Es war die mit Abstand schlechteste Saisonleistung, die den VfL vom Sprung an die Tabellenspitze hinderte. Beim gut eingestellten und clever agierenden TSV Ofterdingen unterlag der Verbandsligaabsteiger völlig verdient mit 1:3 Toren.

Die Gastgeber ergriffen vom Anpfiff weg die Initiative und setzten ihren Plan, den vermeintlichen Favoriten nicht ins Spiel kommen zu lassen, perfekt um. Die Schützlinge des nach dem Spiel deutlich bedienten Chefcoaches Michael Konietzny hatten über weite Strecken der Partie überhaupt keinen Zugriff auf das Geschehen, waren viel zu weit vom Ballführenden weg und präsentierten sich nach vorn fahrig und nach hinten anfällig. Dem 1:0 durch Stefan Tilgner (16.) gingen Stellungsfehler voraus, auch beim 2:0, welches nach einem Einwurf fiel, bewies Pfullingens Hintermannschaft deutliche Schwächen. Tim Löffler bedankte sich nach einer halben Stunde mit einem Schuss ins lange Eck. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff kam so etwas wie Gefahr im Ofterdinger Strafraum auf, jedoch brachten weder Matthias Dünkel noch Dominik Früh, bislang in jeder Partie unter den Torschützen, den Ball zum Anschlusstreffer im Gehäuse unter. Die Halbzeitanalyse von Spielleiter Frank König fiel entsprechend deutlich aus: „So, wie wir uns hier präsentieren, haben wir auch keinen Erfolg verdient!“

Auch in Durchgang zwei wurde es nicht besser, im Gegenteil. Mit erschreckender Leichtigkeit konnte erneut Tilgner das 3:0 und somit die Vorentscheidung erzielen (51.). Der VfL hatte zwar gefühlt zwei Drittel der Spielzeit Ballbesitz, konnte mit dem Sportgerät jedoch nichts Kreatives anfangen. Der Anschlusstreffer entsprang einer Standardsituation. Christos Chatzimalsousis wurde regelwidrig gestoppt, den fälligen Strafstoß verwandelte Kevin Haußmann sicher zum 1:3 (73). Die vom zahlreich vertretenen Pfullinger Anhang erhoffte Schlussoffensive blieb jedoch aus, der TSV Ofterdingen schaukelte die Zwei-Tore-Führung sicher über die Zeit. Durch den Sieg zogen die Schützlinge des urlaubenden TSV-Trainer Bernd Bauer in der Tabelle am VfL vorbei. Auch dies entspricht dem gegenwärtigen Leistungsniveau.

 

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Kevin Haußmann traf vom Elfmeterpunkt, mehr sprang für den VfL am Tag der Deutschen Einheit nicht heraus.

Mit einem Kantersieg gegen die Spvgg Holzgerlingen läutete der VfL Pfullingen eine englische Woche ein, die ihn noch nach Ofterdingen (Mittwoch) und Rottweil (Samstag) führt. Gegen ein schwaches Holzgerlinger Team waren die Weichen schon nach wenigen Augenblicken auf Heimsieg gestellt. Einen sehenswerten Angriff schloss Lukas Linder in der zweiten Minute zur Führung ab, Torjäger Dominik Früh traf mit einem trockenen und platzierten Schuss ins lange Eck zum 2:0 (6.). Kurz zuvor scheiterte Patrick Lehmann noch am Pfosten.

Die Hausherren schalteten ob der frühen Führung und vermuteten Harmlosigkeit der Gäste zwei Gänge zurück und überließen den Holzgerlingern die Initiative. Diese wurden nun in der Tat etwas besser, blieben aber vor dem Tor zumeist harmlos. Vor dem Halbzeitpfiff dann wieder ein Lebenszeichen der Hausherren. Matthias Dünkel lief alleine auf Gästeschlussmann Christian Dabbert, umkurvte diesen und schob zur Vorentscheidung ein (43.).

Auch im zweiten Durchgang kannte das Spiel nur eine Richtung. Der eingewechselte Lukas Früh bediente nach einer knappen Stunde Linder, der wenig Mühe hatte, auf 4: zu erhöhen. Und wenn’s nicht läuft, dann richtig. Moritz Ewald drückte eine Hereingabe ins eigene Tor (60.). Nun waren weder die regulären VfL-Torschützen an der Reihe. Patrick Lehmann, der zuvor mit einem Versuch aus zehn Metern den Ball ebenso weit übers Gehäuse setzte, machte es deutlich besser und schloss sehenswert zum halben Dutzend ab. Den Schlusspunkt setzte der quirlige Lukas Früh, nachdem er zwei Treffer vorbereitete traf er zum 7:0 selbst (72.). Das war es gewesen, die Schlussviertelstunde verrann ohne weiteren Torpfiff des souveränen Schiedsrichters Markus Seidl. Trotz des deutlichen Sieges muss der VfL am Mittwoch eine Schippe drauflegen, will man beim TSV Ofterdingen bestehen!

