Der VfL Pfullingen tritt auf der Stelle. Auch gegen den SKV Rutesheim reichte es vor heimischen Publikum nur zu einem 2:2-Unentschieden. Und das, obwohl die Hausherren bereits mit 2:0 in Führung lagen. Zu allem Überfluss sah der eingewechselte Patrick Lehmann nach einer Tätlichkeit die rote Karte.

Die Schützlinge von Michael Konietzny legten vor 200 Zuschauern gut los und brachten die Rutesheimer Hintermannschaft in Bedrängnis. Allerdings waren es die Gäste, die mit ihrer ersten Möglichkeit Pfullingens Schlussmann Markus Hirlinger zu einer Klasseparade zwangen. Kurze Zeit später stand der SKV-Torhüter im Mittelpunkt. Dieser foulte nach einem zu kurzen Rückpass den nachsetzenden Dominik Früh im Strafraum. Denn fälligen Elfmeter verwandelte Dominik Biber sicher (15.). Auch in der Folgezeit dominierte der VfL die Partie, wobei die Gäste durch lange Bälle in die Spitze stets gefährlich blieben.

Nach 69 Minuten schien die Messe gelesen. Heiko Schall wuchtete den Ball nach Zuspiel von Matthias Dünkel zum 2:0 in die Maschen. Unverständlicherweise ließ der VfL in seiner Konzentration nach, was der Aufsteiger aus Rutesheim eiskalt ausnutzte. Christopher Baake gelang der zunächst der Anschlusstreffer (73.). Kurze Zeit später erwies Lehmann seinen Mannschaftskameraden einen Bärendienst, als er sich nicht im Griff hatte und nach seinem Gegenspieler griff. Er musste nur neun Minuten nach seiner Einwechslung frühzeitig zum Duschen. In Überzahl gelang dem SKV der Ausgleich. Gianluca Crepaldi erzielte mit seinem 13. Saisontreffer den 2:2-Ausgleich (79). Dabei blieb es, auch wenn beide Seiten in den letzten zehn Minuten noch Chancen hatten.

 

ST10

Metecan Ünal und Kevin Haußmann mussten sich gegen Rutesheim mit einem Punkt begnügen.

In einem für beide Teams eminent wichtigen Kellerduell behielt der VfL nach einer soliden Leistung verdient die Oberhand. Durch den 3:1-Erfolg bei den Sportfreunden Schwäbisch Hall landeten die Schützlinge von Michael Konietzny den zweiten Auswärtserfolg der Saison.

Es waren erst wenige Minuten gespielt, da hätten die Gäste bereits 2:0 führen müssen. Patrick Lehmann, Fatih Özge und Dominik Früh gaben dem Spielgerät jedoch (noch) nicht die genaue Richtung mit auf den Weg, um Zählbares zu Stande zu bringen. Nach 18 Minuten war es dann aber passiert. Der VfL fing im Mittelfeld den Ball ab und Kapitän Florian Gekeler bediente seinen Goalgetter Dominik Früh. Dieser machte sich auf und davon und bugsierte im Nachsetzen den Ball zum 0:1 vorbei an Torhüter Yannic Aljoscha Weiss in die Maschen. Und die Gastgeber? Die kamen nach dem Rückstand etwas besser in die Partie, ohne jedoch für großartige Gefahr zu sorgen. Dies besorgte auf der anderen Seite Christopher Leuze, der mit einem beherzten Schuss kurz vor dem Pausenpfiff für eine Vorentscheidung sorgte.

Der Oktober präsentierte sich mit einem verspäteten Sommertag, was die Sportfreunde jedoch mehr zu hemmen als zu beflügeln schien. Denn auch in Durchgang zwei war kein rechtes Aufbäumen zu erkennen, die Gäste hatten wenig Mühe, die Zeit routiniert herunterzuspielen und Kräfte zu schonen. Die Offensivaktionen der Hausherren blieben Stückwerk. Endgültig entschieden war die Partie im schmucken Optima Sportpark nach 77 Minuten. Dieses Mal konnte sich Matthias Dünkel nach Vorarbeit von Lukas Früh in die Torschützenliste eintragen. Auch der vierte Treffer des Nachmittags entsprang einem Pfullinger Bein. Nach einem Freistoß lenkte Fatih Özge den Ball so unglücklich ab, dass ihn Schlussmann Markus Hirlinger aus dem Netz fischen musste. Das zweite Eigentor Özges, welches das erste Zu-Null-Spiel des VfL in dieser Saison zu Nichte machte. Sei’s drum, mehr als Ergebniskosmetik war das 1:3 ohnehin nicht, den Hallern fehlte in den verbleibenden Minuten die Kraft, aus diesem Pfullinger Missgeschick Kapital zu schlagen. „Das Gegentor ist zwar ärgerlich. Dennoch spreche ich ein Lob an meine Truppe aus“, meinte ein zufriedener Konietzny nach dem Spiel. „Heute zählten nur die Punkte. Entscheidend ist, dass wir nach der Runde über dem Strich stehen.“ Einen ersten Schritt auf diesem Weg haben seine Spieler in Schwäbisch Hall gemacht.

