Es war ein spannendes, schnelles und turbulentes Spiel, das bis zum Abpfiff nach 93 Minuten durch den souveränen Schiedsrichter Maximilien Jäger aus Böblingen spannend blieb. Am Ende setzte sich der VfL Pfullingen II gegen die Sportfreunde Dusslingen dank einer fulminanten Startphase knapp mit 3:2 (3:1) durch und zieht in die zweite Runde der Aufstiegsrelegation ein.

Bereits nach 12 Minuten hatten sich die Pfullinger einen 2:0-Vorsprung herausgespielt. Zunächst traf Immanuel Baur per Abstauber nach einem Schuss von Manuel Elting, dann fand ein abgefälschter Abschluss von Tobias Steiner irgendwie den Weg über Spfr-Schlussmann Nils Carstensen ins Netz. Doch auf dieser vermeintlich beruhigenden Führung konnten sich die Schützlinge von Matthias Jedele, der auch in der kommenden Spielzeit die sportlichen Kommandos am Jahnhaus geben wird, nicht ausruhen. Denn schon wurde es brenzlich im Pfullinger Strafraum und nur mit vereinten Kräften konnte der Anschlusstreffer verhindert werden (14.). Nach 20 Minuten stand erneut Carstensen im Mittelpunkt, der einen Kopfball von Elting gerade noch zur Ecke abwehren konnte.

Dann aber der Anschlusstreffer. Die VfL-Hintermannschaft bekam einen Ball nicht geklärt, was Christoph Schelling eiskalt zum 1:2 ausnutzte. Die Dusslinger bekamen die Partie nun besser in den Griff, der Ausgleich lag in der Luft. Pech hatte auf der anderen Seite Patrick Weiland, der nach einem schnell vorgetragenen Konter nur den Innenpfosten traf (37.). Kurz vor der Halbzeit dann aber doch das erlösende 3:1. Lukas Früh, nach einer halben Stunde für Dennis Pfitzer ins Spiel genommen, hob den Ball über den Torhüter zur Zwei-Tore-Führung ins Netz.

Im zweiten Durchgang verwaltete der VfL die Führung und machte dennoch auch vor dem Tor auf sich aufmerksam. Trotzdem fehlte die Offensivpräsenz des ersten Durchgangs. Gefährlich wurde es vor dem eigenen Gehäuse, als Jürgen Wagner den Ball nach einer Stunde Spielzeit an den eigenen Pfosten drosch. Eine Viertelstunde vor dem Ende machte es erneut Christoph Schelling spannend, als er den Ball gekonnt zum 2:3-Anschlusstreffer in die Maschen köpfte. Nun warf der Vizemeister aus der Tübinger A-Liga alles nach vorn und drängte die Pfullinger in die Defensive. Doch die Pfullinger Abwehrreihe hielt stand, die Sportfreunde liefen vergeblich an.

In der zweiten Runde trifft der VfL am Samstag auf den FC Sonnenbühl. Gespielt wird ab 15.30 Uhr auf dem Sportplatz in Upfingen.

 

Rele1

Hoch her ging es auf dem Betzinger Rasenplatz.

Im letzten regulären Saisonspiel musste der VfL II beim TSV Glems antreten. Das Duell Zweiter gegen Dritter hatte rein statistische Bedeutung, denn seit dem vergangenen Spieltag stand fest, dass den Schützlingen von Trainer Matthias Jedele der Vizemeistertitel nicht mehr zu nehmen ist.

Pfullingen ging mit einigen Akteuren in die Partie, die in der abgelaufenen Saison nicht immer die wohl gewünschte Berücksichtigung fanden. Das tat aber dem Spielfluss über weite Strecken keinen Abbruch. Zum Mann des Tages avancierte Kevin Schmidt, der drei der vier Pfullinger Tore beisteuerte. Bereits nach fünf Minuten knipste er zum ersten Mal und kurz vor dem Halbzeitpfiff ließ er den zweiten Treffer folgen. Die Gastgeber, die in dem flotten Spiel stets dagegenhielten und ihrerseits zu einigen Chancen kamen, nutzten erstmals kurz nach dem Seitenwechsel eine davon und verkürzten auf 1:2. Per sehenswertem Kopfballtreffer, Christian Brücker schlug die passgenaue Flanke, stellte wiederum Schmidt den alten Abstand wieder her. Jochen Egner machte es mit dem 2:3 aus Glemser Sicht erneut spannend, aber Robin Kittelberger, nach langer Verletzungspause wieder an Bord, schloss einen Konter zum 2:4-Endstand ab.

 

STA30

Sorgte fast im Alleingang für den Pfullinger Sieg – Kevin Schmidt schraubte sein Torekonto dank dreier Buden auf 12 Saisontreffer.

Der VfL Pfullingen II hat die frühzeitige Qualifikation für die Relegationsteilnahme verpasst, konnte sich durch das 2:2-Unentschieden im Spitzenspiel gegen den TSV Sondelfingen dennoch eine gute Ausgangsposition im Rennen um Platz zwei verschaffen.

Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und führten bereits nach elf Minuten durch Tore von Dennis Pfitzer und Immanuel Baur mit 2:0. Manuel Elting, mit 21 Treffern bester Pfullinger Torschütze, hatte sogar das 3:0 auf dem Fuß, sein Abschluss war jedoch zu schwach. Die Sondelfinger steckten jedoch nie auf, wohl wissend, dass nur ein Sieg die Chancen, Pfullingen auf der Zielgeraden zu überholen, entscheidend verbessern würden. So sahen sich die Hausherren zunehmend in die Defensive gedrängt und Entlastungsangriffe wurden seltener.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel fiel der fällige Anschlusstreffer durch Marcel Hummel im Anschluss an eine Ecke. Mitte des zweiten Durchgangs konnten sich die Schützlinge von Matthias Jedele vom Druck etwas befreien und kamen wieder häufiger vor das TSV-Tor. Patrick Weiland hatte das 3:1 auf dem Fuß, was ihm aber nicht gelang. In den Schlussminuten konnte Dennis Zipperle nach einem Abwehrfehler den gerechten 2:2-Ausgleich erzielen. Ein Remis, das dem VfL unter dem Strich mehr nutzt als dem TSV.

 

STA28

Ein umkämpftes Spiel sahen die Zuschauer im Stadion am Schönberg

Es war sicherlich kein schöner Auftritt der zweiten Garnitur beim SSV Rübgarten. Dafür umso erfolgreicher, denn durch den 2:0-Sieg sicherten sich die Schützlinge von Matthias Jedele den zweiten Platz und vertreten somit die Reutlinger A-Liga in den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga.

Ausschlaggebend für den Pfullinger Erfolg, da sind sich die Beobachter einig, war die Ampelkarte für Rübgartens Tom Schwaibold, der sich in den Augen des Schiedsrichters zu massiv nach einem an ihm begangenen Foul beschwerte. Im bis dato gezeigten Spiel elf gegen elf konnte keine der beiden Mannschaften zu überzeigen wissen. Auch in Überzahl machte der favorisierte VfL zu wenig fürs Spiel nach vorne, wie Jedele lautstark monierte. Kurz vor dem Pausenpfiff dann doch noch die Pfullinger Führung. SSV-Schlussmann Dominik Imhof holte Lukas Früh von den Beinen, den fälligen Strafstoß verwandelte Julian Welsch sicher (44.).

Im zweiten Durchgang verwalteten die Mannen um Kapitän Benjamin Hübner den Spielstand zusehends. Zwar wurden auch Chancen erspielt, aber vergessen, das zweite Tor nachzulegen. Das hätte sich beinahe gerächt, denn im Mute der Verzweiflung waren die Hausherren alles nach vorne. Der VfL konnte von Glück sagen, dass er einen Tim Becker zwischen den Pfosten hatte. In der Nachspielzeit dann die Entscheidung. Gegen eine aufgerückte SSV-Abwehr gelang Manuel Elting mit seinem 22. Saisontreffer der 2:0-Endstand.

Im ersten Relegationsspiel trifft der VfL II am Mittwoch, 13.06. in Betzingen auf den Vizemeister der Tübinger A-Liga. Die beiden möglichen Kandidaten TSV Dettingen/Rottenburg und Spfr Dußlingen haben jeweils 58 Punkte auf dem Konto und treffen am letzten Spieltag aufeinander.

 

STA29

Volle Konzentration auf den Ball. Für beide Teams ging es um viel. Mit dem besseren Ende für Pfullingen.

 

 

 

Gegen den im gesicherten Mittelfeld angesiedelten TSV Riederich hatte der VfL II die Chance, seinen am vergangenen Wochenende errungenen zweiten Platz weiter zu sichern. Nach Anlaufschwierigkeiten gelang dieses Unterfangen durch eine Leistungssteigerung im zweiten Durchgang.

In Halbzeit eins zeigte der Aufsteiger aus Riederich eindrucksvoll, warum er nie mit dem Abstiegskampf konfrontiert wurde. Ein schnörkelloses und zielgerichtetes Angriffsspiel brachte das Team von Trainer Matthias Jedele immer wieder in Schwierigkeiten. Der TSV-Offensive fehlte es allerdings an der nötigen Genauigkeit und hatte in VfL-Schlussmann Tim Becker einen aufmerksamen Kontrahenten. Auf der anderen Seite versemmelte Manuel Elting zwei Großchancen.

Nach dem Seitenwechsel machten es die Hausherren besser. Mehr Zug zum Tor, wobei die Offensivbemühungen der Gäste besser unter Kontrolle waren. Patrick Weiland brachte den VfL in Führung, Kevin Schmidt und Manuel Elting schossen den Endstand gegen dezimierte Gäste – Stefan Dengler sah nach einer Notbremse rot – heraus. „In der zweiten Halbzeit hatten wir den Gegner dann weitestgehend im Griff“, blickte ein zufriedener Spielleiter Jan Herrmann zurück. „Allerdings waren wir in mehreren Situationen in der Offensive zu überhastet.“

 

STA27

Torschützen unter sich: Kevin Schmidt gratuliert Manuel Elting zu seinem 21. Saisontor.