Mit dem dritten Zu-Null-Erfolg in Serie behaupteten die Spieler um Kapitän Dominik Biber ihre Spitzenposition in der noch sehr jungen Spielzeit 2018/2019. Am Ende hieß es gegen den FC Gärtringen 2:0 (1:0).

Die Rückennummern Eins und Zwei des VfL Pfullingen waren in einem engen Spiel die Matchwinner für ihre Mannschaft. Tim Becker überzeugte nicht nur wegen eines gehaltenen Elfmeters, sondern bewies auch im übrigen Spiel, dass er ein gleichwertiger Ersatz für Markus Hirlinger zwischen den Pfosten ist. "Zweier" Dominik Früh sorgte mit den beiden Treffern quasi im Alleingang für den dritten Erfolg im dritten Punktspiel der Saison. Er baute seine Torbilanz auf mittlerweile sieben Buden aus.

Doch nicht nur diese beiden Protagonisten, sondern alle Spieler waren gegen einen saustarken und spielbestimmenden FC Gärtringen mehr gefordert als in den beiden vorausgegangenen Partien zusammen. Vor allem die Defensive musste gegen die Gärtringer Schwerstarbeit verrichten.

Doch zunächst ging es perfekt los für die Hausherren. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite kam Matthias Dünkel im Strafraum sträflich frei zum Abschluss. Seinen Schuss konnte FC-Schlussmann Fabian Seydt nur zur Seite abklatschen. Dominik Früh stand dort, wo ein guter Stürmer stehen muss, und staubte zur Führung ab (8.). Der Gast zeigte sich wenig beeindruckt und übernahm nun die Deutungshoheit in der Partie. Nach einem Foul von Yasin Yilmaz hatte der FC die große Chance zum Ausgleich. Doch VfL-Keeper Tim Becker ahnte die Ecke, die sich Schütze Christian Mijic ausgewählte hatte, und parierte den Strafstoß. Die Gärtringer blieben weiter am Drücker, brachten aber die Pfullinger Defensive nicht wirklich in Bedrängnis. „Die haben uns etwas den Zahn gezogen“, befand Ex-Spielleiter Markus Riehle zum Ende des ersten Durchgangs.

Auch im zweiten Durchgang sahen sich die Schützlinge von Michael Konietzny einer feldüberlegenen Gästeauswahl gegenüber. Tim Becker musste sein Können mehrmals aufblitzen lassen und der VfL hatte auch Glück, dass der FC im Abschluss deutliche Mängel vorwies.

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff nutzte erneut Früh einen der wenigen Vorstöße seines Teams zur Entscheidung. Gekonnt ließ er im Strafraum einen Gegenspieler ins Leere laufen und schob den Ball präzise zum 2:0 ins Eck. Das war die Entscheidung, zehn Minuten vor dem Ende hätte der eingewechselte Lukas Linder sogar das 3:0 erzielen müssen. In der Nachspielzeit sah ein frustrierter Daniel Buscaglia nach einer Beleidigung sogar noch die rote Karte.

Die Partie hat deutlich gezeigt, dass der VfL sicherlich nicht den Alleinunterhalter spielen wird. Um die Spitzenplätze konkurrieren mehrere gleichwertige Mannschaften und am Saisonende wird sich der Verein ganz oben präsentieren, der im Laufe von 30 Spieltagen die beste Performance an den Tag legt. Es bleibt spannend!

 

ST3

Lass Dich herzen! Fatmir Karasalihovic bejubelt zusammen mit Dominik Früh dessen sechsten Saisontreffer.

Erneut musste der VfL gegen einen Aufsteiger antreten, erneut konnten sich die Schützlinge von Trainer Michael Konietzny deutlich durchsetzen. Gegen die SG Ahldorf-Mühlen hieß es am Ende wieder 6:0 (3:0).

Die ersten beiden Pfullinger Tore waren das Resultat von Eckbällen. Zunächst stand Matthias Kunst goldrichtig (7.), dann nutzte Torjäger Dominik Früh die Gelegenheit (19.) und stellte die Weichen früh auf Sieg. Nach dem 2:0 ließ es der VfL ruhiger angehen. So kam die SG zwar besser ins Spiel, gab ihre defensive Spielweise jedoch nicht auf. Die Gäste kamen nur sehr selten aussichtsreich in Strafraumnähe. Kurz vor dem Halbzeitpfiff umkurvte Matthias Dunkel Gästeschlussmann Tim Avenarius und schob zum 3:0-Pausenstand ein.