 

ST9

Christopher Leuze (Rechts im Bild) legte mit seinem zweiten Saisontor den Grundstein für den Auswärtserfolg. Kevin Haußmann (links) bereitete den Treffer vor.

Der VfL kommt nicht vom Fleck. Gegen den FC 07 Albstadt reichte es trotz zweimaliger Führung am Ende nur zu einem 2:2-Unentschieden, was allerdings den gezeigten Leistungen beider Teams entsprach. „Wir müssen für unsere Treffer einen enormen Aufwand betreiben, während wir dem Gegner leichtfertig die Tore schenken“, legte Trainer Michael Konietzny den Finger in die Wunde.

Die Hausherren begannen vor 220 Zuschauern, die dem nasskalten Wetter trotzten, aktiver als die zunächst abwartenden Gäste. Das Pfullinger Rezept „hoch und weit“ wollte allerdings nicht so recht funktionieren. Eine erste Riesenchance hatte Heiko Schall, der nach einer Haußmann-Flanke von links nicht richtig an den Ball kam und diesen über das Gehäuse setzte (24.). Er danach kamen die Albstädter besser ins Spiel, ohne bei VfL-Schlussmann Markus Hirlinger für gesteigerte Nervosität zu sorgen.

Wesentlich spektakulärer und spielerisch besser präsentierten sich beide Teams in Durchgang zwei. Nach feinem Zuspiel von Kapitän Florian Gekeler sorgte Dominik Früh in bester Torjägermanier mit seinem vierten Saisontor für die Führung der Konietzny-Schützlinge (49.). Leider hatte diese nicht lange bestand, denn die Hintermannschaft vertändelte nach eigenem Freistoß am Strafraum den Ball fahrlässig, was FC-Offensivmann Pietro Fiorenza eiskalt zum 1:1 ausnutzte. Pfullingen zeigte sich nicht wirklich geschockt und Heiko Schall jagte den Ball zur neuerlichen Führung in die Maschen (67.). Doch quasi im Gegenzug – die Tormusik lief noch – deckte erneut Fiorenza die Anfälligkeit der momentanen Pfullinger Abwehrarbeit schonungslos aus – 2:2. In der Schlussphase hatte der VfL Glück, nicht mit einer Niederlage leben zu müssen. Denn in der sechsten Minute der Nachspielzeit setzte Hakan Aktepe den Ball gegen die Latte. Dies wäre des Guten jedoch zu viel gewesen.

 

ST8

Heiko Schall markierte das 2:1, das allerdings nur wenige Minuten Bestand hatte.

„Das war ernüchternd“, beschrieb Pfullingens Abteilunsgleiter Sport enttäuscht die 90 Minuten, die er sich auf dem Echterdinger Goldäcker-Sportgelände angesehen hatte. Seine Mannschaft hatte sich eigentlich viel vorgenommen, um im Kellerduell beim überraschend schlecht gestarteten Calcio Leinfelden-Echterdingen Punkte mitzunehmen. Das dies kein Spaziergang werden wird, wusste Cheftrainer Michael Konietzny schon im Vorfeld. „Wir düssen diese Klassemannschaft nicht ins Spiel kommen lassen!“ Doch seine Warnung verhallte ungehört, denn genau dieses Szenario trat ein. Und als das Team von den Fildern mit Anlaufschwierigkeiten dann ins Rollen kam, gab es kein Halten mehr.

