Der VfL kehrte mit einer 0:2-Niederlage beim Spitzenreiter FSV Hollenbach heim. Trotz der misslichen Konsequenz, keine Punkte in der Fremde ergattert zu haben, konnte Cheftrainer Michael Konietzny dem Spiel auch Gutes abgewinnen: „Taktisch hat das Team praktisch bis zum Schlussgut umgesetzt“.

Der VfL wollte sich beim Topfavoriten nicht verstecken und hielt gut dagegen. Auch der frühe Rückstand durch einen von Fatih Özge verursachten Foulelfmeter (8.), Serkan Uygun verwandelte sicher, brachte die Mannschaft um Kapitän Florian Gekeler nicht aus dem Konzept. Der Ball lief gut durch die Pfullinger Reihen und der FSV-Offensivabteilung blieb wenig Raum zur Entfaltung. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Dominik Früh die beste Pfullinger Chance an einem windigen und nasskalten Nachmittag auf dem Fuß. Gekonnt setzte er sich am Strafraum durch, schlenzte den Ball dann allerdings fast schon sträflich am kurzen Pfosten vorbei. Dies wäre das zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:1 gewesen. „Wir spielen richtig gut, aber der Killerinstinkt fehlt“, trauerte nicht nur Spielleiter Frank König der verpassten Gelegenheit nach.

Auch im zweiten Durchgang war es größtenteils ein Duell auf Augenhöhe, auch wenn sich nun die Chancen des Oberligaabsteigers mehrten. VfL-Schlussmann Markus Hirlinger erwies sich einmal mehr als sicherer Rückhalt, musste jedoch in der 68. Minute einen Freistoß von Daniel Breitinger passieren lassen. Seine Mannschaftskollegen machten ihm keinen Vorwurf, zu flatterig kam der stramme Schuss daher, da gab es nicht viel zu halten. Nun war die Partie entschieden, die tapferen Gäste bemühten sich weiterhin um ein Tor, was aber nicht fallen wollte. Zwei Standards besiegeln die fünfte Pfullinger Saisonniederlage. „Hinten kassieren wir blöde Tore, vorne machen wir die Dinger nicht“, fasste Konietzny die Quintessenz der VfL-Misere in dieser Spielzeit fest. Die Feststellung von Hollenbachs Trainer Marcus Wenninger, der VfL habe eine „spielerisch gute Truppe“, konnte da als Trost nur wenig verfangen.

Im Jahr 2017 haben die Pfullinger noch vier Heimspiele. Vor allem in diesen gilt es, die dringend notwendigen Punkte zu sammeln.

 

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Trotz großen Kampfes unterlag der VfL beim Spitzenreiter mit 0:2.

Der VfL Pfullingen tritt auf der Stelle. Auch gegen den SKV Rutesheim reichte es vor heimischen Publikum nur zu einem 2:2-Unentschieden. Und das, obwohl die Hausherren bereits mit 2:0 in Führung lagen. Zu allem Überfluss sah der eingewechselte Patrick Lehmann nach einer Tätlichkeit die rote Karte.

Die Schützlinge von Michael Konietzny legten vor 200 Zuschauern gut los und brachten die Rutesheimer Hintermannschaft in Bedrängnis. Allerdings waren es die Gäste, die mit ihrer ersten Möglichkeit Pfullingens Schlussmann Markus Hirlinger zu einer Klasseparade zwangen. Kurze Zeit später stand der SKV-Torhüter im Mittelpunkt. Dieser foulte nach einem zu kurzen Rückpass den nachsetzenden Dominik Früh im Strafraum. Denn fälligen Elfmeter verwandelte Dominik Biber sicher (15.). Auch in der Folgezeit dominierte der VfL die Partie, wobei die Gäste durch lange Bälle in die Spitze stets gefährlich blieben.

Nach 69 Minuten schien die Messe gelesen. Heiko Schall wuchtete den Ball nach Zuspiel von Matthias Dünkel zum 2:0 in die Maschen. Unverständlicherweise ließ der VfL in seiner Konzentration nach, was der Aufsteiger aus Rutesheim eiskalt ausnutzte. Christopher Baake gelang der zunächst der Anschlusstreffer (73.). Kurze Zeit später erwies Lehmann seinen Mannschaftskameraden einen Bärendienst, als er sich nicht im Griff hatte und nach seinem Gegenspieler griff. Er musste nur neun Minuten nach seiner Einwechslung frühzeitig zum Duschen. In Überzahl gelang dem SKV der Ausgleich. Gianluca Crepaldi erzielte mit seinem 13. Saisontreffer den 2:2-Ausgleich (79). Dabei blieb es, auch wenn beide Seiten in den letzten zehn Minuten noch Chancen hatten.

