Eine neuerliche Niederlage musste Pfullingens U23 beim TV Derendingen hinnehmen. Konnte die Tübinger im Bezirkspokal noch geschlagen werden, setzten sie sich im Punktspiel mit 4:2 (1:0) durch. Ohne viel Federlesen gingen beide Mannschaften in die Partie, nach nur sechs Minuten ließen beide Seiten je zwei Riesenchancen liegen. Die Pfullinger konnte in der Offensive vor allem durch den engagierten und gut aufgelegten Stefan Matus für Wirbel sorgen. Doch das Tor viel auf der anderen Seite. Jonas Laupheimer war nach einer Ecke zur Stelle und schob am langen Pfosten zum 1:0 ein (21.). Die Luik-Schützlinge gaben jedoch nie auf, nach einer halben Stunde hatte Matus Pech, dass er nur den Querbalken traf.

Ein Doppelschlag nach dem Seitenwechsel ebnete den Hausherren den Weg zum Heimsieg. Jonas Quaas und Paul Poddig trafen bis zur 50. Minute und erhöhten auf 3:0. Doch der VfL fiel nun wie so oft nicht auseinander, sondern kämpfte sich ins Spiel zurück. Mit Erfolg: Nach schöner Vorarbeit von Lukas Früh schloss Robin Kittelberger nach einer Stunde zum 1:3 ab. Vier Minuten vor dem Ende wurde es wieder spannend, als Matus mit einem Schlenzer ins lange Eck den Anschluss herstellte. Die Pfullinger warfen nun alles nach vorne und kassierten entblößt das 2:4 durch Frederick Hermann eine Minute vor dem Abpfiff.

 

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Stefan Matus gehörte zu Pfullingens Besten, aber auch er konnte die Niederlage nicht verhindern.

Im vorgezogenen Kellerduell des zehnten Spieltages unterlag die U23 des VfL Pfullingen dem TSV Sickenhausen mit 1:2 und muss im Kampf um den Klassenverbleib einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Vor 120 Zuschauern hatten die Hausherren bei nasskaltem Regenwetter zwar mehr vom Spiel, doch ab dem Strafraum verließen Entschiedenheit und Kreativität die Kicker von Trainer Ralf Luik. Kam der VfL zum Abschluss, waren die Schüsse entweder zu ungenau oder ließen es am nötigen "Bums" vermissen. Das Spiel der Gäste war ganz auf Spielertrainer Dominik Grauer ausgerichtet, der an diesem Abend seinen Chef Walter Mayer vertrat. Mit Erfolg: Nach 24 Minuten traf der Ex-Pfullinger aus halbrechter Position mitt einem tückischen Aufsetzer ins lange Eck. Nur 120 Sekunden später profitierte der Goalgetter von einer unglücklichen Abwehraktion und erhöhte auf 0:2.

Die Gastgeber brauchten eine ganze Weile, um sich von diesem Doppelschlag zu erholen. Nach einer Stunde war es dann soweit, Felix Häußler verkürzte aus spitzem Winkel. Nun folgten fünf Minuten Powerplay des VfL, doch der Ausgleich wollte nicht gelingen. In der Schlussphase war das Spiel der Pfullinger viel zu hektisch und zu ungenau, um wirklich für Gefahr vor dem TSV-Gehäuse zu sorgen. Ein Fehlpass folgte dem anderen. So hatte die Sickenhäusener Hintermannschaft kaum Mühe, den knappen Vorsprung über die Zweit zu retten. Angesichts der gebotenen Cleverness und Abgezocktheit geht der Sieg der Gäste in Ordnung.

 

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Dominik Grauer war mit seinen beiden Toren der Mann des Spiels

Toller Auftakt für Pfullingens neuen Übungsleiter Ralf Luik! Gegen den Landesligaabsteiger TSV Ofterdingen gewann die U23 nach dem bislang besten Saisonspiel mit 5:1 Toren. Kuriosum am Rande: In der ersten Halbzeit liefen die Ofterdinger in Pfullingens roten Auswärtstrikots auf. Zum zweiten Durchgang wechselten sie in ihre nun zur Verfügung stehenden weißen Sportdress‘. Die Lethargie der vergangenen Wochen war wie weggeblasen. Mit Engagement, Leidenschaft und einem lange vermissten Selbstvertrauen machte der VfL dem Gegner das Leben schwer. Nach einer Flanke von Lukas Früh, die TSV-Schlussmann Markus Koch nur abfälschen konnte, war Fabian Dillman zur Stelle und markierte den Führungstreffer (10.). Nach weiteren Pfullinger Abschlüssen, zumeist harmlos, kam in den Minuten vor der Pause nochmals Leben in die Bude. Zunächst wurde einem weiteren Dillmann-Treffer wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. Minuten später wurde der enorm starke Lukas Früh im Strafraum regelwidrig gebremst. Den fälligen Strafstoß verwandelte Felix Häußler sicher zur 2:0-Pausenführung.

