Trainer Michael Konietzny zuckte mit den Schultern: „Wir haben uns sehr gut an die Vorgaben gehalten. Islhofen war einfach besser“. Auch sein Sportchef Oliver Herdtner anerkannte die spielerische Überlegenheit des Gegners. „Der TSV ist halt qualitativ besser besetzt.“ Die leise Hoffnung, im Nachholspiel unerwartet etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, erfüllte sich somit nicht.

In einer intensiven und kurzweiligen ersten Halbzeit war der VfL ein ebenbürtiger Gegner, der die spielerische Überlegenheit der Hausherren durch Engagement und Laufbereitschaft egalisierte. Auch die Angriffsbemühungen über Dominik Früh und Matthias Dünkel sahen nicht schlecht aus, führten allerdings nicht zum gewünschten Erfolg. Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurde es im Pfullinger Sechzehner brandgefährlich, doch der bis dato relativ beschäftigungslose Schlussmann Markus Hirlinger präsentierte sich in seiner ganzen Klasse und rettete seinen Mannschaftskameraden das torlose Remis in die Pause.

Der vorsichtige Optimismus, der sich unter den Pfullinger Anhängern breit machte, wurde nach Wiederanpfiff jäh davongejagt. Ein Doppelschlag – beide Gegentore wären bei genaueren Betrachtung durch etwas mehr Aufmerksamkeit vermeidbar gewesen – brachten den Favoriten mit 2:0 in Führung. Michele Varallo traf in der 51. und 54. Minute für seine Farben. Es brauchte eine kleine Weile, bis sich die Konietzny-Schützlinge von diesem Tiefschlag erholten. Dann fassten sie neuen Mut und gestalteten die Partie wieder ausgeglichen. Dies war sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass beim TSV durch den jüngsten spektakulären wfv-Pokal-Finaleinzug die Kräfte nachließen. Doch muss man auch die Einstellung des VfL loben, der nach wie vor an sich glaubte. Allein fehlte es am entscheidenden Moment, der eine Wende hätte einläuten können. Fünf Minuten vor dem Spielende behinderten sich Dominik Früh und Christos Chatzimalousis beim Torabschluss gegenseitig, das hätte der Anschluss sein können. Eine weitere Chance auf einen Auswärtserfolg hat das Team bereits am Samstag, wenn es zum SKV Rutesheim geht.

 

ST17

Kaum ein Durchkommen gab es für Kevin Haußmann und seinen Mannschaftskameraden gegen die Islhofener Hintermannschaft.