Während der Ball ruht, ist der sportliche Leiter aktiv. Nach der Verpflichtung von Daniel Güney für das Verbandsligateam kann Jörg Kluge die Vertragsverlängerung bei den Kommandogebern der U23 verkünden. Sowohl Trainer Mario Kienle als auch sein „Co“ Jan Herrmann haben ihr Engagement beim VfL bis Ende Juni 2022 ausgedehnt.

Kienle übernahm die Mannschaft im November des vergangenen Jahres, Herrmann stieg in diesem Sommer bei der Verbandsligareserve ein. Beide arbeiten mit großem Erfolg. Die U23 ging als Bezirksliga-Tabellenführer in die coronabedingte Saisonunterbrechung.

„Es macht riesigen Spaß, ein Teil vom VfL zu sein“, freut sich Kienle über die Vertragsverlängerung. „Das Team ist sehr jung und will ständig dazu lernen. Jan und ich harmonieren als Trainerteam sehr gut.“

 

Verlaengerung KienleHerrmann

Bis Ende Juni 2022 ein Trainerteam: Mario Kienle (li.) und Jan Herrmann

Der VfL ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Michael Konietzny fündig geworden. Künftig wird Daniel Güney die sportlichen Geschicke des Pfullinger Verbandsligisten leiten. Der Inhaber der A-Lizenz tritt mit sofortiger Wirkung seine erste Stelle als Trainer einer Aktivenmannschaft an.

Bei den Stuttgarter Kickers kam Güney als Coach mit allen Altersbereichen der Junioren in Kontakt, zuletzt fungierte er in Degerloch als festangestellter sportlicher Leiter des Aufbaubereiches, wobei er seine Masterarbeit des Sportstudiums über die Talentförderung im deutschen Nachwuchsfußball geschrieben hat. Es folgte ein einjähriges Engagement bei der U19 des VfR Aalen. „Dort gehörte die Verzahnung der Junioren zu den Profis zu meinen Aufgaben“, berichtet der 29-jährige Stuttgarter. „Der VfL ist für mich der nächste Schritt, bei dem ich eine junge Herrenmannschaft weiterentwickeln kann.“ Güney arbeitet als Bauingenieur beim Regierungspräsidium Tübingen.

Oliver Herdtner, Pfullingens Abteilungsleiter Sport, zeigt sich angetan vom neuen Cheftrainer: „Wir haben uns relativ schnell mit Daniel geeinigt, da wir von seinem Auftreten und auch seinen Ideen überzeugt sind. Er hat klare Vorstellungen, jeden Einzelnen im Team abzuholen und auf seinem Weg mitzunehmen. Das waren für uns die entscheidenden Faktoren für die Verpflichtung.“

 

Engagement Guenay

Daniel Güney tritt beim VfL seine erste Trainerstelle im Aktivenbereich an. Foto: Benjamin Post

Der VfL Pfullingen beurlaubt die beiden Trainer Michael Konietzny und Rasmus Joost mit sofortiger Wirkung. Das ist das Ergebnis einer ausgiebigen Analyse der sportlichen Situation des Verbandsligateams durch die Abteilungsführung. Die zuletzt ausbleibenden Ergebnisse und der gravierende Leistungsabfall auf dem Platz waren ausschlaggebend für diesen Schritt. Das Team belegt zurzeit einen Abstiegsplatz.

„Uns ist die Entscheidung unglaublich schwergefallen,“ sagt Spielleiter Frank König. „Rein aus Sympathie hätten wir sicher eine andere gefällt, aber schlussendlich geht es um das Wohl des Vereins. Wir haben uns intensiv ausgetauscht und sind zum Entschluss gekommen, dass wir in der jetzigen Konstellation, verstärkt durch die ungewisse Zukunft des Spielbetriebs, das Ruder nicht mehr herumreißen können.“

Michael Konietzny wurde 2015 Cheftrainer und führte die Pfullinger 2016 und 2019 als Landesligameister in die Verbandsliga. Rasmus Joost übernahm 2019 den Co-Trainerposten.


Beurlaubung KonietznyJoost

Ihr gemeinsamer Weg beim VfL ist zu Ende. Michael Konietzny (re.) und Rasmus Joost wurden beurlaubt.

In der dritten Runde scheidet die U23 des VfL aus dem Bezirkspokal 2020/2021 aus. Nach zwei klaren Siegen in den beiden ersten Runden war bei A-Ligist CP Reutlingen Endstation.

In der ersten Halbzeit verzeichnete der VfL viel Ballbesitz und kam auch nach Standards zu brauchbaren Chancen. Allein fehlte die letzte Durchschlagskraft zur Führung. Die Gastgeber verlegten sich aufs Kontern, was zunächst auch nichts einbrachte.

Dies änderte sich im zweiten Durchgang. Pfullingens Abwehr war nicht aufmerksam genug und Andrea Gervasi markierte die Führung (56.). Der VfL, im Vergelich zu den beiden Punktspielen auf vielen Positionen umgestellt rannte weiter an. Als er in der Schlussphase alles auf eine Karte setzte und auch Torhüter Martin Welsch mit nach vorne ging, nutzte Marian Margarit das entblößte Gehäuse zur Entscheidung.

„Ballbesitz schießt halt keine Tore“, zitierte Spielleiter Patrick Weiland eine alte Fußballerweisheit. „Uns fehlte die Idee, wie man aus dem spielerischen Übergewicht Kapital schlägt. Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen.“

 

Pokal U23 CP

Immerhin können sich Marcel Ezewele und seine Mannschaftskameraden nun auf die Bezirksliga konzentrieren.