Sportlich lief es am vergangenen Wochenende recht überschaubar für die Fußballer des VfL Pfullingen. Grund zur Freude gab es dennoch. Schließlich überreichte wfv-Vertreter Helmut Ebermann, der als ehemaliger Juniorentrainer beim VfL sicherlich kein Unbekannter ist, einen dicken Scheck des Deutschen Fußballbundes an die Jugendabteilung des Vereins.

Grund für diese großzügige Zuwendung ist der Umstand, dass es mit Benjamin Goller ein ehemaliger Juniorenspieler des VfL in die Juniorennationalteams geschafft hat. Benni, wie ihn seine Freunde rufen, lief mit dem Adler auf der Brust drei Mal für die U18 und bislang drei Mal für die U19 auf, wobei ihm ein Tor gegen das englische Team gelang.

Seit 1997 gibt es diese Bonuszahlungen für Amateurvereine, die einen künftigen Nationalspieler mindestens zwei Jahre lang ausgebildet haben. Vereine der ersten beiden Bundesligen bleiben hierbei außen vor. Im Bereich des wfv kommen im Jahr 2018 insgesamt 16 Amateurvereine (inkl dritte Liga) in den Genuss einer Bonuszahlung. Insgesamt belaufen sich diese auf 41.100 Euro.

Benjamin Goller (Jahrgang 1999) kam vom TSV Holzelfingen und spielte von 2011 bis 2014 für die D- sowie C-Junioren des VfL. Michael Konietzny, damals Juniorentrainer bei den Stuttgarter Kickers, nutzte seine engen Beziehungen zu den Pfullingern und empfahl Benni für höhere Aufgaben in Degerloch. Dort spielte er zwei Jahre lang für die B-Junioren, bevor er in die Knappenschmiede des FC Schalke wechselte. Seit 2016 gehört der dem A-Junioren-Bundesligakader an. Mit Erfolg, erst am vergangenen Samstag gelangen ihm beim 3:0 gegen Fortuna Köln ein Tor und eine Vorlage.

 

Scheckuebergabe Benni Goller

Benjamin Goller (Fünfter von links) umrahmt von ehemaligen Pfullinger Weggefährten. Überreicht hat den Scheck Helmut Ebermann (rechts neben Benjamin), Mitglied des wfv-Verbandsjugendausschusses.