Bei den Hausherren gab es eine kleine Hoffnung, gegen eine Spitzenmannschaft der Liga unerwartet punkten zu können. Schließlich schwächelte der FSV Hollenbach in den vergangenen Wochen, verlor sogar 2:3 gegen den VfB Neckarrems, Pfullingens Hauptkonkurrenten und kommenden Gegner im Kampf um den Klassenverbleib.

Doch die Leistungen der beiden Teams am vergangenen Samstag waren zu unterschiedlich, als das es hätte zu einer Überraschung kommen können. Der Oberligaabsteiger hat mit einer kompromisslosen Abwehrleistung und effektivem Umschaltspiel dem VfL schnell den Zahn gezogen. Bereits nach elf Minuten gingen die Gäste durch Jan Schieferdecker in Führung. Typisch auch das 0:2 nach einer halben Stunde. Ein Aufsetzer von Lukas Ryl aus der Distanz fand irgendwie seinen Weg ins lange Eck. Aus den Reihen der 150 Zuschauern wurde in der Halbzeitpause das Feuer und die Leidenschaft im Spiel der Schützlinge von Michael Konietzny vermisst, das für einen erfolgreichen Abstiegskampf die Grundvoraussetzung ist.

Besser schien es in Durchgang zwei zu werden, zumindest kamen Pfullingens Abschlüsse näher ans Gästetor. Doch mehr als ein Lattentreffer durch Dominik Früh sollte dabei nicht herausspringen. Die ausgebufften Gäste verhielten sich wie ein Spitzenteam, überließen dem VfL den Ballbesitz, machten aber die Räume am Strafraum unüberwindbar dicht. Einen daraus resultierenden Konter schloss Lorenz Minder nach einer knappen Stunde zur Vorentscheidung ab. Kurz vor Ende traf Daniel Breitinger sogar noch zum 0:4. Ein verdienter Sieg, wenngleich vielleicht einen Treffer zu hoch ausgefallen. Kapitän Florian Gekeler zollte dem FSV Respekt und hatte eine Erklärung für die deutliche Niederlage parat: „Im Zweikampfverhalten war der Gegner heute eine Klasse besser als wir.“

 

ST26

Heiko Schalls Einsatz war vergebens. Der VfL verlor deutlich mit 0:4.