Denn zunächst machte der VfL die Sache gar nicht so schlecht. Früh wurde Calcio im Aufbau gestört und schnell umgeschaltet. Aus diesem Vorgehen resultierte die beste Pfullinger Chance. Nach 19 Minuten wurde Matthias Dünkel lang geschickt. Angesichts des etwas spitzen Winkels legte er den Ball jedoch quer anstelle es selbst zu versuchen. Vor dem einschussbereiten Kevin haußmann konnte ein Abwehrspieler klären. Eine Standardsituation brachte dann die Hausherren in Führung. Nach einer Ecke fühlte sich niemand für Gentian Lekaj zuständig – 1:0 (33.). Ein Foul von Dominik Biber kurz vor dem Halbzeitpfiff bescherte Calcio die Vorentscheidung. Der erstmals nach seiner sechswöchigen Sperre aufgelaufene Shkemb Miftari traf vom Elfmeterpunkt souverän.

Auf ein Aufbäumen des Pfullinger Teams wartete man im zweiten Durchgang vergebens. Im Gegenteil. Wieder war es ein ruhender Ball, dem das 3:0 vorausging. Erneut nach einem Eckstoß ließ sich Bastian Joas die Chance nicht nehmen und machte den Sack zu. Immerhin konnte sich auch der VfL in die Trefferliste eintragen. Matthias Dünkel wurde von Schlussmann Sezer Özerdem im Strafraum von den Beinen geholt und Biber traf zum 1:3 (70.). Doch nur fünf Minuten später zerstörte erneut Lekaj alle zarten Pfullinger Hoffnungen auf ein Wunder. Immerhin nicht nach einem Standard, sondern als Abschluss eines Konters, traf er zum 4:1-Endstand. „Calcio musste keinen großartigen Aufwand betreiben, um die Tore zu schießen“, stellte ein frustrierter Konietzny fest. Ein Umstand, den es schleunigst abzustellen gilt.

ST7

Matthias Dünkel hatte das Pfullinger 1:0 auf dem Fuß. Am Ende setzte es eine deutliche Niederlage.

Der erste Heimsieg der Saison 2017/2018 ist unter Dach und Fach. Gegen den VfL Sindelfingen mussten die Konietzny-Schützlinge jedoch einige bange Minuten überstehen, ehe der erste Heimdreier seit dem 13. Mai 2017 Realität wurde. Die Hausherren begannen hochkonzentriert und ließen dem Gast kaum Möglichkeiten zur Entfaltung. Nach ersten Torannäherungen war es Dominik Früh, der nach einer Viertelstunde nach einer kurz ausgeführten Ecke und einem Schuss von Kevin Haußmann am schnellsten schaltete und den Ball zur Führung über die Linie bugsierte. Nach einem Foul an Matthias Dünkel schnappte sich Fatih Özge den Ball und zirkelte den Freistoß direkt in den Winkel. Sein umjubeltes erstes Tor in den Farben Pfullingens. Die Gastgeber hatten nun alle Trümpfe in der Hand, unerklärlicherweise kam der Gast jedoch durch zwei kluge Spielzüge, die die Nachlässigkeit in der Defensivarbeit schonungslos aufdeckten, zum Ausgleich. Lars Jäger sowie Endrit Syla waren die Torschützen. Abwehroutinier Tobias Hauser, zum Zeitpunkt der Gegentore bereits verletzt ausgewechselt, schüttelte nach dem Spiel mit dem Kopf. „Bei den beiden Treffern haben wir die Basics der Defensivarbeit außer Acht gelassen!“. Der Halbzeitpfiff rettete die Pfullinger vor weiterem Ungemach.

Mit deutlich mehr Mut und Siegeswillen kamen die Mannen um Kapitän Florian Gekeler aus der Kabine. Und es dauerte nicht lange, da sahen die rund 250 Zuschauer im Volksbank-Stadion eine Premiere. Der eingewechselte Lukas Früh, vor der Saison in den Aktivenbereich aufgestiegen bediente seinen Bruder Dominik mustergültig – 3:2 (51.). Nun hatten die Gastgeber wieder Oberwasser, versäumten es aber, den Sack zuzumachen. Krassestes Beispiel war ein Schuss von Haußmann, der den Ball aus wenigen Metern über das Gehäuse drosch (59.). Doch das fahrlässige Auslassen der Chancen rächte sich nicht. Im Gegenteil. In der Schlussminute stellte Yasin Yilmaz die Weichen endgültig auf Sieg. Zum zweiten Mal binnen einer Woche punkteten die Pfullinger gegen einen Tabellenzweiten. Das kann sich sehen lassen!

 

ST6

Schuss ins Glück: per direkt verwandelten Freistoß traf Fatih Özge erstmals für den VfL.