Ein Spiel als Spiegelbild der Saison, so kann man den vorerst letzten Heimauftritt der Pfullinger in der Verbandsliga betrachten. Gegen das Team des TSV Essingen, dass vor Anpfiff hätte selbst noch (in allerdings nur theoretische) Abstiegsnöte geraten können, stand am Ende eine 2:4-Niederlage zu Buche. Die 350 Zuschauer, die in den Sport- und Freizeitpark kamen, staunten nicht schlecht, dass sich das Team den Rasen des Ahlsbergsportplatzes als Spielstätte ausgewählt hatte.

Auf dem Nebenplatz sahen sie ein kurzweiliges Spiel mit einer Reihe an Chancen hüben wie drüben. Die Ostälbler erwiesen sich bei deren Verwertung als effektiver als die Heimmannschaft. Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und zwangen den VfL zur Schwerstarbeit in der Defensive. Doch auch die Schützlinge von Michael Konietzny wussten, wie man den Ball in die Spitze befördert. Nach einer guten Viertelstunde war es Patrick Weiland, der das Spielgerät aus aussichtsreicher Position über das Tor semmelte. Besser machte es Matthias Dünkel wenige Minuten später. Nach feinem Zuspiel von flitzte er auf und davon und ließ TSV-Schlussmann Philipp Pless keine Chance – 1:0 nach 25 Minuten. Dominik Früh hatte gar das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber ebenso am gegnerischen Schlussmann wie Matthias Dünkel im Nachschuss. Die Freude über die Führung währte nur kurz. Nach einem Freistoß konnte Markus Hirlinger den Ball nur nach vorne Abwehren und Simon Köpf staubte zum Ausgleich ab. Nun hatten wieder die Essinger Oberwasser. Zunächst traf Daniel Eisenbeiß, dann Maximilian Eiselt. Bitter für den VfL, dass beide Schüsse abgefälscht waren und Hirlinger keine Chance ließen.

Im zweiten Durchgang bliesen die Hausherren erneut zur Attacke. Mit einem sehenswerten Heber aus 25 Metern brachte Patrick Weiland seine Farben auf 2:3 heran (55.). Dominik Früh hatte dann sogar den Ausgleich auf dem Fuß. Doch anstelle den Abschluss zu suchen, spielte er den Ball quer. Chance vertan. In der Schlussphase waren wieder die Essinger am Drücker. Nach zwei Pfostenschüssen war es schließlich Stani Bergheim, der in der Nachspielzeit den Sack zumachte. Da auch die Tübinger in Rutesheim verloren, wäre der VfL auch bei einem Sieg abgestiegen. Da es sich bereits über längere Zeit abzeichnete, dass die Schützlinge um Kapitän Florian Gekeler die Liga wohl nicht halten können, hielt sich der Schmerz und die Enttäuschung in Grenzen. Nun soll beim Saisonfinale in Ehingen-Süd ein anständiges Ergebnis her.

 

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Da war nichts zu machen. Obwohl Markus Hirlinger noch am Ball war, fand der abgefälschte Freistoß den Weg ins Tor.