Die Pokalgeschichte des VfL wurde erneut nur um ein kurzes Kapitelchen fortgeschrieben. In der zweiten Runde des DB Regio-wfv-Pokals war bei der Spvvg Holzgerlingen Schluss. Dabei bot die Partie auf dem kleinen Holzgerlinger Kunstrasen alles, was ein Ko-Wettbewerb zu bieten hat. Tore en masse, wechselnde Führungen, Dramatik und Leidenschaft. Dass die Pfullinger beim 4:5 (1:2; 3:3) nach Verlängerung nicht das bessere Ende für sich hatten, müssen sie sich zu einem großen Teil selbst zuschreiben.

Die beengten Platzverhältnisse verziehen Fehler im Spielaufbau nur selten. Hüben wie drüben schalteten die Teams nach Balleroberung schnell um und das Spiel kannte nur noch eine Richtung: so schnell wie möglich vors gegnerische Tor. Erstmals erfolgreich war diese Vorgehensweise nach 17 Minuten. Florian Heß lupfte den Ball über den zu früh aus seinem Tor stürmenden VfL-Schlussmann Martin Welsch ins lange Eck. Nur vier Minuten später bereitete Lukas Linder vor und Heiko Schall glich via Innenpfosten aus. Weiter ging das Spiel hin und her, beide Seiten spielten mit offenem Visier. Ein Ballverlust von Kapitän Patrick Lehmann läutete das 2:1 ein. Wieder machte Welsch beim Schuss von Julian Rubin keine gute Figur (42.).

Trainer Michael Konietzny reagierte und brachte Valon Dodaj für Lukas Früh. Die richtige Entscheidung, denn nach erneuter Vorarbeit von Linder musste der Neuzugang nur noch den Ball zum neuerlichen Ausgleich über die Linie befördern (51.). Und weiter ging das muntere Toreschießen. Patrick Orifiamma hieß der Schütze des 3:2, nachdem seine Mitspieler zuvor nahezu unbedrängt über die rechte Seite durchlaufen konnten. Wieder war die Freude auf Holzgerlinger Seite nur von kurzer Dauer. Yasin Yilmaz schickte den pfeilschnellen Matthias Dünkel, der mit einem Schlenzer ins lange Eck zum 3:3 traf. Dünkel war auch kurze Zeit später im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem Gemenge schubste er Alex Thies um, der zuvor nach einer rüden Attacke an Schall verwarnt wurde. Dünkel sah rot, Thies musste nach der Ampelkarte ebenfalls vom Platz (78.). Bis zum Ende der regulären Spielzeit sollte nichts Entscheidendes mehr passieren.

In der Verlängerung brachte dann der eingewechselte Fatih Karasalihovic den Verbandsligisten erstmals in Führung, wiederum mit freundlicher Unterstützung des Innenpfostens. Kevin Haußmann, ebenfalls ins Spiel genommen, zeigte bei der Vorbereitung des Treffers seine ganze Klasse. Doch der Traum, die Partie gedreht zu haben, währte nur kurz. Nach einer Ecke war erneut Orifiamma zur Stelle und köpfte zum 4:4 ein (101.). Es kam noch schlimmer für den VfL.. Yilmaz, ansonsten einer der besten Pfullinger, vertendelte den Ball an der Mittellinie. Zwei Holzgerlinger gingen auf und davon, einer davon hieß Patrick Orifiamma, der sich die Chance zu seinem dritten Tor des Pokalabends nicht nehmen ließ. 5:4 nach 108 Minuten. Von diesem neuerlichen Genickschlag erholte sich der VfL nicht mehr.

 

Pokal Holzgerlingen

Matthias Dünkel war der tragische Pfullinger Held. Er traf zum 3:3, musste aber kurze Zeit später mit rot vom Platz.

Vier Tage nach dem wichtigen Auftakterfolg in der Verbandsliga gegen den TSV Heimerdingen steht die nächste Bewährungsprobe für den VfL auf dem Programm. Das Team tritt in der zweiten Runde des DB Regio-wfv-Pokals beim Landesligisten Spvgg Holzgerlingen an (Mittwoch, 19.15 Uhr). Trainer Michael Konietzny ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst: „Das ist ein schwieriger Gegner, der gut in die Saison gestartet ist.“ Dennoch gibt er sich selbstbewusst: „Wir wollen weiterkommen, wir haben ja noch eine kleine Rechnung offen.“ Damit spielt er auf die bittere 0:3-Niederlage der vergangenen Saison an, die sein Team auf dem Sportgelände hinter den Weingärten hinnehmen musste.

Die Holzgerlinger scheinen ihre gute Form aus der Rückrunde der Spielzeit 2018/2019 konserviert zu haben. In der ersten Runde des Pokalwettbewerbs kam der VfL Mühlheim mit 6:2 unter die Räder, am ersten Spieltag der Landesligasaison erhielt Aufsteiger SV Seedorf mit 6:1 eine Lehrstunde. Spvgg-Offensivkraft Patrick Orifiamma schoss alleine vier der zwölf Tore. „Pfullingen ist zwar das bessere Team, aber wieso sollten wir sie nicht wieder schlagen“, fragt sich Ute Nordmann, die zweite Abteilungsleiterin der Sportvereinigung.

Konietzny kann wieder auf eine Reihe zurückgekehrter Urlauber setzen. Mit Fatmir Karasalihovic, Sven Packert, Valon Dodaj, Kevin Haußmann und Kapitän Patrick Lehmann füllt sich der Kader beträchtlich. In fremden Gefilden weilt nach wie vor Christos Chatzimalousis, zudem befindet sich in dieser Woche auch Goalgetter Dominik Früh im Erholungsmodus.

