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Trotz des 1:3 im Pokalachtelfinale gegen den FSV 08 Bissingen überwiegt bei Trainer Michael Konietzny die Zuversicht für die lange Verbandsligasaison. Die im Vergleich zum geglückten Saisonauftakt auf fünf Positionen veränderte Startelf machte ihre Sache gegen den Oberligisten gut. „Den positiven Eindruck wollen wir mitnehmen. Ungeachtet der Niederlage war es eine deutliche Steigerung zum Wangen-Spiel. Die Breite im Kader ist da. Keiner ist abgefallen.“ Diese Erkenntnis beruhigt Konietzny, auch wenn die Wahrheit natürlich weiterhin auf dem Platz liegt.

Und auf diesem könnte es heute spektakulär zugehen, wie es in den vergangenen Jahren in diesem Derby der Fall war. 21 Tore in den vergangenen fünf Partien versprechen diesbezüglich einiges. „Gegen Tübingen ist es immer ein Spiel für sich. Egal, zu welchem Zeitpunkt der Saison oder wie der Tabellenstand der beiden Mannschaften ist,“ spricht Konietzny seine Erfahrungen der vergangenen Jahre an. Weiterhin verzichten muss er auf den erkrankten Lukas Linder und wohl auch auf den verletzten Marc Tiryaki-Zeeb. Wieder mit von der Partie sind Dominik Früh und der zuletzt gesperrte Nyamekye Awortwie-Grant. Heiko Schall wird langsam wieder an den Kader herangeführt

Mit einem beachtlichen siebten Rang beendete die TSG Tübingen die schlussendlich abgebrochene Saison 2019/2020. Gestärkt mit diesem Selbstvertrauen geht es in eine weitere Verbandsligaspielzeit. „Die Vorbereitung war in Anbetracht der langen Corona-Pause in Ordnung. Schade ist, dass sich Christoph Hollnberger (Schienbeinbruch) und Yannick Zenner (Kahnbeinbruch) schwer verletzt haben“, blickt Abteilungsleiter Alexander Wütz auf die vergangenen Wochen zurück. „Beim Spiel gegen den VfB Stuttgart (U19) wurde uns zum richtigen Zeitpunkt aufgezeigt, woran wir noch arbeiten müssen. Die bisherigen Pflichtspiele waren allerdings ansprechend.“ Darunter fällt auch der 3:2-Heimerfolg in der Auftaktpartie gegen Aufsteiger FC Holzhausen.

Wütz weiter: „Wir freuen uns, dass wir endlich zum ersten richtigen Derby gegen den VfL Pfullingen in diesem Jahr antreten dürfen. An der Spielekonsole ist es zwar eine schöne Abwechslung (dabei gewann Lukas Linder im FIFA-Playstation-Fernduell mit 3:0 gegen Jan Bursik), aber nicht zu vergleichen mit der Atmosphäre im Pfullinger Sport- und Freizeitpark.“

Schiedsrichtergespann: Mit der Leitung der Partie wurde Herr Max Angenendt (FV Asch-Sonderbuch) beauftragt. An den Linien assistieren ihm Jasper Minne sowie Marc Bollinger. Herzlich willkommen und Gut Pfiff!

Das letzte Spiel gegeneinander (21.09.2019): TSG Tübingen – VfL 5:3 (4:2) – Tore: 1:0 Dörre, 2:0 Lack, 3:0 Hollnberger, 3:1 Schall, 4:1 Lack, 4:2 D. Früh, 5:2 Braun, 5:3 D. Früh – Ein Torespektakel, welches sowohl die Tübinger Talfahrt als auch den Pfullinger Höhenflug endgültig stoppte.

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Nach Monaten zwangsverordneter Pause geht es für den VfL nun Schlag auf Schlag. Zum Abschluss der ersten englischen Woche reist der Pfullinger Tross zum Auftakt einer sehr langen Verbandsligasaison zum FC Wangen. Die Fahrt ins Allgäu stellt dabei hinter der Tour nach Hollenbach die zweitlängste Anreise dar.

Ob die Schützlinge von Michael Konietzny und Rasmus Joost nach den beiden geglückten Pokalauftritten (4:2 gegen Rutesheim sowie 4:1 bei der Pokalüberraschung SG Reutlingen) auch das dritte Pflichtspiel binnen weniger Tage erfolgreich gestalten können? Co-Trainer Rasmus Joost ist zuversichtlich: „Wir sehen uns nach der Vorbereitung auf einem guten Weg, auch wenn für uns Wangen schwierig einzuschätzen ist. Der Pokal war Bonus, unser Fokus liegt auf der wichtigeren Aufgabe im Allgäu.“ Außerdem verrät der Gymnasiallehrer noch: „Wir fahren hochmotiviert dort hin und wollen natürlich etwas Zählbares mitnehmen.“

Der junge Abwehrmann Sven Packert, am Mittwoch beruflich verhindert, ist wieder mit von der Partie. Fehlen werden hingegen der urlaubende Nico Seiz und Bálint Szalánszki, der arbeiten muss.

Ebenso wie der VfL hat auch der FC Wangen vom Abbruch der Saison 2019/2020 und der Entscheidung, keine Absteiger festzulegen, profitiert. Mit 15 Punkten zierten die Allgäuer das Tabellenende. Doch dieser Umstand ist längst vergessen und der Blick wird auf eine bessere Zukunft gerichtet. Mit dem neuen Trainer Uwe Wegmann, jedem Fußballinteressierten sicherlich kein Unbekannter, wird die Mission Klassenverbleib angegangen.

Die Testspiele verliefen zufriedenstellend, ein kleiner Dämpfer war jedoch das Erstrundenaus im wfv-Pokal beim Landesligisten TSV Trillfingen (0:2). „Das Pokalspiel war sehr ärgerlich, das Spiel durften wir nicht verlieren“, monierte Wegmann. Zum Auftakt müssen die Wangener auf ihren Abwehrchef Daniel Wellmann verzichten, der sich im letzten Testspiel eine Verletzung zuzog. Das passt dem FC natürlich nicht ins Konzept, der ohnehin mit einem kleinen Kader die Mammutsaison angehen muss. Dessen ungeachtet will Wegmann zu seinem Verbandsligadebüt den ersten Sieg einfahren. Zwar kennt er den VfL nicht persönlich, aber: „Ich habe mir einige Informationen über den VfL Pfullingen eingeholt.“

Schiedsrichtergespann: Mit der Leitung der Partie wurde Herr Philipp Schlegel (SV Unterstadion) beauftragt. An den Linien assistieren ihm David Rommel sowie Marc Falk.

Das letzte Spiel gegeneinander (28.09.2019): VfL – FC Wangen 1:1 (0:0) – Tore: 0:1 Wetzel, 1:1 Dodaj – Beide Teams hatten in den beiden Punktspielen zuvor jeweils verloren und hofften auf eine Trendwende. Dies war es dann auch – teilweise. Trainer Michael Konietzny bezeichnete das Remis als „Punktgewinn“. Der frisch eingewechselte Valon Dodaj machte sieben Minuten vor dem Ende den Rückstand wett. Mit etwas Glück hätte der VfL sogar gewinnen können. Lukas Linder traf in der Schlussphase die Latte.