Der erste Heimsieg der Saison 2017/2018 ist unter Dach und Fach. Gegen den VfL Sindelfingen mussten die Konietzny-Schützlinge jedoch einige bange Minuten überstehen, ehe der erste Heimdreier seit dem 13. Mai 2017 Realität wurde. Die Hausherren begannen hochkonzentriert und ließen dem Gast kaum Möglichkeiten zur Entfaltung. Nach ersten Torannäherungen war es Dominik Früh, der nach einer Viertelstunde nach einer kurz ausgeführten Ecke und einem Schuss von Kevin Haußmann am schnellsten schaltete und den Ball zur Führung über die Linie bugsierte. Nach einem Foul an Matthias Dünkel schnappte sich Fatih Özge den Ball und zirkelte den Freistoß direkt in den Winkel. Sein umjubeltes erstes Tor in den Farben Pfullingens. Die Gastgeber hatten nun alle Trümpfe in der Hand, unerklärlicherweise kam der Gast jedoch durch zwei kluge Spielzüge, die die Nachlässigkeit in der Defensivarbeit schonungslos aufdeckten, zum Ausgleich. Lars Jäger sowie Endrit Syla waren die Torschützen. Abwehroutinier Tobias Hauser, zum Zeitpunkt der Gegentore bereits verletzt ausgewechselt, schüttelte nach dem Spiel mit dem Kopf. „Bei den beiden Treffern haben wir die Basics der Defensivarbeit außer Acht gelassen!“. Der Halbzeitpfiff rettete die Pfullinger vor weiterem Ungemach.

Mit deutlich mehr Mut und Siegeswillen kamen die Mannen um Kapitän Florian Gekeler aus der Kabine. Und es dauerte nicht lange, da sahen die rund 250 Zuschauer im Volksbank-Stadion eine Premiere. Der eingewechselte Lukas Früh, vor der Saison in den Aktivenbereich aufgestiegen bediente seinen Bruder Dominik mustergültig – 3:2 (51.). Nun hatten die Gastgeber wieder Oberwasser, versäumten es aber, den Sack zuzumachen. Krassestes Beispiel war ein Schuss von Haußmann, der den Ball aus wenigen Metern über das Gehäuse drosch (59.). Doch das fahrlässige Auslassen der Chancen rächte sich nicht. Im Gegenteil. In der Schlussminute stellte Yasin Yilmaz die Weichen endgültig auf Sieg. Zum zweiten Mal binnen einer Woche punkteten die Pfullinger gegen einen Tabellenzweiten. Das kann sich sehen lassen!

 

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Schuss ins Glück: per direkt verwandelten Freistoß traf Fatih Özge erstmals für den VfL.

Der VfL Pfullingen ließ gestern beim WFV-Pokalsieger aufhorchen. Er entführte völlig verdient mit einem 2:2 einen wichtigen und hochverdienten Punkt. Nach glänzender zweiter Halbzeit mussten die Gastgeber froh sein, nicht verloren zu haben - sie versäumten es, in der ersten Halbzeit den Sack zuzumachen, als Pfullingen nur schwer ins Spiel kam.

Dabei ging der Favorit früh in der sechsten Minute durch Weißenberger in Führung - die VfL-Taktik war über den Haufen geworfen. Die Gäste standen unter Druck. Dorfmerkingen hätte das 2:0 erzielen können, aber Hirlinger war auf dem Posten oder die Schüsse strichen über den Kasten. Der VfL kam nur zu zwei Halbchancen - das wars. Aber es stand, so VfL-Coach Konietzny, eben nur 1:0 zur Pause und das machte Hoffnung, wobei man auch Glück hatte.  Nach der Pause sahen die 350 Fans einen VfL, der das Heft in die Hand nahm. Die Echazstädter gingen mit einem Mini-Doppelschlag in Führung: in der 52. Minute war es Dominik Früh, der einlochte, endlich sein erstes Tor erzielte. Der Bann war gebrochen, für ihn gibt es neue Moral und Selbstvertrauen.

In der 58. Minute nutzte Matthias Dünkel eine Chance eiskalt aus: 1:2 aus Sicht der Sportfreunde. Dazu kam, dass Yasin Yilmaz in der 55. Minute einen Elfmeter für Pfullingen vergab, als Zech glänzend hielt.

