Veranstaltungen Punktspiel VL Vorschau ST14

 

TSV Essingen - VfL Pfullingen

Samstag, 18. November, 14.30 Uhr, Schönbrunnenstadion Essingen

 

Trist und grau wie das Wetter am vergangenen Samstag präsentiert sich die aktuelle Situation der Pfullinger Verbandsligakicker. Es scheint sich zu bewahrheiten, das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist ein verflixtes. Typisch für die derzeitige Lage war die Niederlage gegen den 1. FC Normannia Gmünd. Defensive Nachlässigkeiten in den Augenblicken vor dem frühen Gegentreffer führten in der fünften Minute zum alles entscheidenden 0:1. Weitere Einschussmöglichkeiten des Gegners, unter anderem zwei Aluminiumtreffer, unterstrichen die Unsicherheiten im Team um Kapitän Florian Gekeler. Doch es war nicht alles schlecht an diesem tristen Novembersamstag. Phasenweise gelang es den gebeutelten Schützlingen von Michael Konietzny sogar, so etwas wie ein Powerplay aufzuziehen, doch der beseelende Treffer wollte einfach nicht fallen.

Dabei ist Youngster Lukas Früh auf einem ermutigenden Weg, es fehlt allerdings noch etwas die verbandsliganotwendige Gewieftheit vor dem Tor und die Fortune, die seit Wochen abhandengekommen ist. Weitere Lichtblicke waren der erste Punktspieleinsatz des lange verletzten Neuzugangs Alwin Reuer (wenngleich dieser nur zwei Minuten dauerte) und der 45-minütige Auftritt von Lukas Linder, den seit dem dritten Spieltag ein lädiertes Außenband außer Gefecht setzte.

Dieses Mehr an Personal kann der VfL in Essingen gut gebrauchen, denn mit Stürmer Dominik Früh (Beruf), Christopher Leuze (muskuläre Probleme) und Metecan Ünal (angeschlagen und privat verhindert) fahren drei Stammkräfte nicht mit zum letzten Auswärtsspiel des Jahres. Zudem konnten Kevin Haußmann und Florian Gekeler in dieser Woche krankheitsbedingt noch nicht trainieren. Immerhin ist die Sperre von Patrick Lehmann seit Sonntag abgelaufen. Defensiv gut stehen und die Drecksarbeit machen, das sind die Vorgaben des Cheftrainers für die schwere Aufgabe beim TSV Essingen. Denn trotz allem gibt sich Konietzny selbstbewusst: „Wir fahren dorthin, um zu punkten!“

Alles andere als optimal verlief die Runde bislang für den TSV Essingen. Die Ostälbler haben den Anspruch, zumindest in Reichweite der besten Teams in Württembergs Eliteklasse zu agieren. Dies allerdings ist kurz vor Abschluss der Vorrunde mit Platz acht so gar nicht der Fall. Ein Sieg aus den vergangenen fünf Partien ist die magere, VfL-ähnliche Bilanz. Zuletzt gab es beim heimstarken Spitzenreiter in Hollenbach eine deutliche 0:4-Schlappe, in der auch noch Patrick Faber die rote Karte sah.

Vor allem die Defensive macht dem TSV zu schaffen. Mit 30 Gegentoren (der VfL hat 25) liegt das Team weit hinten im ligainternen Vergleich. Dem Kader von Trainer Dennis Hillebrand, der seit Rundenbeginn das Zepter schwingt, fehlten aus verschiedenen Gründen immer wieder die Innenverteidiger. Mit nachhaltigem (Miss-)Erfolg, wie man sieht.

Abteilungsleiter Siad Esber richtet angesichts der Lage eindringliche Worte an sein Team: „In der Krise zeigt sich, wie stark die Mannschaft ist. Besonders sind unsere Leitwölfe gefragt.“ Für die Partie gegen den VfL hat der Essinger Fußballchef klare Vorstellungen: „Am kommenden Samstag ist ein Dreier ein Muss, das erwarte ich auch von der Mannschaft.“

Schiedsrichtergespann: Mit der Leitung der Partie wurde Herr Manuel Hellwig (Böblingen) beauftragt. An den Linien assistieren ihm Maximilian Jäger sowie Christian Runge.

Das letzte Spiel gegeneinander (08.04.2017): VfL - TSV Essingen 1:1 (1:1) – Tore: 0:1 Schiele, 1:1 Ruth (ET) – Ein Eigentor des Essingers Tim Ruth egalisierte die frühe Führung der Gäste. Unter dem Strich ein eher glückliches Unentschieden für den VfL, der zwar Chancen zum Führungstreffer hatte, aber dem TSV die spielerische Überlegenheit zugestehen musste.