Alles andere als zufriedenstellend lief die englische Woche für Pfullingens zweite Garnitur. Nach dem 3:3-Unentschieden gegen die SG Reutlingen II mussten die Schützlinge von Trainer Michael Strobel am Sonntag dem Gast des SW Walddorf nach dessen 2:1-Sieg im Volksbank-Stadion die Pubkte überlassen.

Dabei überließ der SV Walddorf dem VfL über die nahezu komplette Spielzeit die Initiative und setzte selbst auf schnelles Umschaltspiel bei Balleroberung. Da die Hausherren aus dem Ballbesitz viel zu wenig machten, ging die schlaue Taktik der Gäste auf. War es zunächst ein Sonntagsschuss von Christoph Rau, der via Innenpfosten ins Netz ging, bewiesen die Walddörfer beim zweiten Tor spielerische Klasse. Stefan Tilgner schloss kurz nach Wiederanpfiff einen schnörkellos vorgetragenen Konter zum 0:2 ab. Zwar antwortete der VfL II mit dem Anschlusstreffer durch Patrick Weiland nur fünf Minuten später. Mehr fiel den Pfullingern dann aber nicht ein. Unter dem Strich ein durchaus verdienter Auswärtserfolg des aufstrebenden SV Walddorf. Die Pfullinger müssen bis auf weiteres kleinere Brötchen backen.

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Trainer Michael Strobel und sein Team hatten gegen Walddorf das Nachsehen.

Es war ein rassiges, phasenweise hochklassiges A-Ligaspiel (vorgezogen vom fünften Spieltag) zwischen den zweiten Mannschaften des VfL Pfullingen und der SG Reutlingen. Beide Teams bewiesen bereits am vergangenen Wochenende ihre momentane Spielfreude, entsprechend legten sie im Stadfion am Schönberg los. Die ersten zehn Minuten gehörten eindeutig den Hausherren, dann kamen die Gäste aus Orschel-Hagen besser ins Spiel. Insofern war das 0:1 durch Viktor Braun nicht überraschend (24.). Die Pfullinger ließen sich dadurch jedoch nicht schocken und glichen durch Manuel Elting schnell aus (33.). Patrick Weiland nutzte diese Phase der Überlegenheit zum Führungstreffer für den VfL. Doch noch vor dem Pausenpfiff ließ die Defensive der Gastgeber, die nicht immer einen sortierten Eindruck machte, den neuerlichen Ausgleich zu – 2:2 nach 45 Minuten.

Auch im zweiten Durchgang blieb es bei einem hohen Tempo. Der VfL punktete mit deutlich mehr Ballbesitz, während die SG durch ein schnelles und schnörkelloses Umschaltspiel zu überzeugen wusste. Nach einer Stunde Spielzeit schien die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste gefallen zu sein. Zunächst sah Maximilian Mez auf Pfullinger Seite die Ampelkarte, nur wenig später brachte Jacob Amann die Reutlinger mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum zweiten Mal an diesem Abend in Führung. Doch das Team um Spielführer Jan Herrmann wollte sich noch nicht geschlagen geben. Im Gegenteil, trotz Unterzahl machten die Hausherren das Spiel. Dieses Anrennen wurde belohnt. Einen tollen Angriff über die rechte Seite schloss Weiland mit seinem zweiten Tor des Tages zum 3:3 ab (75.). In der schlussviertelstunde spielten beide Mannschaften auf Sieg, doch trotz Chancen hüben wie drüben blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden.

 

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Aufregende Strafraumszenen gab es in Hülle und Fülle an diesem Mittwochabend.

Der VfL Pfullingen mühte sich in seinem Auftaktspiel gegen den selbstbewussten Aufsteiger SV Sveti Sava Reutlingen zu einem 1:0-Heimerfolg. „Wir haben die drei Punkte, alles andere ist zweitrangig“, urteilte Choach Michael Strobel nach der Partie. Das goldene Tor erzielte Julian Welsch bereits nach 17 Spielminuten vom Elfmeterpunkt. Patrick Weiland war zuvor regelwidrig gestoppt worden.

Die Hausherren waren das über weite Strecken dominierende Team, das Spiel nach vorne offenbarte jedoch einiges an Verbesserungspotential. Die Gäste aus Reutlingen zeigten gute Ansätze hatten unter dem Strich aber nur einen gelungenen Abschluss zu verzeichnen. So musste sich VfL-Schlussmann Tim Becker mächtig strecken, um den Schuss von Kevin Djaalali über die Latte zu lenken (57.). Die Hausherren mühten sich in der Folgezeit und wollten die Entscheidung erzwingen. Allerdings blieben die Offensivbemühungen Stückwerk. So blieb es beim knappen Pfullinger Heimerfolg, der dennoch verdient war.

 

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Kapitän Jan Herrmann führte sein Team im Pfullinger Auftaktspiel zum ersten Saisonsieg der Spielzeit 2017/2018.

Es war das Kräftemessen des Vizemeisters und des Dritten der vergangenen Spielzeit, also durchaus als Spitzenspiel zu bezeichnen, obwohl der Start in die Saison 2017/2018 für beide Teams durchwachsen verlief. Der VfL II mühte sich gegen Aufsteiger SV Sveti Sava Reutlingen zu einem 1:0 und musste im Pokal gegen CP Reutlingen sogar ins Elfmeterschießen. Der TSV bezog zum Rundenstart eine schmerzvolle 0:3-Heimniederlage gegen den TSV Eningen, kam allerdings vor Wochenfrist beim SSV Reutlingen II zu einem deutlichen 5:0-Erfolg.

Insofern waren sich einige im Pfullinger Anhang nicht sicher, ob ihr Team auf dem Sondelfinger Rasenplatz bestehen könne. Doch diese Skepsis war schnell verflogen. Goalgetter Patrick Weiland beförderte den Ball bereits in der 9. Minute nach schöner Vorarbeit von Bernhard Kreis über die Linie. Erneut Weiland war nach einem Patzer in Sondelfingens Hintermannschaft zur Stelle, umkurvte TSV-Schlussmann Pawel Szulc und schob ein – 0:2. Geburtstagskind Julian Welsch versuchte es mit einem beherzten Weitschuss, der an den Pfosten klatschte. Das hätte schon die Vorentscheidung sein können. Auf der anderen Seite hatte der VfL Glück, dass Martin Welsch, ansonsten Torhüter der Pfullinger U19, in seinem allerersten Aktivenspiel, den Ball nach einem Schuss von Luca Fuchs an den Pfosten lenken konnte. Insgesamt verdiente sich Martin Welsch an diesem Sonntagnachmittag Bestnoten.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Hausherren den Anschlusstreffer zu erzielen, der Pfullinger Defensivarbeit ließ jedoch nur wenig Chancen zu. Die Schützlinge von Michael Strobel verstanden es immer wieder, die sich nun bietenden Räume effektiv auszunutzen. So war es erneut Weiland, der eine Vorlage von Manuel Elting zum entscheidenden 0:3 über die Linie beförderte. Nur fünf Minuten später gelang dem Vollblutstürmer per Kopf das 0:4, damit war sein Arbeitstag beendet. Für ihn kam Maximilian Maier in die Partie, der sich für die Berücksichtigung mit dem fünften Tor bedankte (89.). Dank einer enormen Leistungssteigerung und einigen Sondelfinger Schwächen geht der Sieg auch in dieser Höhe durchaus in Ordnung. Bleibt zu hoffen, dass das Team auf diesem Niveau weiter agieren kann.

 

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Anerkennung vom Chef: Spielführer Jan Herrmann zollt Schlussmann Martin Welsch für eine gelungene Parade Respekt.