Nach der zweiten Niederlage innerhalb von drei Tagen hat sich die zweite Garnitur bis auf weiteres aus dem Rennen um die beiden vorderen Plätze verabschiedet. Dem desaströsen 0:5 gegen Mitkonkurrent TSV Eningen folgte am Mittwoch ein 1:3 bei der TSG Young Boys Reutlingen II, die ihren Aufschwung der vergangenen Wochen fortsetzen können.

Dabei gehörte die Anfangsphase eindeutig den Schützlingen von Trainer Michael Strobel, die beinahe schon sträflich die ersten Chancen des Spiels ausließen. Dies sollte sich bitter rächen. Denn Muzaffer Ates traf nach einer guten halben Stunde aus der Distanz zur Führung der Young Boys. Nun war der Faden beim VfL gerissen. Auch wenn das Spiel weiter ein hohes Tempo aufwies, konnten die Pfullinger keine sehenswerten Abschlüsse mehr verzeichnen. Abdoulie Drameh war nach 63 Minuten mit einem abgefälschten Freistoß erfolgreich – 0:2. Fünf Minuten vor dem Ende kam der VfL durch Patrick Weiland zum Anschluss und drückte auf den Ausgleichstreffer. Gegen die aufgerückte Abwehr gelang erneut Drameh in der Nachspielzeit der Treffer zum 3:1-Endstand.

 

STA1

Patrick Weilands Anschlusstreffer war zu wenig. Der VfL II verlor am Ringelbach mit 1:3.

Eine Klatsche der besonderen Art sahen die Zuschauer im Pfullinger Volksbank-Stadion. Denn dieses Mal waren es nicht die Schützlinge von Michael Strobel, die Grund zum Jubeln hatten. Es war der (Tabellen-)Nachbar des TSV Eningen, der an diesem Sonntagnachmittag die Wichtigkeit des Verfolgerduells verinnerlicht hatte und entsprechend auftrat. Nach wenigen Sekunden war es Joschua Hummel, der per Kopf den TSV in Führung brachte. Hummel war es auch, der nach 18 Minuten auf 0:2 erhöhte. Damit ging es auch in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Hausherren gegen die Niederlage und hatten Pech, dass weder Kevin Schmidt (Pfosten) noch dem eingewechselten Patrick Weiland der Anschlusstreffer gelang. Die Entscheidung fiel nach einer Stunde Spielzeit, als Sören Mayer sehenswert zum 0:3 abschloss. Die frustrierten Hausherren ergaben sich nun ihrem Schicksal, was die Eninger gnadenlos ausnutzten und durch Maik Stingel und Benjamin Gebauer zum zu deutlichen 0:5-Endstand kamen.

 

STA9

Trainer Michael Strobel musste zusehen, wie sein Team gegen den TSV Eningen unterging.

Pfullingen legte los wie die Feuerwehr und ging bereits nach zwei Minuten durch Maximilan Mez in Führung. Einen langen Einwurf von Julian Welsch drückte er mit dem Kopf über die Linie. Bernhard Kreis war es in der 11. Spielminute, der nach feiner Kopfablage von Manuel Elting auf 2:0 erhöhte.

Nach 18 gespielten Minuten wurde es dann kurios: VfL Torhüter Tim Becker verletze sich bei einer Abwehraktion und konnte nicht mehr weiterspielen. Kapitän Jan Herrmann, eigentlich gelernter Abwehrspieler, sprang ein und hütete von nun an das Gehäuse. Bis zur Halbzeit plätscherte die Partie vor sich hin.

Betzingen kam mutiger aus der Kabine, ohne sich allerdings Vorteile zu erspielen. Die erste gefährliche Aktion der Betzinger führte allerdings zum Anschlusstreffer. Kevin Jarosik scheiterte zunächst an Aushilfskeeper Herrmann, ehe Luca Schäfer abstaubte und das 2:1 markierte. (58.) Der eingewechselte Patrick Weiland sorgte in der 85. Minute für die Entscheidung.

Quelle: Reutlinger Nachrichten

 

 STA7

Traf bereits nach zwei Minuten für seine Farben: Der Pfullinger Maximilian Mez.

Der VfL Pfullingen II ist weiter im Aufwind. Mit dem dritten Sieg in Folge setzen sich Jan Herrmann und Co. in der Spitzengruppe von Reutlingens A-Liga fest. Bei Tabellenschlusslicht TSV Kusterdingen legten die Gäste los wie die Feuerwehr und hätten nach wenigen Sekunden durch Dennis Pfitzer in Führung gehen können. Der VfL drängte weiter, jedoch kamen die Hausherren mit fortschreitender Spieldauer ebenfalls zur einen oder anderen Einschussmöglichkeit. Doch es war der Favorit, der nach 37 Minuten durch Benjamin Hübner in Führung ging, was zugleich den Halbzeitstand bedeutete.

In Durchgang zwei traf Dennis Pfitzer nach wenigen Minuten zum 0:2, was quasi die Vorentscheidung bedeutete. Der TSV brachte nicht mehr die Kraft auf, um sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Bernhard Kreis sowie Joker Kevin Schmidt schraubten das Ergebnis bis zum Schlusspfiff auf 0:4.

 

STA8

Der VfL Pfullingen II ließ beim TSV Kusterdingen nichts anbrennen.

Eindrucksvoll hat sich der VfL II den Frust über die Punktverluste der vergangenen Spiele von der Seele geschossen. Beim Nachbarn TG Gönningen, der gut in die Runde gestartet war, gewannen die Schützlinge von Michael Strobel mit 9:1 (4:1).

Über die komplette Spielzeit präsentierte sich die zweite Garnitur voller Spielfreude und machte mächtig Druck auf das Tor der Gastgeber. Doch erst die vierte gute Torchance nutzte der VfL zur Führung. Imanuel Baur zieht aus der Distanz ab und bringt seine Farben in Front (19.). Nur eine Zeigerumdrehung später erhöhte Julian Welsch per Foulelfmeter auf 2:0. Ihm folgte Bernhard Kreis, der bereits nach 24 Minuten das Schicksal der TG besiegelte. Auch der Anschlusstreffer durch Adrian Mauser nach einer halben Stunde änderte nichts am Gesamtbild. Noch vor dem Pausenpfiff erhöhten Manuel Elting und erneut Baur auf 5:1.

Im zweiten Durchgang das gleiche Bild. Es spielte nur der VfL, der sein Torekonto beständig ausbaute. Per Doppelschlag gelangen Elting seine Tore zwei und drei an diesem Nachmittag. Patrick Weiland, Pfullingens etatmäßiger Stürmer, konnte es von der Bank aus zufrieden beobachten. Kevin Schmidt, für Maximilian Mez in die Partie gekommen, stellte ebenfalls seinen Killerinstinkt unter Beweis. Ihm gelangen die beiden letzten Treffer in einer recht einseitigen Partie.

 

STA6

Bernhard Kreis (li.) und Julian Welsch visieren das Tor an. Gönningens Spielertrainer Felix Krasser (Mitte)  befürchtet Schlimmes.