 

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Metecan Ünal und Kevin Haußmann mussten sich gegen Rutesheim mit einem Punkt begnügen.

In einem für beide Teams eminent wichtigen Kellerduell behielt der VfL nach einer soliden Leistung verdient die Oberhand. Durch den 3:1-Erfolg bei den Sportfreunden Schwäbisch Hall landeten die Schützlinge von Michael Konietzny den zweiten Auswärtserfolg der Saison.

Es waren erst wenige Minuten gespielt, da hätten die Gäste bereits 2:0 führen müssen. Patrick Lehmann, Fatih Özge und Dominik Früh gaben dem Spielgerät jedoch (noch) nicht die genaue Richtung mit auf den Weg, um Zählbares zu Stande zu bringen. Nach 18 Minuten war es dann aber passiert. Der VfL fing im Mittelfeld den Ball ab und Kapitän Florian Gekeler bediente seinen Goalgetter Dominik Früh. Dieser machte sich auf und davon und bugsierte im Nachsetzen den Ball zum 0:1 vorbei an Torhüter Yannic Aljoscha Weiss in die Maschen. Und die Gastgeber? Die kamen nach dem Rückstand etwas besser in die Partie, ohne jedoch für großartige Gefahr zu sorgen. Dies besorgte auf der anderen Seite Christopher Leuze, der mit einem beherzten Schuss kurz vor dem Pausenpfiff für eine Vorentscheidung sorgte.

Der Oktober präsentierte sich mit einem verspäteten Sommertag, was die Sportfreunde jedoch mehr zu hemmen als zu beflügeln schien. Denn auch in Durchgang zwei war kein rechtes Aufbäumen zu erkennen, die Gäste hatten wenig Mühe, die Zeit routiniert herunterzuspielen und Kräfte zu schonen. Die Offensivaktionen der Hausherren blieben Stückwerk. Endgültig entschieden war die Partie im schmucken Optima Sportpark nach 77 Minuten. Dieses Mal konnte sich Matthias Dünkel nach Vorarbeit von Lukas Früh in die Torschützenliste eintragen. Auch der vierte Treffer des Nachmittags entsprang einem Pfullinger Bein. Nach einem Freistoß lenkte Fatih Özge den Ball so unglücklich ab, dass ihn Schlussmann Markus Hirlinger aus dem Netz fischen musste. Das zweite Eigentor Özges, welches das erste Zu-Null-Spiel des VfL in dieser Saison zu Nichte machte. Sei’s drum, mehr als Ergebniskosmetik war das 1:3 ohnehin nicht, den Hallern fehlte in den verbleibenden Minuten die Kraft, aus diesem Pfullinger Missgeschick Kapital zu schlagen. „Das Gegentor ist zwar ärgerlich. Dennoch spreche ich ein Lob an meine Truppe aus“, meinte ein zufriedener Konietzny nach dem Spiel. „Heute zählten nur die Punkte. Entscheidend ist, dass wir nach der Runde über dem Strich stehen.“ Einen ersten Schritt auf diesem Weg haben seine Spieler in Schwäbisch Hall gemacht.

 

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Christopher Leuze (Rechts im Bild) legte mit seinem zweiten Saisontor den Grundstein für den Auswärtserfolg. Kevin Haußmann (links) bereitete den Treffer vor.

Der VfL kommt nicht vom Fleck. Gegen den FC 07 Albstadt reichte es trotz zweimaliger Führung am Ende nur zu einem 2:2-Unentschieden, was allerdings den gezeigten Leistungen beider Teams entsprach. „Wir müssen für unsere Treffer einen enormen Aufwand betreiben, während wir dem Gegner leichtfertig die Tore schenken“, legte Trainer Michael Konietzny den Finger in die Wunde.

Die Hausherren begannen vor 220 Zuschauern, die dem nasskalten Wetter trotzten, aktiver als die zunächst abwartenden Gäste. Das Pfullinger Rezept „hoch und weit“ wollte allerdings nicht so recht funktionieren. Eine erste Riesenchance hatte Heiko Schall, der nach einer Haußmann-Flanke von links nicht richtig an den Ball kam und diesen über das Gehäuse setzte (24.). Er danach kamen die Albstädter besser ins Spiel, ohne bei VfL-Schlussmann Markus Hirlinger für gesteigerte Nervosität zu sorgen.

