das Leder aus wenigen Metern deutlich neben das Tor (36.).

Im zweiten Durchgang blieb der TSV spielbestimmend, betrieb jedoch nicht mehr so viel Aufwand. Es reichte dennoch für zwei weitere Treffer. Eine schöne Kombination schloss Zahner nach 53 Minuten zum 4:0 ab, die Messe war somit endgültig gelesen. Stani Bergeheim nutzte einen Befreiungsschlag unter Geleitschutz der Pfullinger Verteidigung zum fünften Treffer nach einer guten Stunde Spielzeit. Balsam auf die geschundene Seele der Ostälbler, Salz in den klaffende Wunde der Echazstädter. Während sich die Essinger auf dem Wege der Konsolidierung befinden, müssen die Schützlinge um Kapitän Florian Gekeler nun alles daran setzen, in den beiden verbleibenden Heimspielen des Jahres den Abstand zum rettenden Ufer nicht größer werden zu lassen. Irgendwie.

 

ST14

Florian Gekeler (li.) und Heiko Schall kamen zusammen mit dem VfL in Essingen unter die Räder.