Die Gäste schüttelten auch diesen Nackenschlag ab. Früh hatte das 1:3 auf dem Fuß, aber Zech konnte den Ball, der über ihn gehoben wurde, abfangen. Die Gäste mussten kurz vor Schluss die gelb-rote Karte für Leuze verkraften - auch ein Spieler der SF sah Rot - mussten noch den Ausgleich in der vierten Nachspielminute hinnehmen, als ein Ball in den Strafraum flog, der VfL brachte ihn nicht weg. Haller sowie Biber beförderten das Spielgerät gemeinsam über die Linie - ein halbes Eigentor: 2:2 und Schlusspfiff. So war die Enttäuschung groß, ein Dreier war so nahe, aber man fuhr nicht mit leeren Händen nach Hause. Man bewies seine Verbandsligatauglichkeit, hat nun vier Punkte und möchte am Samstag gegen den VfL Sindelfingen nachlegen.

Michael Konietzny bilanzierte: „Ich hätte vor dem Anpfiff ein 2:2 sofort unterschrieben, jetzt hatten wir Pech, aber es war ein verdientes Ergebnis. Wir haben uns nach der Pause gesteigert, vieles klug umgesetzt, das Spiel gegen den Ball verbessert. Der Punkt ist Gold wert, das 2:2 als Ergebnis gerecht. Vor der Pause war Dorfmerkingen besser, da hatten wir Glück, denn die Dietterle-Truppe spielte stark auf. Nachher dominierten wir. Ich sagte in der Pause, es steht nur 1:0, da ist alles drin. Die zweite Halbzeit war echt gut. Schade, wir hätten diese letzte Aktion noch klären können.”

Quelle: Reutlinger Nachrichten

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Dominik Früh glich mit seinem ersten Saisontor zum zwischenzeitlichen 1:1 aus.

Der VfL musste bereits die zweite Heimniederlage der noch jungen Saison hinnehmen. Gegen den FC Wangen hieß es nach 90 Minuten 1:2 (0:2). Dabei gehörte die erste halbe Stunde des Spiels eindeutig den Gastgebern. Sie spielten druckvoll nach vorn und schnürten den Gast in der eigenen Hälfte ein. Allein das Verwerten der herausgespielten Chancen blieb mehr als ausbaufähig. So ließen Lukas Linder und Kapitän Florian Gekeler sehr gute Einschussmöglichkeiten ungenutzt. Das rächte sich bitter. Mit einem Doppelschlag in der 36. Und 38. Minute gingen die bis dahin äußerst passiven Gäste mit 2:0 in Führung. Franz Rädler und Okan Housein trafen für den FC.

Im zweiten Durchgang ging das Anrennen der Schützlinge von Michael Konietzny weiter. Doch die Güte der Möglichkeiten ließ deutlich nach. Die Gäste verwalteten ihre Führung und so verrann die Spielzeit zusehends. Zu allem Überfluss musste Lukas Linder verletzt ausgewechselt werden. Erst in der Schlussphase erhöhte der VfL wieder das Tempo. Heiko Schall hätte es nochmals spannend machen können, wäre sein Abschluss in der 85. Minute erfolgreich gewesen. So war es Christopher Leuze vorbehalten, in der Nachspielzeit immerhin den Anschlusstreffer zu erzielen, der freilich nichts Zählbares mehr einbrachte.

Nun stehen zwei Auswärtsspiele im Terminkalender (TSG Tübingen und Spfr Dorfmerkingen), ehe gegen den VfL Sindelfingen das Team einen weiteren Anlauf zu einem Heimsieg nehmen kann.

 

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Der Ball will einfach nicht in das von Julian Hinkel gehütete Wangener Tor.

Die ersten Punkte sind unter Dach und Fach. Bei Aufsteiger TSG Öhringen gewinnen die Schützlinge von Michael Konietzny und Patrick Plewnia verdient mit 4:2 (1:0) Toren. Das Trainerduo musste aufgrund einer langen Liste an verletzten und verhinderten Spielern die Startformation umstellen. So kam Maximilian Füssenhäuser zu seinem Startelfdebut und spielte 90 Minuten durch. Auch Fran Radman durfte erstmals Verbandsligaluft schnuppern.

