Mit einem Punkt kehrt der VfL Pfullingen von der Auswärtspartie beim VfL Sindelfingen ein. Dabei wissen die Spieler um Trainer Michael Konietzny nicht so recht, ob sie sich über das Unentschieden in der Fremde freuen sollen. Denn im ersten Durchgang verpasste der Aufsteiger eine deutliche Pausenführung.

Im „Spitzenspiel“ Zweiter gegen Dritter mussten die Pfullinger die Initiative ergreifen, denn die Hausherren präsentierten sich überraschend passiv und überließen dem Gegner das Engagement. Ein entsprechendes Übergewicht in Punkto Ballbesitz hatten die Kicker vom Jahnhaus. Eine erste Doppelchance hatten Lukas Linder und Matthias Dünkel. Ersterer scheiterte am Torhüter, Zweiterer schoss den Nachschuss an die Latte (5.). Nach einer Viertelstunde wurde Dünkel im Strafraum von Noah Sautter gefoult, den fälligen Strafstoß verwandelte Kevin Haußmann sicher zum 0:1. Nun war der VfL Pfullingen am Drücker, verpasste aber den Ausbau der Führung. Nach 35 Minuten legte Dominik Früh nach einem tollen Spielzug den Ball quer zum besser postierten Heiko Schall, doch dessen Schuss konnte Schlussmann Michael Walz entschärfen. Quasi aus dem Nichts der Ausgleich. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs zirkelte Samuel Mayer den Ball spektakulär in den Winkel.

Dieser Nackenschlag verfehlte nicht seine Wirkung. Die Sindelfinger präsentierten sich nun deutlich aktiver. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff köpfte der in Pfullinger wohnende Frederik Mohr den Ball nach einer Ecke zur Sindelfinger Führung ein. Co-Trainer Rasmus Joost: „Der Doppelschlag kurz vor und nach der Pause hat das Spiel auf den Kopf gestellt, wir waren etwas geschockt und Sindelfingen wurde stärker.“ In der Tat brauchten seine Schützlinge eine Weile, um sich zu erholen, nahmen dann allerdings wieder mehr und mehr an die Spielgestaltung teil. Mit Erfolg: Erneut kam Sautter im Duell gegen Dünkel einen Schritt zu spät, wieder zeigte der souveräne Schiedsrichter Danny Kapell vor gut 200 Zuschauern, darunter viele Gästeanhänger, auf den Punkt. Erneut ließ Haußmann VfL-Schlussmann Walz keine Chance (70.). In der Schlussphase spielten beide Teams auf Sieg, doch ein Treffer wollte hüben wie drüben nicht mehr fallen. „Wir haben uns für zahlreiche tolle Angriffe in der ersten Halbzeit leider nur mit einem Tor belohnt. Am Ende ein mehr als verdienter Punktgewinn auswärts“, fasst Joost das Geschehene zusammen.

 

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Das 1:0: Kevin Haußmann (ganz links) lässt mit seinem platzierten Elfmeter Schlussmann Michael Walz keine Chance.

Drittes Heimspiel, dritter Sieg - auch gegen den bis dahin ungeschlagenen Geheimfavoriten SSV Ehingen-Süd behält der VfL vor heimischem Publikum seine weiße Weste. Vor der imponierenden Kulisse von annähernd 500 Zuschauern trafen die Schützlinge von Michael Konietzny und Rasmus Joost auf den bislang spielstärksten Gegner der jungen Saison.

Die Kirchbierlinger demonstrierten vom Anpfiff weg, dass sie in dieser Saison oben mitmischen wollen. Dementsprechend sah sich der VfL einer Mannschaft entgegen, die mit viel Spielwitz und Kombinationssicherheit das Spiel an sich reißen wollte. Doch die Defensive stand sicher und überstand die ersten Angriffsbemühungen der Gäste. Nach 12 Minuten die erste Pfullinger Offensivaktion. Eine kurz ausgeführte Ecke inklusive Doppelpass zwischen Christos Chatzimalousis und Patrick Lehmann führte zu einer Flanke an den langen Pfosten, wo Yasin Yilmaz den Ball zur Führung über die Linie köpfte. Die Ehinger blieben in Punkto Ballbesitz zwar obenauf, machten aus dieser spielerischen Überlegenheit allerdings überraschend wenig. Und hätte das Schiedsrichter-Gespann nicht ein Tor von Dominik Früh sehr umstritten wegen einer angeblichen Abseitsstellung zurückgepfiffen, wäre die Führung sogar etwas deutlicher gewesen.

