Im entscheidenden Relegationsspiel geht es am Sonntag sowohl für den VfL Pfullingen II als auch für den TB Kirchentellinsfurt um nichts mehr oder weniger als um den letzten verbleibenden Startplatz in der Bezirksligasaison 2018/2019. Pfullingen konnte sich in zwei kräfteraubenden Entscheidungsspielen gegen die Vizemeisterkonkurrenz aus Dusslingen (A-Liga Tübingen) und Sonnenbühl (A-Liga Münsingen) durchsetzen. Der Turnerbund konnte die beiden vergangenen Wochen relativ entspannt die Entwicklung der Vorausscheidung beobachten.

Dass die Pfullinger überhaupt in den Genuss der Aufstiegsrunde kamen, war im Verlauf der abgelaufenen Spielzeit nicht immer zu erwarten. Insgesamt sieben Niederlagen stehen in der Abschlussbilanz zu Buche und der Abstand zum Spitzenduo aus Eningen und Oferdingen schien phasenweise fast schon uneinholbar. Doch dank einer soliden zweiten Halbserie und einer schwächelnden Konkurrenz stand die Vizemeisterschaft bereits vor dem abschließenden Spieltag fest. In den beiden Qualifikationsspielen gegen die Spfr Dusslingen (3:2) und FC Sonnenbühl (4:1) erwies sich die Offensive des VfL II als das entscheidende Kriterium, wiewohl sich die Abwehr nicht in jeder Situation als sattelfest erwies.

Auf die Chancen angesprochen, zuckt Goalgetter Patrick Weiland mit den Schultern: „So etwas einzuschätzen ist in solchen Spielen immer schwierig, weil viele Faktoren einwirken können. Auf alle Fälle ist Kirchentellinsfurt der klare Favorit.“ Dennoch fiebert der dreifache Torschütze des Sonnenbühl-Spiels dem Sonntag entgegen: „Wir freuen uns tierisch auf die Partie. Wir wollen uns mit dem Bezirksligisten messen und mehr als nur vollen Einsatz geben, um diese einmalige Chance zu nutzen. Im Gegensatz zum TBK haben wir nichts zu verlieren.“

Der Turnerbund hat eine sehr durchwachsene Saison hinter sich. Zehn Spieltage in Folge hing die rote Laterne des Tabellenletzten am Faulbaum. Erst dann rappelte sich das Team auf und besann sich seiner Stärken, was nicht zuletzt dem Trainer zu verdanken ist. Robert Hofacker übernahm im November 2017 in Kirchentellinsfurt das sportliche Zepter und führte das Team aus dem Tabellenkeller. Hofacker, in Pfullingen durch seine Co-Trainertätigkeit unter Jochen Class beileibe kein Unbekannter, sieht die Chancen etwa gleich verteilt: „Pfullingen und Kirchentellinsfurt begegnen sich aus meiner Sicht auf Augenhöhe. Ich erwarte ein packendes und spannendes Spiel mit offenem Ausgang.“ Um – ganz Ex-Profi – nachzuschieben: „Meine persönliche Sympathie für den VfL muss am Sonntag ruhen.“ Beide Teams trafen übrigens unter der Leitung von Hofacker und VfL-Coach Matthias Jedele bereits Ende Januar in einem Testspiel aufeinander. Damals gewann der TBK nach 1:2-Halbzeitrückstand am Ende mit 4:2 Toren.

Sonntag, 24. Juni, 15.00 Uhr, Sportplatz Kusterdingen: TB Kirchentellinsfurt - VfL Pfullingen II

 

Vorschau Relegation3

Wie kann man den TBK knacken, scheinen sich hier Immanuel Baur, Julian Welsch und Patrick Weiland zu fragen.