 

Vorschau Pokal Holzgerlingen

Im Kampf um die Meisterschaft der vergangenen Saison mussten Markus Wagner und Co. in Holzgerlingen eine bittere 0:3-Schlappe hinnehmen.

Gleich zwei Testspiele bestritt Pfullingens U23 am Wochenende. Am Freitagabend stand die Partie beim Ligakonkurrenten TB Kirchentellinsfurt auf dem Programm (die Partie wurde vor dem Aufstieg des Turnerbundes vereinbart), am Samstag traten die Schützlinge von Kim Laudage beim TSV Gomaringen an. In beiden Spielen vielen einige Tore.

Am Faulbaum trennte sich der VfL mit 3:3 vom TBK. Nach einer torlosen ersten Halbzeit gingen die Pfullinger durch Ahmat Allaham in Führung, sahen sich in der Folge allerdings einem Rückstand gegenüber. Maurizio Laureti glich in der Schlussphase zum 2:2 und 3:3-Endstand aus.

Beim TSV Gomaringen gewann die U23 knapp mit 4:3. Zur Pause lag der VfL mit 2:3 im Hintertreffen, Kevin Schmidt traf doppelt. Schmidt war es auch, der mit seinem dritten Tor den Ausgleich erzielte. Routinier Robin Kittelberger drehte die Partie mit dem 4:3.

„In beiden Testspielen haben wir gesehen, in welchen Bereichen wir noch deutlich zulegen und worauf wir in den nächsten beiden Wochen der Vorbereitung den Schwerpunkt legen müssen“, sieht Laudage noch einiges an Arbeit vor sich und dem Team. „Es gab aber auch viele gute Phasen in den Partien, in denen wir das bisher trainierte schon ganz gut umsetzen konnten.“

Der Blick des Trainers geht auch schon auf das erste Pflichtspiel der Saison: „Nächste Woche haben wir die erste Runde im Bezirkspokal gegen den SV Auingen, in der wir unbedingt weiterkommen wollen und weitere Fortschritte in unserem Spiel erkennen wollen.“

Test Kfurt

Sieben Tore geschossen und sechs kassiert - das ist die Bilanz der beiden Testspiele.

 

Die Testspiele in der Übersicht

VfL U23 – TSV Sondelfingen 4:0 (0:0)
Tore für den VfL: Schmidt, Allaham (FE), Laureti, Lulei

VfL U23 – SSC Tübingen 3:5 (0:1)
Tore für den VfL: Kittelberger (2), Allaham (FE)

VfL U23 – SV 03 Tübingen 2:7 (1:3)
Tore für den VfL: Allaham, Laureti

TB Kirchentellinsfurt – VfL U23 3:3 (0:0)
Tore für den VfL: Laureti (2), Allaham

TSV Gomaringen – VfL U23 3:4 (3:2)
Tore für den VfL: Schmidt (3), Kitelberger

Die erste Runde im wfv-Pokal ist erfolgreich gemeistert. Der VfL Pfullingen hat beim letztjährigen Ligakonkurrenten FC Gärtringen deutlich mit 5:1 (4:0) gewonnen und zieht in die zweite Pokalrunde, die das Auswärtsspiel bei der Spvvg Holzgerlingen vorsieht, ein.

Bereits nach zwei Minuten gingen die Schützlinge von Michael Konietzny und Rasmus Joost in Führung. Vorausgegangen war ein dummes Foul an Matthias Dünkel im Strafraum, Youngster Felix Häußler verwandelte den zugesprochenen Elfmeter souverän. Diese frühe Führung spielte dem VfL in die Karten. Der Verbandsligaaufsteiger präsentierte sich hellwach, war immer einen Schritt schneller und konnte gegen verunsicherte Gärtringer schalten und walten, wie er wollte. Nach einer Viertelstunde war es Lukas Linder, der den Ball nach genauem Zuspiel von Daniel Kühnbach Azevedo zum 0:2 über die Linie drückte. Nur zwei Minuten später bugsierte Timo Theuer den Ball nach einem Gestochere im Fünfmeterraum ins eigene Tor, die Partie war somit entschieden. Die Pfullinger ließen jedoch nicht locker, was ihnen die indisponierten Hausherren allerdings auch nicht allzu schwer machten. Erneut Linder nutzte ein Zuspiel von Dünkel und erhöhte auf 4:0, was zugleich der Halbzeitstand war.

Nach dem Seitenwechsel blies der VfL weiter zum Angriff. Torjäger Dominik Früh beendete seine Torblockade mit einem schönen Linksschuss ins Eck, nachdem er seine Gegenspieler hatte alt aussehen lassen. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Pfullinger Bemühungen auf das halbe Dutzend langsam nach. Fünf Minuten vor dem Ende war es Emre Önal, der einen der wenigen sehenswerten Gärtringer Vorstöße zum 1:5 abschloss.

„Der Elfmeter in der ersten Minute und die dann auch frühe deutliche Führung haben uns die Sicherheit im Spiel mit Ball gegeben und wir konnten das Spiel trotz einiger urlaubsbedingter Ausfälle komplett beherrschen,“ analysierte Co-Trainer Rasmus Joost. „Einziger Wermutstropfen ist das Gegentor kurz vor Schluss. Zu Null wäre schön gewesen.“ Nun kommt es am Mittwoch, 14. August zum Auswärtsspiel bei der Heimstarken Spielvereinigung Holzgerlingen. Anstoß ist bereits um 17.45 Uhr.

 

Pokal Gaertringen

Lukas Linder traf zwei Mal ins Schwarze.