In den Anfangsminuten hatten die Gastgeber Feldvorteile, der VfL brauchte eine Weile, um sich zu sortieren. Dann ging es aber schnell. Matthias Dünkel wurde schon von Dominik Früh ins Szene gesetzt und schließt zum 0:1 ab (17.). Kurze Zeit später hatte Früh das 0:2 auf dem Fuß, sein Abschluss fiel jedoch zu schwach aus. Es folgte eine ausgeglichene Phase, die Gäste zeigten gegenüber dem Spiel gegen Islhofen vor Wochenfrist eine deutlich engagiertere Leistung und Einstellung.

Zwei Schlüsselszenen nach einer knappen Stunde sollten der Partie die entscheidende Richtung geben. Zunächst sah Fatih Özge nach neuerlichem Foul die gelb-rote Karte. Drei Minuten später bugsierte VfL-Schlussmann Markus Hirlinger, angegangen von einem Öhringer Spieler, den Ball ins eigene Netz (59.). Doch der Aufsteiger nahm sich quasi selber wieder aus dem Spiel. Schlussmann Ruben Götz musste nach einer Notbremse an Dominik Früh das Spielfeld per roter Karte verlassen, Yasin Yilmaz verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zur neuerlichen Führung (62). Vier Minuten später die Vorentscheidung. Früh bediente dieses Mal Lukas Linder und der Youngster sorgte mit seinem ersten Verbandsligator für die Vorentscheidung. Der eingewechselte Heiko Schall hämmerte den Ball sogar noch zum 4:1 in die Maschen (79.). Zwar verkürzte Hannes Wegner zum 2:4, doch in der Schlussphase ließ sich der VfL trotz wütender Angriffe der Hausherren die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Mit den drei Punkten im Gepäck konnte sich ein glücklicher VfL-Tross wieder auf den Heimweg machen.

 

ST3

Lukas Linder traf zum wichtigen 3:1, sein erstes Tor in der Verbandsliga

Es war schon vor dem Anpfiff klar, dass es sich beim Spiel des letztjährigen Tabellendritten gegen den Vierten der Vorsaison nicht um ein Duell gleichstarker Gegner handelt. Die Ilshofener haben personell deutlich an Qualität hinzubekommen, während Pfullingens Coach Michael Konietzny auf drei verletzte Neuzugänge zu beklagen hatte. Neben den Langzeitverletzten Marc Tiryaki-Zeeb und Markus Wagner musste auch noch Alwin Reuer seine Teilnahme absagen.

Dennoch konnten die Hausherren im ersten Heimspiel im Stadion am Schönberg seit fast drei Jahren nach der Islhofener Anfangsoffensive die Partie allmählich in den Griff bekommen und den Gästen die Luft aus den Segeln nehmen. Und beinahe hätten die 150 Zuschauer sogar Heiko Schalls Führungstreffer beklatschen können, das wäre jedoch zu viel des Guten gewesen (36.). Noch vor der Halbzeit dann der Rückschlag für die Hausherren. Nach einem schnellen Vorstoß konnte der erste Schuss auf das Tor von Markus Hirlinger, der wieder einmal überragend hielt, abgeblockt werden. Gegen den Nachschuss von Simon Wilske war aber auch er machtlos. Ärgerlich, so einen Treffer eine Minute vor dem Pausenpfiff zu kassieren.

Der zweite Durchgang offenbarte noch deutlicher den Unterschied der beiden Teams. Pfullingen hatte Glück und einen glänzend aufgelegten Torhüter, sonst wäre die Messe schon frühzeitig gelesen gewesen. In der 67. Minute war es Paul Weber, der einen astreinen Angriff wuchtig zum 0:2 und damit zur Vorentscheidung an diesem hochsommerlichen Nachmittag abschloss. Die Pfullinger hielten tapfer dagegen, auf der anderen Seite zeigte sich der TSV um Spielertrainer Ralf Kettemann mit dem 2:0 zufrieden. Somit konnten die Hohenloher die Auftaktniederlage gegen Oberligaabsteiger FSV Hollenbach kompensieren.

Die Niederlage gegen den Titelaspiranten ist sicherlich kein Beinbruch. Nun aber gilt es, sich auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren und damit zu beginnen, die ersten Punkte einzufahren.

 

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Nasenstüber für den VfL: Der TSV Ilshofen entführte verdient die Punkte aus dem Stadion am Schönberg.