Nein, das Glück ist dem VfL nicht hold in dieser Spielzeit. Nur fünf Minuten durfte sich das Team im Kellerduell einer Führung erfreuen, dann folgte die Ernüchterung und am Ende die eiskalte Dusche. Durch das 1:2 (0:0) beim VfB Neckarrems sind die Chancen auf den Klassenverbleib für die Schützlinge von Trainer Michael Konietzny auf ein absolutes Minimum gesunken. Der Übungsleiter lobte trotz der Niederlage sein Team für ihren Kampfeswillen. „Sie haben sich einen Punkt verdient. Leider fehlt und schon die gesamte Spielzeit das nötige Quäntchen Glück.“

Mit drei Startelf-Debutanten, Alwin Reuer, Tobias Steiner und Patrick Weiland, versuchte der VfL, an den Hausherren in der Tabelle vorbeizuziehen. Doch die Last des möglichen Abstiegs lastete schwer auf beiden Teams und lähmte das Offensivspiel hüben wie drüben. Dementsprechend wenig Mühe hatten die Defensivreihen, für Ordnung um und im eigenen Strafraum zu sorgen.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit wurde es im zweiten Durchgang unterhaltsamer. Eine Stunde war gespielt, als Dominik Früh nach einem schnellen Gegenstoß mustergültig Patrick Weiland bediente, der den Ball zu seinem ersten Verbandsligatreffer unter die Latte setzte. Der Jubel war groß auf Pfullinger Seite und die Euphorie wie eingangs erwähnt nur kurz. Nach einem Freistoß köpfte Micha-Colin Läubin den Ball zum Ausgleich ins Netz (65.). Der VfB bekam nun Oberwasser und Pfullingens Hintermannschaft hielt dem Druck bis fast zum Schluss stand. Fast. In der Schlussphase versuchte der eingewechselte Viktor Ribeiro, den Ball in die Mitte zu schlagen. Aus der vorgesehenen Flanke wurde ein Torschuss, der an Freund und Feind vorbei den Weg ins lange Eck fand.

„Wir haben bis zur letzten Sekunde alles gegeben“, befand Konietzny nach dem Schlusspfiff. „Aber irgendwie soll es einfach nicht sein.“

 

ST27

Tristesse pur auf Pfullingens Seite nach dem Schlusspfiff.