 

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Lukas Linder bei seinem Treffer Nummer zwei. Die Abwehr der Holzgerlinger machte es ihm einfach.

Im Spitzenspiel der Landesliga der beiden bislang siegreichen Mannschaften hatte der Gast aus Böblingen das bessere Ende für sich. In einer sehr guten Partie siegte der SV Böblingen beim VfL mit 3:2 (1:1) Toren.

Pfullingen erwischte vor 300 Zuschauern den bessren Start. Schon nach drei Minuten hatte Dominik Früh die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Gästeschlussmann Dominik Traub. Ein Pass von Matthias Dünkel hatte nach einer Viertelstunde etwas zu wenig Power, so konnte der Torwart vor dem einschussbereiten Früh klären. Nun waren die Böblinger an der Reihe. VfL-Torwart Tim Becker konnte einen gut getretenen Freistoß von Daniel Knoll aus der Ecke fischen, aber gegen den eigenen Mitspieler war er machtlos. Bei einem Rettungsversuch köpfte Matthias Kunst den Ball ins eigene Netz. Der erste Gegentreffer der Saison ein Eigentor! „Wir haben gerade darum gebettelt“, schüttelte Spielleiter Frank König den Kopf. Doch seine Freude sollte schnell zurückkehren. Denn nur eine Minute später war Dominik Früh zur Stelle und beförderte einen klugen Pass von Christos Chatzimalousis zum Ausgleich ins Tor. Beim 1:1 blieb es in einer ausgeglichenen ersten Hälfte mit einem Chancenplus für den VfL.

Nach dem Seitenwechsel sahen die bestens unterhaltenen Zuschauer bei Nieselregen eine Böblinger Mannschaft, die auf den Führungstreffer drängte, ohne sich dabei nennenswerte Einschussmöglichkeiten zu erspielen. Die Schützlinge von Michael Konietzny setzten in dieser Phase auf eine ihrer Stärken, das schnelle Umschaltspiel. Und es sollte Erfolg haben. Nach einem schnellen Gegenstoß passte Lukas Linder in die Mitte auf Früh, der den Ball sensationell verarbeitete und zum 2:1 einschob. Doch wieder war der Jubel nur von kurzer Dauer. Auf der anderen Seite vernaschte Sascha Raich zwei Gegenspieler und schloss zum neuerlichen Ausgleich ab (60.). Konietzny bemängelte: „Diese Gegentore sind kein Zufall. Gegen den Ball zeigten wir ein völlig falsches taktisches Verhalten.“ Der eingewechselte Lukas Früh hatte nach 75 Minuten die erneute Führung auf dem Fuß, sein Abschluss wurde jedoch von einem Abwehrspieler geklärt. Ein abgefangener Ball im Mittelfeld wurde dann zum Pfullinger Verhängnis. Marc Hetzel ging auf und davon und zog von der Strafraumgrenze ab. Der Schuss wäre eigentlich kein Problem für den ansonsten guten Becker, doch die Kombination aus Flatterball und Nässe ließ ihm das Spielgerät durch die Handschuhe flutschen. 2:3 für den SV, zehn Minuten vor dem Ende. Nun warf der VfL alles nach vorn und beinahe wäre Fatmir Karasalihovic der Ausgleich gelungen. Aus ungünstigem Winkel schlenzte er den Ball allerdings ans Lattenkreuz (88.). So blieb es bei der ersten Saisonniederlage für den VfL Pfullingen, die sich der Gast aus Böblingen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung erarbeitet hat.

 

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Der quirlige Christos Chatzimalousis bereitete den Treffer zum 1:1-Ausgleich vor.

Vierter Sieg im vierten Spiel – der VfL Pfullingen bleibt in der Landesliga weiterhin in der Erfolgsspur. Beim VfB Bösingen setzten sich die Schützlinge von Trainer Michael Konietzny mühelos mit 2:0 (2:0) durch.

In der Geschichte beider Teams gab es schon einige denkwürdige Auseinandersetzungen auf dem Bösinger Sportgelände. Dementsprechend konzentriert ging der VfL in die Partie und übernahm sofort das Kommando. Nach einer ersten Torchance durch Matthias Dünkel war es Goalgetter Dominik Früh, der seine Farben in Führung brachte. Marco Rapp köpfte den Ball nach einer Abwehraktion zurück in den Strafraum. Dort wartete jedoch kein Mitspieler, sondern Früh, der den Ball ohne Probleme zum 0:1 über die Linie beförderte. Es war bereits sein siebter Saisontreffer. Weiterhin ging das Spiel fast nur in Richtung Bösinger Tor. Die Hausherren ließen es komplett am bekannten Kampfeswillen vermissen, sodass der Verbandsligaabsteiger das Geschehen auf dem Rasen komplett im Griff hatte. Schlitzohr Kevin Haußmann beförderte den Ball nach 40 Minuten an der schlecht gestellten Mauer und VfB-Schlussmann Sascha Vögele vorbei via Innenpfosten zum 0:2 über die Linie.

