Unbeschwert und ohne Druck, so wollten die Kicker des VfL Pfullingen beim Spitzenreiter auftreten. Dass daraus nichts wird, war bereits nach 26 Minuten mehr als deutlich zu erkennen. Der VfL lag schon aussichtslos mit 0:3 im Rückstand. Typisch war die Entstehung der ersten beiden Treffer durch Felix Bauer und Fabian Kolb. Die Torschützen bekamen den Ball mehr durch Zufall als geplant vor die Füße, deren Abschluss war jedoch gekonnt und ließ dem bemitleidenswerten Markus Hirlinger im Pfullinger Tor keine Chance. Das dritte Tor resultierte aus einem Strafstoß, Fatih Özge war der Übeltäter und Dominik Pfeifer vollstreckte gekonnt. Und die Gäste? Geschwächt durch das Fehlen des kreativen Mittelfelds um Haußmann, Lehmann und Tiryaki-Zeeb blieb das Aufbauspiel im Ansatz stecken. Torchancen waren Mangelware.

Trainer Michael Konietzny brachte zur Halbzeit mit Lukas Früh, Markus Wagner und Maximilian Füssenhäuser drei frische Kräfte. An den Kräfteverhältnissen auf dem Platz änderte sich dadurch wenig. Hochkonzentriert gingen die Normannen weiter zu Werke und kamen bis zur 54. Minute zu zwei weiteren Toren. Bauer schaltete nach einem Kopfball an die Latte am schnellsten und schob den Ball über die Linie und auch Kolb gelang an diesem Nachmittag gegen harmlose Pfullinger ein Doppelpack. Nach diesem Tor ließen es die Hausherren auch der sommerlichen Temperaturen wegen etwas ruhiger angehen, sodass keine weiteren Treffer zu notieren waren. „Das war heute für diese Liga einfach viel zu wenig“, kritisierte ein frustrierter Konietzny bei der anschließenden Pressekonferenz den Aufstieg seiner Jungs beim wohl künftigen Meister.

Eine Chance zur Wiedergutmachung besteht am kommenden Samstag, wenn der eigentlich starke TSV Essingen, der auch keine tolle Runde spielt, seine Visitenkarte im Sport- und Freizeitpark abgibt.

 

ST28

Viel mehr als den Pfullingern lieb sein konnte spielte sich im Strafraum des VfL ab.