Den Zuschauern, die dem schlechten Wetter trotzten, bot sich im Pfullinger Volksbankstadion ein wahres Spektakel. Sieben Pfullinger Tore durch sieben verschiedene Torschützen, aber auch drei Gegentreffer durch oder in Folge von Standardsituationen machten die Kälte vergessen. Zum Abschluss der Vorrunde zeigten die Schützlinge von Trainer Michael Konietzny, was in ihnen steckt. Zum richtigen Zeitpunkt!

Bereits nach 19 Minuten führten die entfesselten Hausherren mit 4:0. Der VfL brannte ein wahres Offensivspektakel ab, was durch eine sehr indisponierte Gästeoffensive unterstützt wurde. Schon nach drei Spielminuten eröffnete Dominik Früh das muntere Toreschießen. Er umkurvte Torhüter Timo Kästle und schob ein. Früh war es dann nach zehn Minuten, der Heiko Schall bei dessen Tor in Szene setzte. Der starke Patrick Lehmann war Ausgangspunkt des dritten Tores, für das Kevin Haußmann verantwortlich zeichnete (18.). Dies rief Kapitän Florian Gekeler auf den Plan, der nun auch mitmischen wollte. So schien die Sache schon früh für die Hausherren geregelt. Doch der SSV, der vor Wochenfrist mit einem 1:1 gegen den FSV Hollenbach aufhorchen ließ, dachte nicht ans Aufgeben. Nach einer Ecke nahm Michael Turkalj den Ball an der Strafraumgrenze direkt, der noch leicht abgefälscht den Weg zum 1:4 ins Tor fand (29.). Trotz der immer noch komfortablen Führung merkte man, dass die Hausherren nervös wurden, was sich auch auf das Spiel auswirkte. Dennoch hatte Fatih Özge kurz vor dem Halbzeitpfiff die Möglichkeit, das 5:1 zu erzielen, doch wurde er kurz vor dem Torabschluss gestoppt.

Nach einer Stunde Spielzeit war es Özge, der mit einem klaren Foul die Hoffnung der Ehinger auf eine Wende weiter nährte. Denn fälligen Strafstoß verwandelte Turkalj sicher zum 2:4. Doch nun schlugen die Hausherren wieder zurück. Matthias Dünkel wurde im Strafraum von SSV-Schlussmann Kästle unfair gestoppt. Dominik Biber traf souverän zum befreienden 5:2 (66.). Nun stellten die Kirchbierlinger die Gegenwehr weitestgehend ein, während die Gastgeber wieder Lust am Toreschießen fanden. Dünkel und der eingewechselte Lukas Früh mit seinem ersten Verbandsligator schraubten das Ergebnis auf 7:2. Sechs Minuten vor dem Schlusspfiff konnte Filip Sapina auf 3:7 verkürzen, der Pfullinger Heimsieg geriet freilich nicht mehr in Gefahr. Spielleiter Frank König, der am Freitag die Mannschaft auf die bevorstehenden Aufgaben eingeschworen hatte, war nach dem Spiel sichtlich zufrieden: „Endlich haben wir mal von Beginn an unsere Chancen gemacht und uns phasenweise in einen Rausch gespielt!“ Eine ähnlich starke Offensivleistung dürfte auch am kommenden Samstag vonnöten sein, wenn der starke Aufsteiger TSG Tübingen zum Derby ans Jahnhaus kommt.

 

ST15

Torschützen unter sich: Sowohl Kapitän Florian Gekeler als auch Heiko Schall und Matthias Dünkel trugen sich in die Torschützenliste ein.