Im zweiten Durchgang war dann der VfL deutlich besser im Spiel, verpasste allerdings den Ausbau der Führung. So hatte unter anderem Kevin Haußmann nach feinem Zuspiel mutterseelenallein die Entscheidung auf dem Fuß, schob den Ball allerdings am Tor vorbei (69.). Besser machte es dann Matthias Dünkel, der drei Spiele wegen einer roten Karte zusehen musste, nach 75. Minuten. Er fing einen sträflich fahrlässigen Ehinger Querpass ab, ging auf und davon und lochte zum umjubelten 2:0 ein. Doch die Freude auf die scheinbare Vorentscheidung währte nur kurz. Nach einer Eckball-Kombination war Kevin Ruiz zur Stelle und markierte den Anschlusstreffer (78.). Mit viel Engagement und Leidenschaft stemmte sich der VfL nun gegen einen anrennenden SSV und brachte den knappen Heimsieg über die Zeit.

„Die Jungs haben 95 Minuten gegen einen starken Gegner gefightet“, lobte Co-Trainer Rasmus Joost seine Mannschaft. Der Ehinger Kommandogeber Michael Bochtler hingegen war bedient: „Das war unsere mit Abstand schlechteste Leistung in dieser Spielzeit.“ Den Pfullinger Spielern um Kapitän Patrick Lehmann konnte es egal sein. Das Einstandsfest der neuen fand unter dem Eindruck von 12 erspielten Punkten statt.

 

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Matthias Kunst und seine Teamkameraden lieferten erneut eine leidenschaftliche Leistung ab.

Viel Lehrgeld musste der VfL bei seinem Auftritt in Hollenbach bezahlen. Die Hausherren erwiesen sich als Meister der Effektivität, während die Pfullinger es dieses Mal an der bislang gezeigten Abschlussstärke mangeln ließen.

Das Spiel begann mit einer Gästechance. Nach wenigen Minuten flankte Dominik Früh den Ball scharf in die Mitte, doch Lukas Linder kam etwas zu spät und brachte den Ball nicht richtig unter Kontrolle. Große Aufregung nach fünf Minuten: FSV-Schlussmann wehrte einen Schuss von Dominik Früh außerhalb des Strafraumes mit der Hand ab und sah dafür die rote Karte. Die Pfullinger waren gut im Spiel, doch die Hausherren schöpften aus ihrer Unterzahl die Kraft, um mehr als nur dagegen zu halten. Die erste Chance führte prompt zur Führung. Nach einem Freistoß stand Lorenz Linder völlig frei und köpft den Ball unbedrängt ins Tor. Unglücksrabe Sven Packert, der für das Foul vor dem 1:0 die gelbe Karte sah, stand auch sieben Minuten später im Mittelpunkt. Nach einem Laufduell brachte er Lorenz Minder im Strafraum zu Fall. Die Folge: Elfmeter und gelb-rot für den 18-Jährigen. Die Chance auf das 2:0 ließ sich Michael Kleinschrodt nicht nehmen. Und es kam noch schlimmer für den VfL. Erneut war es Kleinschrodt, der mit einem schönen Flugkopfball auf den 3:0-Halbzeitstand erhöhte (35.).

Die Halbzeitpause nutzen die Trainer Michael Konietzny und Rasmus Joost, um ihre Jungs neu einzustellen. Zudem brachte das Trainerduo mit Stefan Matus und Matthias Kunst zwei frische Kräfte. Prompt lief es wieder besser beim VfL, auch, weil die Hollenbacher auf den Verwaltungsmodus schalteten. Dominik Früh traf mit einem Kopfball den Pfosten, Patrick Lehmann und Lukas Linder bissen sich am FSV-Ersatzschlussmann Len Brutzer, der die vom Platz gestellte Nummer eins mehr als würdig vertrat, die Zähne aus. In der Schlussminute traf Torben Götz nach Konter zum 4:0-Endstand. „Wir sind nicht mit der Überzahl zurechtgekommen“, sah Konietzny den Grund für den Leistungsabfall nach der starken Anfangsphase. Nun haben er und sein Team bis Freitag Zeit, das Geschehene aufzuarbeiten. Dann gibt der SSV Ehingen-Süd seine Visitenkarte am Jahnhaus ab.

 

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Heiko Schall und seine Jungs konnten die erste Saisonniederlage nicht verhindern.

Mit dem dritten 3:1-Erfolg im dritten Spiel behält der VfL Pfullingen seine weiße Weste und erbeutet die Maximalpunktzahl von neun Zählern. Gut 400 Zuschauer sahen den verdienten Sieg über die favorisierten Gäste von Calcio Leinfelden-Echterdingen.