Der zweite Durchgang bot dasselbe Bild. Pfullingen im Vorwärtsgang, während der Aufsteiger zumeist mit dem Verteidigen beschäftigt war. Nach einer Stunde gelang dem eingewechselten Lukas Linder mit einem Schuss ins kurze Eck das 4:0, die endgültige Entscheidung. Fünf Minuten später dezimierte sich Ahldorf-Mühlen durch eine Ampelkarte für Kai Sieb selber. In Überzahl hatte der VfL noch leichteres Spiel. Dominik Früh (67.) und Heiko Schall mit abgefälschtem Schuss (85.) schraubten das Ergebnis auf 6:0. „Das war ein verdienter und ungefährdeter Sieg“, meinte Trainer ´Michael Konietzny nach dem Spiel, schränkte allerdings ein: „Defensiv müssen wir mehr Struktur reinbringen, vor allem nach Ballverlust und bei Spielaufbau des Gegners.“

 

ST2

Heiko Schall gelang mit dem 6:0 der letzte Treffer des Spiels.

Der VfL ist überzeugend in die Landesligasaison 2018/2019 gestartet. Bei ihrem ersten Auftritt gewannen die Schützlinge von Cheftrainer Michael Konietzny bei Aufsteiger SSC Tübingen deutlich mit 6:0 (2:0) Toren.

Es gibt sicherlich schönere Aufgaben als den Ernstfall bei einem Aufsteiger starten zu müssen. Euphorie und Selbstbewusstsein sind nach dem großen Erfolg noch komplett vorhanden, ein entsprechend motivierter Gegner ist zu erwarten. Doch der VfL konzentrierte sich von Beginn an auf seine eigenen Stärken. Gegen einen sehr defensiv aufgestellten Spiel- und Sportclub lief der Verbandsligaabsteiger konsequent an und brachte die Hausherren schon früh in Bedrängnis. Allein die Genauigkeit beim Spiel in die Spitzen ließ zunächst zu wünschen übrig. Die Tübinger kamen nur selten zu Entlastungsangriffen. Als der Pfullinger Druck etwas nachzulassen schien, fiel das 0:1. Nach Balleroberung im Mittelfeld ging es ruckzuck. Heiko Schall passte in die Mitte, wo Dominik Früh richtig stand und per Direktabnahme vollstreckte. Nur zwei Minuten später war Früh der Vorlagengeber, am langen Pfosten stand Lukas Linder und musste den Ball nur noch über die Linie befördern – 0:2.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ging es Schlag auf Schlag. Matthias Dünkel staubte nach einem Schuss von Heiko Schall, den SSC-Schlussmann Rico Ehrhardt nur abklatschen konnte, zur Entscheidung ab (47.). Zwei Minuten später war erneut Früh nach wiederholt schöne Vorarbeit von Heiko Schall zur Stelle. Der VfL blieb gegen weiterhin sehr defensiv agierende Tübinger am Drücker. Nach einer Stunde stellte der kurz zuvor eingewechselte Fatmir Karasalihovic sein Offensivpotential unter Beweis und machte den fünften Treffer des Nachmittags. Den Vogel schoss aber Goalgetter Dominik Früh nach 75 Minuten ab. Wie einst in Backnang erkannte er, dass der Torwart weit vor seinem Kasten steht und zog noch in der eigenen Spielhälfte einfach ab. Der Ball segelte über den Schlussmann hinweg zum halben Dutzend ins Tor. Frühs Motivation? „Früher schießen, weniger laufen“, gab er mit einem Augenzwinkern zu Protokoll. Bei diesem 6:0 ließen es die Mannen um Kapitän Dominik Biber bewenden. Ein toller Saisonstart, der hier und da noch Potential zur Verbesserung offenbarte. Es gilt, im Training weiterhin konzentriert zu arbeiten.

 

ST1

Dominik Früh jubelt. Mit seinem 0:1-Führungstreffer stellte er die Weichen für den Pfullinger Sieg.