Erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit zieht der VfL wieder in die dritte Runde des Pokalwettbewerbs ein. Gegen den letztjährigen Verbandsligakonkurrenten gewannen die Mannen um Kapitän Patrick Lehmann deutlich mit 4:0 (2:0) Toren.

Jahreszeitüblich mussten beide Teams auf Stammpersonal verzichten. Der gastgebende VfL schien dies deutlich besser kompensieren zu können. Yasin Yilmaz, eigentlich als Co-Trainer am Spielfeldrand vorgesehen, musste für den verletzten Florian Gekeler einspringen. Gekeler hatte sich Anfang Juni im Spiel gegen Essingen am Kreuzband verletzt, was erst jetzt richtig zu Tage kam. Er wird noch mindestens vier Wochen fehlen. Yilmaz bot eine sehr gute Vertretungsleistung im zentralen defensiven Mittelfeld. Die Hausherren waren vom Startschuss weg das wesentlich aktivere Team und zwangen der TSG ihr Spiel auf. So ließen die Torchancen nicht lange auf sich warten. Nach 14 Minuten traf Dominik Früh den Pfosten, eine Minute später gelang Kevin Haußmann per abgefälschtem Schuss die verdiente Führung. Auch im weiteren Verlauf spielte eigentlich nur der VfL nach vorne und die 250 Zuschauer fragten sich allmählich, wann der Verbandsligist endlich loslegt. Doch dies taten sie nicht, im Gegenteil: Nach einem Schuss von Früh grätschte Wagner den Ball aus abseitsverdächtiger Position zum 2:0 über die Linie.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Aufbäumen der Unistädter aus. Die Pfullinger konnten ihr Spiel weiterhin nach Belieben durchziehen. Nach Vorarbeit von Lehmann war Lukas Linder zur Stelle und schob den Ball zum 3:0 ins Eck (53). Weitere Möglichkeiten des VfL schlossen sich an, darunter ein Flugkopfball an die Latte des spielfreudigen, aber unglücklichen Dominik Früh (70.). Der eingewechselte Heiko Schall, er kam nach einer Stunde zusammen mit Matthias Dünkel ins Spiel, sorgte mit einem sehenswerten Treffer für den 4:0-Endstand, er legte sich den Ball mittels Lupfer selber vor und schloss trocken ab. Trainer Michael Konietzny schätzt die Lage richtig ein: „Es war ein gutes Spiel, und der Sieg in der auch Höhe verdient. Trotzdem ist das alles ein Muster ohne Wert, denn Punkte haben wir dafür nicht bekommen.“

 

Pokal Tuebingen

Der VfL stemmte sich erfolgreich gegen die übermächtige TSG Tübingen.