Eine Bilderbuchkombination, die ihren Anfang bei VfL-Schlussmann Tim Becker nahm und nach einer präzisen Flanke von Dominik Früh durch Lukas Linder technisch versiert zum 1:0 veredelt wurde, bedeutete bereits in der 4. Minute die Führung. Dieses frühe Tor brachte den Hausherren vor der imposanten Zuschauerkulisse die notwendige Sicherheit, sich nun der stärker werdenden Gäste zu erwehren. Zwar hatte Calcio nun deutlich mehr Ballbesitz und ließ das Spielgerät in den eigenen Reihen zirkulieren, doch auf gelungene Abschlüsse wartete man vergebens. Dies lag an einer konzentrierten Abwehrarbeit der Konietzny-Schützlinge, die dem Team von den Fildern an der Strafraumgrenze ein „Betreten-Verboten“-Schild präsentierten. Dazu schafften es die Hausherren immer wieder, Akzente nach vorn zu setzen. So zum Beispiel nach einer halben Stunde Spielzeit. Markus Wagner legte den Ball auf Kapitän Dominik Früh, der in dieser Situation seine ganze Torjägererfahrung auspackte und den Ball über Torwart Henning Bortel hinweg zum 2:0 in die Maschen lupfte. Doch damit nicht genug: Kevin Haußmann, den die Leinfelden-Echterdinger heftig umwarben und sehr gerne in ihren eigenen Reihen gesehen hätten, nahm nach einer zu kurzen Abwehr den Ball volley. Abgefälscht segelte er zum 3:0-Halbzeitstand über die Linie (42.). Gästecoach Francesco Guerra war ob der Darbietung seiner Mannen bedient und wechselte noch vor dem Halbzeitpfiff Spieler Nummer zwei und drei aus.

„Jetzt zwanzig Minuten unbeschadet überstehen“, lautete die Devise des Pfullinger Anhangs für die zweite Halbzeit. Wie allgemein erwartet drückte der spielstarke Gegner nun den VfL in die eigene Hälfte. Doch die Pfullinger Abwehr, in der sich die beiden Youngster Sven Packert und Nico Seiz Bestnoten verdienten, wollte einfach nicht fallen. Bis zur 69. Minute: Tim Becker parierte zunächst einen Schuss, beim zweiten Versuch von Zvonimir Zivic hatte er allerdings das Nachsehen – nur noch 3:1. Eine Wende in diesem rasanten und spielerisch hochwertigen Spiel sollte dies aber nicht darstellen. Im Gegenteil! Der VfL hatte in der verbleibenden Spielzeit die besseren Chancen. So strich ein Kopfball von Packert knapp über das Gehäuse und Linder scheiterte mit einem Schussversuch am Pfosten. Nach 93 intensiven Minuten pfiff Schiedsrichter David Kaiser, der in seinem ersten Verbandsligaspiel eine souveräne Leistung bot, die Partie unter verdientem Pfullinger Jubel ab.

 

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Dominik Früh setzt zu einem sehenswerten Heber an, der das 2:0 bedeutet. Timo Bäuerle kommt zu spät.

Der Start in die Saison ist dem VfL geglückt. Auch im zweiten Aufsteigerduell in Folge konnten die Pfullinger die drei begehrten Punkte einfahren. Beim SV Fellbach siegten die Schützlinge von Trainer Michael Konietzny und Rasmus Joost mit 3:1 (1:1). Dabei ging der Tag nicht gut los für die Verbandsligakicker vom Jahnhaus. Aufgrund des regen Verkehrs um Stuttgart herum begann die Partie mit fünfzehnminütiger Verspätung.

Diese Verzögerung steckten die Hausherren besser weg. Nach einem Eckball stieg Niklas Weiss am höchsten und köpfte zur Fellbacher Führung ein (16.). Der VfL wirkte fortan etwas unsicher, berappelte sich aber schnell wieder. Mit Erfolg: nach einer kurz ausgeführten Ecke von Nico Seiz flankte Fatmir Karasalihovic den Ball zu Dominik Früh. Der Goalgetter fackelte nicht lange und beförderte das Spielgerät ins lange Eck zum zwischenzeitlich verdienten Ausgleich (37.). Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.

Nach einer Stunde wurden die Pfullinger Bemühungen erneut belohnt. Zunächst wurde der Schuss von Früh nach einem Konter über Lukas Linder zwar abgeblockt, doch Heiko Schall war zur Stelle und drückte den Ball zum 1:2 über die Linie. Nur fünf Minuten später war der Ausgangspunkt wieder eine Kombination von Linder und Früh. Letzterer legte dieses Mal bewusst auf Schall ab, der zur Vorentscheidung vollendete. „Trotz zweier guter Chancen zu Beginn hatte wir anfangs Probleme gegen den aggressiven Gegner“, erzählt Co-Trainer Rasmus Joost. „Dank Dome Frühs super Schuss zum Ausgleich und leidenschaftlichem Verteidigen sind wir aber mit einem Unentschieden in die Pause gegangen. Zur sehr starken zweiten Halbzeit kann man den Jungs nur gratulieren. Die spielerische und konditioneller Klasse ebnete uns den Weg zum verdienten Sieg.“ Bereits am Mittwoch geht es weiter. Dann tritt Calcio Leinfelden-Echterdingen zum Flutlichtspiel am Jahnhaus an (19.00 Uhr).

 

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Heiko Schall trug mit einem Doppelpack entscheidend zum Sieg bei. Bildquelle: FuPa Alb