Im Kellerduell musste sich der VfL mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Bei tristem Herbstwetter hielt sich das spielerische Niveau beider Teams haargenau an deren Tabellensituation. Die Schützlinge von Jörg Kluge hielten zunächst dagegen und ließen die Hausherren nicht zur Entfaltung kommen. Nach und nach rückte das Geschehen immer mehr vor das von Martin Welsch gehütete Gehäuse. Doch dessen Aufgabe hieß vornehmlich Ballsuche und Abschlag, da die Stürmer des TSV ihr Visier schlecht eingestellt hatten.

Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel wenig. Nun hatte zwar Pfullingens zweite Garnitur mehr vom Spiel, im Strafraum war es dann jedoch meistens aus mit der Herrlichkeit. „Es war die zu erwartende schwere Partie“, gab Spielleiter Jan Herrmann zu Protokoll. „Nach dem Spielverlauf müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein, auch wenn wir uns natürlich mehr erhofft hatten.“

 

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Maximilian Metz und sein Team treten auf der Stelle.

Wieder einmal blieb dem VfL Pfullingen II der Erfolg verwehrt. Im Kellerduell beim TSV Wittlingen hieß es nach einer schlechten und einer passablen Halbzeit der Gäste das Erfolgserlebnis verwehrt. Aufgrund der berufsbedingten Abwesenheit von Stammtorhüter Martin Welsch kam Steffen Pehl an seiner alten Wirkungsstätte zum Einsatz. Um es vorweg zu nehmen: er war bei beiden Gegentoren machtlos.

Die Pfullinger kamen besser in die Partie, allerdings blieben sie in Sachen Torabschluss harmlos. Die Schüsse, meist aus der Distanz abgegeben, verfehlten ihr Ziel deutlich. Da machte es Martin Reiff, der schon in Diensten des VfL stand, besser mit einem Schuss aus der Drehung brachte er seine Farben in Führung (27.). Kurz vor der Pause hatte Patrick Weiland den Ausgleich auf dem Fuß, sein Schuss ließ jedoch den nötigen Druck vermissen. Kein Problem für TSV-Torhüter Kevin Dalke. Nur Sekunden später war es auf der anderen Seite Onur Seyhan, der nach einem Patzer in der Hintermannschaft auf 2:0 erhöhte. Allerdings ging diesem Treffer eine knappe Abseitsposition des Torschützen voraus.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Pfullinger leicht verbessert und drängten auf den Anschluss. Dieser gelang dann Alessio Piras, der nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß abstaubte (68.). Dann wurde es hektisch. Auf beiden Seiten gab es jeweils eine gelb-rote Karte durch Schiedsrichter Kay Kokowski, der so wie beide Mannschaften nicht seinen besten Tag erwischte. Beim VfL traf es Neuzugang Alen Habibovic, der nach seiner Einwechslung für viel frischen Wind sorgte und nach einer angeblichen Schwalbe die zweite gelbe Karte sah (3.). Eine Entscheidung, die für großen Unmut auf Pfullinger Seite sorgte. In den verbleibenden Minuten schaffte es der VfL II nicht mehr, die notwendige Kraft für einen weiteren Treffer aufzubringen und es blieb bei der knappen Niederlage.

 

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Steffen Pehl kam an alter Wirkungsstätte für den VfL II zum Einsatz.

 

Der Favorit setzt sich durch, die Überraschung bleibt aus. Bei SV Hirrlingen unterlagen die Schützlinge von Trainer Matthias Jedele mit 0:2 Toren. Die ersten 45 Minuten gehörten eindeutig den Hausherren, die trotz einer Vielzahl von Torchancen nicht in Führung gehen konnten. Es blieb zum Seitenwechsel also torlos.

Im zweiten Durchgang sollte sich dies ändern. Der VfL war nun deutlich besser in der Partie und bekam nach einer Stunde Spielzeit einen Elfmeter zugesprochen. Manuel Elting war gefoult worden. Rafael Robertazzi trat an und schoss den Ball am Tor vorbei. Quasi im Gegenzug gab es Strafstoß für den SV. Björn Straub ließ sich die Chance nicht entgehen. Vier Minuten vor dem Abpfiff sorgte Kevin Hartmann nach einem Konter für die Entscheidung.

 

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Scheiterte vom Elfmeterpunkt: Pfullingens Rafael Robertazzi.