In der 47. Minute belohnte sich Früh mit dem 3:0, nachdem er das Zuspiel von Manuel Elting nur noch über die Linie befördern musste. Ein Moment der Unachtsamkeit bescherte dem Ofterdingern den Anschlusstreffer. Lukas Netz spielte sich in einer Einzelaktion durch die Abwehrmitte und verkürzte (56.). Doch der neuerdings gefestigte VfL wankte nicht. Im Gegenteil: Nach einem Doppelschlag durch Ahmad Allaham und Atakan Özpinar in der 70. Bzw. 72. Minute war die Messe gelesen. Die Pfullinger spielte die Führung sicher nach Hause und kletterten dank dieses Erfolgs erstmals über den „Strich“ in der Bezirksligatabelle.

 

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Atakan Özpinar (li.) kommt gleich an den Ball und köpft zum 5:1-Endstand ein.

Wichtige Auswärtspunkte für Pfullingens U23 im Kellerduell beim SV Hirrlingen! Erstmals in dieser Saison gelang dem VfL ein Auswärtscoup. Beim SV Hirrlingen holten die Schützlinge von Trainer Ralf Luik die ersten drei Punkte in der Fremde. Der Start verlief für die Gäste perfekt. Bereits nach neun Minuten schickte Fabian Dillmann den schnellen Ahmad Allaham mit eionem Pass auf die Reise. Dieser ließ SV-Schlussmann Maximilan Blesch keine Chance und schloss zur frühen Führung ab. Nun verflachte die Partie, die einen robust agierenden Heimverein zeigte, zusehends. Erst in den Schlussminuten des ersten Durchgangs kamen die Hausherren mehr vors Tor von Martin Welsch, ohne durchschlagenden Erfolg allerdings.

Nach einer Drangphase der Hirrlinger zu Beginn des zweiten Durchgangs bekam der VfL die Partie mehr und mehr in den Griff. Per Handelfmeter, der bereits verwarnte Kapitän Arthur Engraf sah für diese Aktion die gelb-rote Karte, sorgte Felix Häußler für das 0:2 (63.). Doch diese vermeintlich deutliche Führung war der Grund für einige Schlampigkeiten im Pfullinger Spiel. Prompt gelang Moritz Zug per Abstauber für den Anschlusstreffer. Der VfL hatte Glück, dass einem Treffer der Hirrlinger nach 85 Minuten wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert wurde. Per Konter erhöhte dann Manuel Elting kurz später auf 1:3, was die Entscheidung darstellte. Kurz zuvor musste auch Burak Aygün wegen Reklamierens per Ampelkarte das Feld verlassen.

 

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Ahmad Allaham trifft zum frühen 1:0 für den VfL.

Gehörig unter die Räder kam die U23 bei ihrem Auswärtsauftritt in Eningen. Mit 6:1 (4:0) ließen die Gastgeber keinen Zweifel daran, dass sie in der Tabelle weiterhin vor den Pfullingern stehen wollten. Beim VfL gab es einige Neuerungen. Für den am Samstag überraschend zurückgetretenen Trainer Kim Laudage coachten Marco Knoll (U19) und Rasmus Joost (Co-Trainer Verbandsliga) das Team. Erstmals kam auch Bálint Szálanszki aus Ungarn zum Einsatz. In den ersten Minuten schien die Gäste das Selbstvertrauen aus dem 2:2 gegen die Young Boys am vergangenen Wochenende zu beflügeln. Sie konnten die ersten Einschussmöglichkeiten verzeichnen. Doch damit war es bald vorbei. Dem TSV genügten zwei Möglichkeiten, um nach 23 Minuten mit 2:0 zu führen. Die Folge: Bei der Pfullinger Elf gingen die Köpfe nach unten. Teils haarsträubendes Defensivverhalten führten zu zwei weiteren Treffern bis zur Halbzeit. Zu diesem Zeitpunkt war beim Stand von 4:0 die Messe längst gelesen.

Auch im zweiten Durchgang ging das Toreschießen für die Eninger viel zu leicht. Sechs verschiedene Torschützen schraubten das Ergebnis nach einer guten Stunde auf ein halbes Dutzend Treffer. Erst in der Schlussphase konnte der Ex-Eninger Maurizio Laureti wenigstens ein Törchen für die arg geschundene Pfullinger Seele erzielen. An der Klatsche ändert dies freilich nichts, für die zweite Pfullinger Mannschaft wird der Klassenverbleib eine Herkulesaufgabe.

 

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Viel zu leicht spazierten die Eninger Akteure, hier der gut aufgelegte Lukas Kohschmieder, durch die Pfullinger Reihen.