Wesentlich spektakulärer und spielerisch besser präsentierten sich beide Teams in Durchgang zwei. Nach feinem Zuspiel von Kapitän Florian Gekeler sorgte Dominik Früh in bester Torjägermanier mit seinem vierten Saisontor für die Führung der Konietzny-Schützlinge (49.). Leider hatte diese nicht lange bestand, denn die Hintermannschaft vertändelte nach eigenem Freistoß am Strafraum den Ball fahrlässig, was FC-Offensivmann Pietro Fiorenza eiskalt zum 1:1 ausnutzte. Pfullingen zeigte sich nicht wirklich geschockt und Heiko Schall jagte den Ball zur neuerlichen Führung in die Maschen (67.). Doch quasi im Gegenzug – die Tormusik lief noch – deckte erneut Fiorenza die Anfälligkeit der momentanen Pfullinger Abwehrarbeit schonungslos aus – 2:2. In der Schlussphase hatte der VfL Glück, nicht mit einer Niederlage leben zu müssen. Denn in der sechsten Minute der Nachspielzeit setzte Hakan Aktepe den Ball gegen die Latte. Dies wäre des Guten jedoch zu viel gewesen.

 

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Heiko Schall markierte das 2:1, das allerdings nur wenige Minuten Bestand hatte.

„Das war ernüchternd“, beschrieb Pfullingens Abteilunsgleiter Sport enttäuscht die 90 Minuten, die er sich auf dem Echterdinger Goldäcker-Sportgelände angesehen hatte. Seine Mannschaft hatte sich eigentlich viel vorgenommen, um im Kellerduell beim überraschend schlecht gestarteten Calcio Leinfelden-Echterdingen Punkte mitzunehmen. Das dies kein Spaziergang werden wird, wusste Cheftrainer Michael Konietzny schon im Vorfeld. „Wir düssen diese Klassemannschaft nicht ins Spiel kommen lassen!“ Doch seine Warnung verhallte ungehört, denn genau dieses Szenario trat ein. Und als das Team von den Fildern mit Anlaufschwierigkeiten dann ins Rollen kam, gab es kein Halten mehr.

Denn zunächst machte der VfL die Sache gar nicht so schlecht. Früh wurde Calcio im Aufbau gestört und schnell umgeschaltet. Aus diesem Vorgehen resultierte die beste Pfullinger Chance. Nach 19 Minuten wurde Matthias Dünkel lang geschickt. Angesichts des etwas spitzen Winkels legte er den Ball jedoch quer anstelle es selbst zu versuchen. Vor dem einschussbereiten Kevin haußmann konnte ein Abwehrspieler klären. Eine Standardsituation brachte dann die Hausherren in Führung. Nach einer Ecke fühlte sich niemand für Gentian Lekaj zuständig – 1:0 (33.). Ein Foul von Dominik Biber kurz vor dem Halbzeitpfiff bescherte Calcio die Vorentscheidung. Der erstmals nach seiner sechswöchigen Sperre aufgelaufene Shkemb Miftari traf vom Elfmeterpunkt souverän.

Auf ein Aufbäumen des Pfullinger Teams wartete man im zweiten Durchgang vergebens. Im Gegenteil. Wieder war es ein ruhender Ball, dem das 3:0 vorausging. Erneut nach einem Eckstoß ließ sich Bastian Joas die Chance nicht nehmen und machte den Sack zu. Immerhin konnte sich auch der VfL in die Trefferliste eintragen. Matthias Dünkel wurde von Schlussmann Sezer Özerdem im Strafraum von den Beinen geholt und Biber traf zum 1:3 (70.). Doch nur fünf Minuten später zerstörte erneut Lekaj alle zarten Pfullinger Hoffnungen auf ein Wunder. Immerhin nicht nach einem Standard, sondern als Abschluss eines Konters, traf er zum 4:1-Endstand. „Calcio musste keinen großartigen Aufwand betreiben, um die Tore zu schießen“, stellte ein frustrierter Konietzny fest. Ein Umstand, den es schleunigst abzustellen gilt.

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Matthias Dünkel hatte das Pfullinger 1:0 auf dem Fuß. Am Ende setzte es eine deutliche Niederlage.