Wieder war es nichts mit einem zählbaren (Teil-)Erfolg vor heimischem Publikum. Trotz großem Engagement musste sich der VfL Pfullingen II dem Spitzenreiter FC Rottenburg durch ein spätes Gegentor mit 0:1 beugen. Dabei hielten die Jedele-Schützlinge über nahezu die komplette Spielzeit dagegen und machten die bessere Spielanlage durch das große Engagement wett.

Wenig Torraumszenen prägten den ersten Durchgang. Die Mannschaften bekämpften und neutralisierten sich im Mittelfeld. Ein Freistoß von Bernd Kopp, den VfL-Keeper Martin Welsch entschärfte, war die beste Chance der Gäste in Durchgang eins. Auf der anderen Seite hätte Dennis Pfitzer seine Farben per Fuß und per Kopf in Führung bringen können.

Auch in Durchgang zwei plätscherte das Spiel lange Zeit vor sich hin. Erst in der Schlussphase wurde es nochmals spannend. Der eingewechselte Co-Trainer Patrick Weiland hatte die große Möglichkeit, seine Farben per Kopf in Führung zu bringen, verfehlte das Ziel allerdings knapp. Auf der anderen Seite leistete sich VfL-Kapitän Benjamin Hübner ein unnötiges Foul an der Grundlinie. Den folgenden Freistoß drückte Loris Zettel über die Linie (83.). Schiedsrichterin Daniela Kottmann beendete nach 93 Minuten die Partie, die für den FC Rottenburg mit einem etwas glücklichen Sieg endete. Die Pfullinger brachten sich wieder einmal um die Früchte ihrer Arbeit und rutschen in der Tabelle weiter ab.

 

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Dennis Pfitzer hatte im ersten Durchgang die Pfullinger Führung auf dem Fuß und auf dem Kopf.

Auf eigenem Platz will dem VfL II einfach kein Punktgewinn gelingen. Alle neun bislang erspielten Zähler waren das Resultat von Auswärtssiegen. So blieb auch nach 90 schwungvollen Minuten im Derby gegen den TSV Eningen nur, dem Nachbarn zähneknirschend zum sicherlich nicht unverdienten Dreier, dem dritten Sieg der Achalmkicker in Folge überdies, zu gratulieren.

Die vom Ex-Pfullinger Felix Krasser trainierten Gäste gingen bereits nach drei Minuten in Führung. Johannes Klein hatte nach dem ersten Angriff wenig Mühe, den Ball über die Linie zu drücken. Etwas schwieriger war die Aufgabe auf der anderen Seite für Yannik Kynast, der nach einem Eninger Abspielfehler schnell an den Ball gelangte und Schlussmann Sven Böhringer per Heber zum 1:1 überwand (10.). Die Hausherren schickten sich nun an, spielbestimmend zu werden, während die Gäste im umschaltspiel gefällig, wenngleich wenig gefährlich waren. Nach 41 Minuten war es Julian Welsch, der wiederum nach Eninger Ballverlust eiskalt zur Pfullinger Führung abschloss.

Kurz nach dem Seitenwechsel revanchierten sich die Schützlinge von Matthias Jedele pflichtbewusst für das Geschenk und ließen den TSV gewähren. Fabio Friese bedankte sich artig und köpfte zum 2:2-Ausgleich ein. Das Spiel blieb weiterhin schnell, wenngleich viele Tormöglichkeiten eher dem Zufall als zielgerichteter Offensivarbeit entsprangen. So auch das 2:3, bei dem es die VfL-Hintermannschaft zudem an Entschlossenheit vermissen ließ und erneut Klein unbedrängt abschließen konnte (70.). Ein dummes Foul von Tobias Steiner an Friese leitete Minuten später die nächste Heimniederlage der Pfullinger ein. Marc Reinhardt, in früheren Tagen auch schon für den VfL aktiv, scheiterte per Strafstoß zwar am gut reagierenden Schlussmann Martin Welsch, gegen dessen Nachschuss war er allerdings machtlos. Die Hausherren warfen nun alles nach vorn, doch – symptomatisch für diesen Abend – scheiterte Kynast am Außenpfosten und Welschs Elfmeter wurde von Böhringer zu allem Übel um den Pfosten gelenkt. Wer solche Chancen ungenutzt liegen lässt, braucht sich nicht zu wundern, dass der erste Bezirksligaheimsieg vorerst auf sich warten lässt.

 

STBL7

Gegen den TSV Eningen musste der VfL II um Kapitän Benjamin Hübner eine weitere schmerzhafte Heimniederlage einstecken.