Veranstaltungen Punktspiel VL Vorschau ST22

 

SSV Ehingen-Süd – VfL Pfullingen
Samstag, 14. März, 15.00 Uhr, Sportzentrum Ehingen-Kirchbierlingen

 

Den Großen der Liga ein Schnäppchen zu schlagen, welcher Verein träumt nicht davon? Umso mehr, wenn es die Tabellenlage fast schon erfolgreich macht, nicht unbedingt eingeplante Punkte zu holen? Dieses Kunststück vollbrachten Pfullingens Verbandsligakicker am vergangenen Samstag gegen den Tabellenzweiten FSV Hollenbach, der mit 6:3 (1:2) nach Hause geschickt wurde. Vor allem im zweiten Durchgang demonstrierten die Jungs des VfL, was in ihnen steckt und ließen sich nach dem 2:2 auch nicht durch einen neuerlichen Rückstand entmutigen. Lukas Linder zeigte einmal mehr ein Gespür für die ganz wichtigen Begegnungen. Im entscheidenden letzten Saisonspiel der vergangenen Spielzeit in Zimmern markierte er beim 3:0 alle Tore und sicherte dem VfL die Meisterschaft. Nun war er mit seinem Dreierpack nach Dominik Frühs Ausgleich zum 3:3 wieder maßgeblich am so wichtigen Sieg beteiligt. Nebenbei zog er mit sieben Treffern in der internen Torschützenliste mit Früh gleich.

„Alles schön und gut, den verdienten Sieg mussten die Jungs natürlich genießen und feiern“, tritt Trainer Michael Konietzny etwas auf die Euphoriebremse. „Aber jetzt abhaken und nach vorne schauen.“ Er weiß ganz genau um die aktuelle Situation. „Die Lage ist nicht so, wie sie sich vielleicht darstellt nach der Schlappe des SSV am vergangenen Spieltag. Wir sind sicherlich nicht der Favorit.“ Es handle sich vielmehr um eine gefährliche Gemengelage, mahnt der sportliche Kommandogeber. „Ehingen wird entsprechend motiviert sein.“ Ob Andreas Maier nach seiner Auswechslung wegen muskulärer Probleme wieder komplett genesen ist, zeigt sich erst am Spieltag.

Eine bitterböse Schlappe musste der SSV Ehingen-Süd hinnehmen. Mit 1:9 kamen die Kirchbierlinger beim 1. FC Normannia Gmünd unter die Räder. Die deutlichste Niederlage der bisherige Verbandsligasaison in umso bemerkenswerter, als sich hier der Tabellenvierte und -dritte im direkten Duell gegenüberstanden. Dabei hatte der SSV in der Anfangsphase zwei Mal die Möglichkeit, selbst in Führung zu gehen. Doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Trainer Michael Bochtler war sauer auf sein Team: „Das darf nicht passieren. Wir dürfen nicht neun Gegentore bekommen und müssen uns professioneller verhalten. Es gibt hier auch keine Ausreden wegen unserer Verletzten. Die elf Spieler, die auf dem Platz gestanden sind, müssen sich überlegen, was das war".

In der Tat kämpfen die Ehinger mit einer unglaublichen Verletztenmisere. In der Vorbereitung fehlten nahezu ein Dutzend Spieler, viele von ihnen werden auch noch länger ausfallen. Darunter beide Verbandsligatorhüter, die wegen eines Kreuzbandrisses lange nicht mehr zum Einsatz kommen werden. Die Vereinsführung hat deshalb das Saisonziel deutlich nach unten geschraubt. „Unser vorrangiges Ziel ist es, 40 Punkte zu erreichen“, sagt Helmut Schleker, Vorsitzender Fußball beim SSV. Seit Wiederaufnahme der Pflichtspiele im Februar gab es vor dem Gmünder Debakel zwei Unentschieden. Nach wie vor stehen die Donaustädter auf einem hervorragenden dritten Tabellenplatz. Sechs Siege, drei Unentschieden und keine einzige Niederlage unterstreichen die Heimstärke des Teams aus der Großen Kreisstadt Ehingen.

Schiedsrichtergespann: Mit der Leitung der Partie wurde Frau Silke Fritz (TSG Abtsgmünd) beauftragt. An den Linien assistieren ihr Henry Frick sowie Luca Seeh.

Das Hinspiel (30.08.2019): VfL – SSV Ehingen-Süd 2:1 (1:0) – Tore: 1:0 Yilmaz, 2:0 Dünkel, 2:1 Ruiz – Vor 500 Zuschauern boten beide Teams ein rassiges Flutlichtspiel. Der VfL verpasste es, nach ausgeglichenem ersten Durchgang in Halbzeit zwei die Partie frühzeitig zu entscheiden. So blieb es bis zu Schlusspfiff spannend.