Auch im zweiten Durchgang beherrschte der VfL die Szenerie, schaltete allerdings angesichts der Harmlosigkeit der Gastgeber mehrere Gänge zurück. Pfullingen nur noch mit gelegentlichen aussichtsreichen Vorstößen, während die Bösinger nicht ein Mal gefährlich vor das Gehäuse von Tim Becker kamen, der in der Punkterunde somit weiter ohne Gegentreffer bleibt. Hätten die Spieler um Kapitän Tobias Hauser am Tempo der ersten Hälfte festgehalten, wäre ein deutlich höherer Sieg durchaus drin gewesen. Spielleiter Frank König war angesichts dieses Umstands nicht sehr angetan: „Das ist nicht unser Anspruch“, kritisierte er die Passivität seiner Schützlinge in Durchgang zwei. Trotz allem bleibt der VfL dank des Auswärtserfolgs auf dem ersten Platz und erwartet nun am Donnerstag zum Spitzentanz den zweitplatzierten SV Böblingen.

 

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Kevin Haußmann traf per direkt verwandelten Freistoß zum 0:2-Endstand.

Mit dem dritten Zu-Null-Erfolg in Serie behaupteten die Spieler um Kapitän Dominik Biber ihre Spitzenposition in der noch sehr jungen Spielzeit 2018/2019. Am Ende hieß es gegen den FC Gärtringen 2:0 (1:0).

Die Rückennummern Eins und Zwei des VfL Pfullingen waren in einem engen Spiel die Matchwinner für ihre Mannschaft. Tim Becker überzeugte nicht nur wegen eines gehaltenen Elfmeters, sondern bewies auch im übrigen Spiel, dass er ein gleichwertiger Ersatz für Markus Hirlinger zwischen den Pfosten ist. "Zweier" Dominik Früh sorgte mit den beiden Treffern quasi im Alleingang für den dritten Erfolg im dritten Punktspiel der Saison. Er baute seine Torbilanz auf mittlerweile sieben Buden aus.

Doch nicht nur diese beiden Protagonisten, sondern alle Spieler waren gegen einen saustarken und spielbestimmenden FC Gärtringen mehr gefordert als in den beiden vorausgegangenen Partien zusammen. Vor allem die Defensive musste gegen die Gärtringer Schwerstarbeit verrichten.

Doch zunächst ging es perfekt los für die Hausherren. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite kam Matthias Dünkel im Strafraum sträflich frei zum Abschluss. Seinen Schuss konnte FC-Schlussmann Fabian Seydt nur zur Seite abklatschen. Dominik Früh stand dort, wo ein guter Stürmer stehen muss, und staubte zur Führung ab (8.). Der Gast zeigte sich wenig beeindruckt und übernahm nun die Deutungshoheit in der Partie. Nach einem Foul von Yasin Yilmaz hatte der FC die große Chance zum Ausgleich. Doch VfL-Keeper Tim Becker ahnte die Ecke, die sich Schütze Christian Mijic ausgewählte hatte, und parierte den Strafstoß. Die Gärtringer blieben weiter am Drücker, brachten aber die Pfullinger Defensive nicht wirklich in Bedrängnis. „Die haben uns etwas den Zahn gezogen“, befand Ex-Spielleiter Markus Riehle zum Ende des ersten Durchgangs.

Auch im zweiten Durchgang sahen sich die Schützlinge von Michael Konietzny einer feldüberlegenen Gästeauswahl gegenüber. Tim Becker musste sein Können mehrmals aufblitzen lassen und der VfL hatte auch Glück, dass der FC im Abschluss deutliche Mängel vorwies.

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff nutzte erneut Früh einen der wenigen Vorstöße seines Teams zur Entscheidung. Gekonnt ließ er im Strafraum einen Gegenspieler ins Leere laufen und schob den Ball präzise zum 2:0 ins Eck. Das war die Entscheidung, zehn Minuten vor dem Ende hätte der eingewechselte Lukas Linder sogar das 3:0 erzielen müssen. In der Nachspielzeit sah ein frustrierter Daniel Buscaglia nach einer Beleidigung sogar noch die rote Karte.

Die Partie hat deutlich gezeigt, dass der VfL sicherlich nicht den Alleinunterhalter spielen wird. Um die Spitzenplätze konkurrieren mehrere gleichwertige Mannschaften und am Saisonende wird sich der Verein ganz oben präsentieren, der im Laufe von 30 Spieltagen die beste Performance an den Tag legt. Es bleibt spannend!

 

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Lass Dich herzen! Fatmir Karasalihovic bejubelt zusammen mit Dominik Früh dessen sechsten Saisontreffer.