Im Heimspiel gegen Öhringen, war es die Nachspielzeit, am Samstag die 89. Minute, in der sich die Träume des VfL von einer Punkteteilung bzw. einem Sieg in Luft auflösten. Das Team wird momentan wahrlich nicht vom Glück verfolgt.

Dabei ging es gut los für die Jungs um Kapitän Patrick Lehmann. Mit einem der ersten Angriffe gelang Kevin Haußmann per abgefälschtem Schuss die Führung für seine Farben (9.). Beinahe hätte Matthias Dünkel per Kopf den zweiten Treffer erzielt, aber nach toller Flanke von Christos Chatzimalousis brachte er nicht den notwendigen Druck hinter den Ball. Auf der anderen Seite verfehlte ein Drehschuss von Thomas Maas hauchdünn sein Ziel. Über die gesamte Spielzeit ging es nun hin und her, wobei sich erleichtertes Durchatmen auf der einen und fassungsloses Kopfschütteln auf der anderen Fan-Seite ob der ausgelassenen Tormöglichkeiten abwechselten. Der FC hatte in einer Partie mit überschaubaren Niveau die größeren Spielanteile, wobei der VfL die qualitativ hochwertigeren Chancen für sich reklamieren konnte.

Allein in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel versemmelten die Gäste eine Reihe von Hochkarätern, was das Spiel weiter offen und spannend hielt. A propos offen: Mit offenem Visier agierten beide Mannschaften, der VfL auf die Entscheidung und die Allgäuer auf den Ausgleich aus. Die Minuten verrannen und die Schützlinge von Michael Konietzny konnten sich nun allmählich Gedanken machen, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Doch daraus wurde bekanntlich leider nichts. In der Schlussminute schloss Okan Housein, der schon im Hinspiel traf, einen Konter über die rechte Seite zum 1:1 ab. Sicherlich kein ungerechtes Ergebnis in einem Spiel, das auch 5:5 hätte Enden können, dennoch müssen sich die Pfullinger Spieler Vorwürfe machen, den zum Greifen nahen Dreier nicht mit auf die Heimreise genommen zu haben.

Entsprechend bedient war Konietzny bei der anschließenden Pressekonferenz: „Wir haben klare Torchancen kläglich vergeben. Dann der Klassiker, in der Schlussphase den Ausgleich zu kassieren. Wir müssen einfach zum richtigen Zeitpunkt das zweite Tor machen!“ Dennoch sieht der A-Lizenz-Inhaber nicht komplett schwarz: „Wir bleiben dennoch optimistisch, allerdings müssen wir unseren Beitrag dazu leisten!“ Das ist bereits am kommenden Samstag vonnöten, wenn der Spitzenreiter Dorfmerkingen seine Aufwartung im Volksbank-Stadionmacht.

 

ST19

Da war die Pfullinger Welt noch in Ordnung: Kevin Haußmann (Nummer 11) trifft zum frühen 1:0 und lässt sich von seinen Mitspielern feiern.