Die personellen Planungen beim VfL Pfullingen schreiten trotz der noch offenen Zukunft der laufenden und kommenden Saison weiter voran. Die sportliche Leitung konnte dabei einen Großteil des aktuellen Kaders für eine weitere Spielzeit an den Verein binden. Andrej Schlecht (er wechselt zum designierten Ligakonkurrenten FC Holzhausen) und Valon Dodaj werden den Verein verlassen. Patrick Lehmann schließt sich der U23 an. Lediglich hinter dem Verbleib von Christos Chatzimalousis, Fatmir Karasalihovic sowie Daniel Kühnbach Azevedo stehen noch Fragezeichen. Somit ist Yasin Yilmaz der „Oldie“ im Kader der ersten Mannschaft (27) sowie Kevin Haußmann der dienstälteste Akteur.

Vom TSV Grafenberg kommt Sturm-Talent Frieder Geiger zum VfL. Aus der eigenen Jugend stößt Elias Lachenmann zum Kader. Er ist einer von zehn Spielern der Pfullinger U19, die in den Aktivenbereich des VfL wechseln. Gespräche mit weiteren potenziellen Neuzugängen laufen.

 

Trainerverlaengerung Website

Das Trainerduo Michael Konietzny und Rasmus Joost (li.) kann mit einem moderat veränderten Kader planen.

Routinier Patrick Lehmann will zukünftig etwas kürzertreten und ab der kommenden Saison (wann auch immer diese starten wird) für die U23 die Fäden im Mittelfeld ziehen. Patrick kam 2008 aus der VfL-Jugend zu den Aktiven. Dort entwickelte er sich schnell zum Stammspieler und Leistungsträger.

Die Verbandsliga lockte ihn 2012 zum SV Bonlanden. 2015 bereiste der heute 31-Jährige die Welt und kehrte schließlich ans Jahnhaus zurück.

Insgesamt kam der Mittelfeldroutinier für den VfL in der Landes- und Verbandsliga auf 194 Einsätze. Dabei erzielte er 30 Tore. Sein Strafregister weist 77 Verwarnungen, fünf Ampelkarten und vier Feldverweise auf Dauer aus.

„Schade, dass es jetzt so in der Ersten zu Ende geht“, bedauert „Lehmi“ die besonderen Umstände, die wohl zu einem Saisonabbruch führen werden. „Aber ich hatte eine sehr schöne Zeit mit Auf- und Abstiegen und allem was so dazugehört.“

 

Lehmann U23

Auch mit 31 noch nicht zu alt für die U23: Patrick Lehmann.

Der erste Neuzugang für die kommende Saison steht fest. Der VfL Pfullingen freut sich auf Frieder Geiger, der vom A-Ligisten TSV Grafenberg ans Jahnhaus wechselt. Der 22-jährige Stürmer sorgte in den vergangenen Jahren für Aufsehen im Bezirk Neckar Fils. Seit Geiger 2016 ins Aktivenlager aufgerückt ist, schoss der mittlerweile 22-Jährige in 94 Punktspielen stolze 150 Tore. 26 davon gelangen ihm in den 17 Einsätzen der laufenden Saison.

„Wir haben Frieder mehrmals beobachtet und sind von seinen Fähigkeiten überzeugt. Er hat eine Wahnsinnsquote, ist sehr Abschlussstark und besitzt noch Entwicklungspotential“, nennt Verbandsliga-Spielleiter Frank König die Gründe für das nach mehreren Anläufen schlussendlich erfolgreiche Werben. Dass er im Ligensystem einen deutlichen Sprung nach oben macht, sieht König nicht als Problem. Schließlich zeigten auch andere höherklassige Vereine Interesse an dem Offensivtalent: „Solche Verpflichtungen sind Teil unserer Philosophie. Zudem passt Frieder menschlich hervorragend zu unserem Verein.“

Geiger freut sich auf die Herausforderung: „Ich will jetzt für mich den nächsten Schritt machen und mich in einer höheren Liga beweisen. Für meine Weiterentwicklung und Verbesserung sehe ich beim VfL eine große Chance.“

 

Neuzugang Geiger

Frieder Geiger geht in der kommenden Saison, wann immer diese auch starten wird, für den VfL auf Torejagd. Foto: Jürgen Holzwarth

Mit dem Duell gegen Aufsteiger FC Engstingen startet die U23 bereits am Freitag (19.00 Uhr, Volksbank-Stadion) wieder in den regulären Spielbetrieb. Die Zielsetzung – erhalt der Zugehörigkeit zur Bezirksliga – ist klar. Die Wintervorbereitung unter dem Trainerduo Mario Kienle und Volker Schmidt hat gezeigt, dass dies eine ambitionierte Aufgabe wird. „Die Vorbereitung lief nicht wie erhofft“, blickt Trainer Mario Kienle, der im November das Amt von Ralf Luik übernommen hatte, zurück. „Die Trainingsbeteiligung war nicht sehr hoch wegen Krankheit, Verletzung oder Studium.“

Dies wirkte sich auch auf die Testspiele aus, in der eindeutig zu viele Gegentore zu beklagen waren. Kienle: „Die Vorbereitung wird auf jeden Fall noch mit in die Runde gehen. Trotz allem kann ich auch positive Ergebnisse daraus ziehen. Die Mannschaft ist ein Stück mehr zusammengerückt und das stimmt mich für das Spiel am Freitag gegen Engstingen positiv.“

Im Duell mit dem drei Plätze besser positionierten FCE, der zudem ein Punktspiel weniger bestritten hat, gilt es, vor allem die Defensivarbeit zu stabilisieren. Beide Teams haben das Ziel, gut ins Jahr 2020 zu starten und im direkten Konkurrenzkampf um die Nichtabstiegsplätze Boden gut zu machen. Das Hinspiel entschieden die Engstinger verdient für sich. Beim 2:0-Erfolg trafen Kai Schenk und Marvin Schnizer.

Die Vorbereitungsspiele in der Übersicht

TSV Riederich - VfL U23 4:1 (2:0)
Tor für den VfL: Özpinar

VfL U23 - TSV Köngen 0:5 (0:3)

VfL U23 - SV Zainingen 4:6 (2:1)
Tor für den VfL: Eigentor, Wagner, Allaham, Schmidt

VfL U23 - TSV Wittlingen 5:2 (1:1)
Tore für den VfL: Schmidt (2), Welsch, Allaham, Pfitzer

VfL U23 - VfL U19 4:8 (4:2)
Tore für den VfL U23: Laureti (2), Allaham, Welsch

 

Vorschau Engstingen

Maurizio Laureti und Flakron Halilaj (Hintergrund) wollen gut in die Runde starten.