Highlight, Sahnehäubchen, Belohnung für das Geleistete – diese Zusatzschicht nehmen die A-Junioren des VfL gerne in Kauf, wenn am Mittwochmorgen um 11 Uhr das Achtelfinale des ADAC-Verbandspokals angepfiffen wird. Schließlich hat man in seiner Juniorenkarriere nicht oft die Gelegenheit, sich in einem Pflichtspiel mit einer Bundesligajuniorenmannschaft derselben Altersklasse zu messen. Wer weiß, wer von den Gegenspielern den Sprung in den Profibereich schafft?

Auch für Trainer Thorsten Fock ist diese Partie etwas Besonderes: „Es ist natürlich ein Riesenerlebnis für die Jungs, was sie sich aufgrund der Leistung in den vorausgegangenen Runden völlig verdient haben. In diesem Spiel heißt es Erlebnis vor Ergebnis, was aber nicht bedeuten soll, dass wir uns abschießen lassen wollen. Wir werden so gut wie möglich dagegenhalten und dann schauen wir mal. Ich hoffe, dass einige Zuschauer kommen, was die tolle Sache abrunden würde.“ Kapitän Sven Packert fiebert dem Pokalspiel ebenfalls entgegen: „Auch wenn die Favoritenrolle klar verteilt ist, rechnen wir uns mit der Unterstützung der Zuschauer eine kleine Außenseiterchance aus.“

Die Pfullinger U19 hat sich durch Siege gegen die Verbandsstaffelkonkurrenten der Young Boys Reutlingen (3:0) sowie des FV Ravensburg (4:2) das Achtelfinale verdient. Der VfL war somit eine von sieben Verbandsstaffelmannschaften, zu denen sich nun die neun überverbandlich spielenden wfv-Vereine (u.a. Nachbar SSV Reutlingen) gesellen. Diese spielen nun die verbleibenden acht Teams im Wettbewerb aus. Die Stuttgarter verloren am Wochenende das Punktheimspiel gegen den FC Bayern München mit 0:2, der VfL besiegte am Sonntag Vorjahresmeister SV Zimmern mit 3:0.

Schon einmal traf der VfL auf das Team aus der Landeshauptstadt. Am 04. April 2006 behielt der VfB mit 6:1 die Oberhand, wobei der Reutlinger Generalanzeiger den Schützlingen von Peter Rigöl bescheinigte, dass die Höhe der Niederlage über „das Leistungsvermögen der Echaztäler hinwegtäuscht.“ Mit von der Partie war im Pfullinger Team um Kapitän Felix Krasser ein gewisser Sven Schipplock, dessen Talent schon damals keinem Kenner der Materie verborgen blieb. Auch Patrick Weiland, heute noch in Bezirksligadiensten des Vereins, gehörte zur Auswahl ebenso wie Rogerio Carneiro, der den Ehrentreffer markierte.

 

Vorschau Pokal VfB

Sven Schipplock war beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams im Jahr 2006 ein Pfullinger Protagonist.