Einen verschossenen Elfmeter und einen Lattenschuss musste der VfL am vergangenen Sonntag verdauen, um nach 0:2-Rückstand bei der SG Reutlingen doch noch ein 2:2-Unentschieden zu ergattern. Man sollte es nicht glauben, auch gegen die klar favorisierten Ermstäler erlitt Pfullingens zweite Garnitur das gleiche Schicksal. Julian Welsch scheiterte nach einem Foul an Immanuel Baur vom Punkt, Patrick Weiland drosch den Ball an die Unterkante der Latte. Dieses Mal blieb das Happy End aus, es reichte nach einem 0:2-Rückstand nur noch zum Anschlusstreffer durch Pfullingens Goalgetter.

Hannes Haag, in Orschel-Hagen Doppeltorschütze, musste im Freitagabendspiel gegen den TSV Dettingen/Erms wegen einer Schulterverletzung früh gegen Co-Spielertrainer Patrick Weiland ausgewechselt werden. Der VfL II bestimmte über weite Phasen die Partie, schnürte den TSV regelrecht am eigenen Strafraum ein, konnte allein aus dem deutlichen Übergewicht kein Tor machen. Die kaltschnäuzigen Dettinger hatten es da viel besser, Marco Blazevic nickte nach 21 Minuten zur Führung ein, Markus Müller schloss einen Konter zum 0:2 ab (56.). Weilands Anschlusstreffer eine Viertelstunde vor dem Ende reichte unter dem Strich nicht aus, um wenigstens eine hoch verdiente Punkteteilung zu erzwingen.

Trainer Jörg Kluge sah „das beste Spiel einer Pfullinger Zweiten Mannschaft seit langem“ und tröstete sich damit, dass die Mannschaft bewiesen habe, dass sie es kann. Diesen Nachweis konnte sie bereits gegen Metzingen (1:4) und die SG erbringen, was zum Erfolg jedoch nun mal dazu gehört, sind die Punkte. Unabdingbar ist dabei die Chancenverwertung. Vier verschossene Elfmeter in Folge, was die VfL-A-Junioren unlängst übrigens ebenfalls „bewerkstelligt“ haben, sind da kontraproduktiv. Es bringt alles nichts. In diesem Jahr stehen noch die beiden Heimspiele gegen Zainingen und Sickenhausen auf dem Spielplan. Da muss die Mannschaft liefern.

 

STBL15

Patrick Weilands Anschlusstreffer war gegen Dettingen zu wenig.