Die erste Runde im wfv-Pokal ist erfolgreich gemeistert. Der VfL Pfullingen hat beim letztjährigen Ligakonkurrenten FC Gärtringen deutlich mit 5:1 (4:0) gewonnen und zieht in die zweite Pokalrunde, die das Auswärtsspiel bei der Spvvg Holzgerlingen vorsieht, ein.

Bereits nach zwei Minuten gingen die Schützlinge von Michael Konietzny und Rasmus Joost in Führung. Vorausgegangen war ein dummes Foul an Matthias Dünkel im Strafraum, Youngster Felix Häußler verwandelte den zugesprochenen Elfmeter souverän. Diese frühe Führung spielte dem VfL in die Karten. Der Verbandsligaaufsteiger präsentierte sich hellwach, war immer einen Schritt schneller und konnte gegen verunsicherte Gärtringer schalten und walten, wie er wollte. Nach einer Viertelstunde war es Lukas Linder, der den Ball nach genauem Zuspiel von Daniel Kühnbach Azevedo zum 0:2 über die Linie drückte. Nur zwei Minuten später bugsierte Timo Theuer den Ball nach einem Gestochere im Fünfmeterraum ins eigene Tor, die Partie war somit entschieden. Die Pfullinger ließen jedoch nicht locker, was ihnen die indisponierten Hausherren allerdings auch nicht allzu schwer machten. Erneut Linder nutzte ein Zuspiel von Dünkel und erhöhte auf 4:0, was zugleich der Halbzeitstand war.

Nach dem Seitenwechsel blies der VfL weiter zum Angriff. Torjäger Dominik Früh beendete seine Torblockade mit einem schönen Linksschuss ins Eck, nachdem er seine Gegenspieler hatte alt aussehen lassen. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Pfullinger Bemühungen auf das halbe Dutzend langsam nach. Fünf Minuten vor dem Ende war es Emre Önal, der einen der wenigen sehenswerten Gärtringer Vorstöße zum 1:5 abschloss.

„Der Elfmeter in der ersten Minute und die dann auch frühe deutliche Führung haben uns die Sicherheit im Spiel mit Ball gegeben und wir konnten das Spiel trotz einiger urlaubsbedingter Ausfälle komplett beherrschen,“ analysierte Co-Trainer Rasmus Joost. „Einziger Wermutstropfen ist das Gegentor kurz vor Schluss. Zu Null wäre schön gewesen.“ Nun kommt es am Mittwoch, 14. August zum Auswärtsspiel bei der Heimstarken Spielvereinigung Holzgerlingen. Anstoß ist bereits um 17.45 Uhr.

 

Pokal Gaertringen

Lukas Linder traf zwei Mal ins Schwarze.

Jetzt geht’s los. Mit dem Erstrundenspiel im wfv-Pokal am Samstag beim FC Gärtringen beginnt für den VfL Pfullingen die Saison 2019/2020. Dabei hat Trainer Michael Konietzny den Vorbereitungsmodus noch nicht beendet. „Wir hatten schon bessere Vorbereitungen“, blickt Pfullingens Chefcoach nicht nur angesichts der beiden sehr bescheidenen Testspielleistungen gegen Reutlingen (0:4) und in Nehren (2:1) zurück. „Wir werden in der kommenden Woche den Hebel noch einmal ansetzten, und zwar vorne wie hinten.“ Dabei werde er die Belastung so steuern, dass sie vor dem Rundenauftakt gegen den TSV Heimerdingen nicht zu hoch werde.

Doch zunächst einmal wartet die Hürde in Gärtringen. Konietzny: „Wir wollen eine Runde weiterkommen. Es fehlt zwar eine ganze Reihe an Spielern, aber wir werden elf Mann aufbieten, die was können.“ Profitieren von diesem Personalengpass wird Nico Seiz. Der fast 19-jährige Außenverteidiger kam von den A-Junioren des SSV Reutlingen nach Pfullingen und war zunächst für den Bezirksligakader vorgesehen. Doch machte er in den vergangenen Wochen durch konstant gute Leistungen auf sich aufmerksam. „Er ist realtiv abgezockt und traut sich was zu“, lobt der Trainer den Youngster. „Er muss noch die Abläufe kennenlernen, aber es ist nicht ohne, was er macht.“ Seiz ist am Samstag im Kader.

Der FC Gärtringen ist ein echter Gradmesser für den Verbandsligaaufsteiger. In der Meistersaison hatte der VfL bei den beiden 2:0-Erfolgen gegen den FC erhebliche Mühe und das Glück des Tüchtigen. In den vergangenen Testspieler ließen die Gärtringer mit einem 3:0-Erfolg gegen die TSG Tübingen und einem 1:1-Unentschieden gegen den SKV Rutesheim aufhorchen. Anstoß auf dem Sportgelände am Weingarten ist am Samstag um 15 Uhr.

 

Vorschau Pokal Gärtringen

In der vergangenen Saison gab es zwei umkämpfte Spiele zwischen den Pokalkontrahenten.

Im letzten Testspiel der Sommervorbereitung 2019 offenbarten die Verbandsligakicker noch einiges an Verbesserungspotential. Trotz des mühsamen 2:1-Erfolgs beim letztjährigen Ligakonkurrenten SV Nehren war viel Sand im Getriebe des VfL.

Die Schützlinge von Michael legten konzentriert los und ließen den Gastgebern wenig Luft zum Atmen. Diese befreiten sich allerdings ziemlich schnell und setzten eigene Akzente. So zum Beispiel in der 17. Minute, als Tim Steiger mit einem langen Ball in den Lauf bedient wurde und gekonnt zum Führungstreffer abschloss. Die besseren Torchancen hatte unter dem Strich weiterhin das Team des Pfullinger Ehrenspielführers Markus Leuthe, der in dieser Saison als Trainer beim SVN verantwortlich zeichnet. Doch ein schön herausgespielter Angriff nach einer halben Stunde – Dominik Früh bediente mustergültig seinen Bruder Lukas – reichte zum 1:1-Halbzeitstand.

Im zweiten Durchgang hatte der VfL zumindest in Punkto Ballbesitz eine Steigerung zu verzeichnen und die gefährlichen Situationen vor dem Tor von Tim Becker wurden deutlich seltener. Doch geizten die Verbandsligaaufsteiger nach wie vor mit der Demonstration ihren Könnens. Dieses blitzte in der 52. Minute allerdings kurz auf. Matthias Kunst steckte den Ball auf Patrick Lehmann durch, dieser brachte das Spielgerät schlussendlich zur Führung unter. Bis Samstag muss eine deutliche Leistungssteigerung her, will das Team beim FC Gärtringen in der ersten Runde des wfv-Pokals (15.30 Uhr) bestehen.

 

Test Nehren

Lukas Früh traf nach einer halben Stunde zum 1:1.

 

Die Testspiele in der Übersicht

SSC Tübingen - VfL 1:5 (0:4)
Tore für den VfL: Karasalihovic (2). Kühnbach Azevedo, L. Früh, Chatzimalousis

SV Pfrondorf - VfL 1:1 (0:0)
Tor für den VfL: Häußler

VfL - FC 07 Albstadt 4:2 (1:2)
Tore für den VfL: Dodaj (2), Haußmann (FE), L. Früh

VfL - VfB Stuttgart II 0:1 (0:1)

VfL - SSV Reutlingen 0:4 (0:2)

SV Nehren - VfL 1:2 (1:1)
Tore für den VfL: L. Früh, Lehmann

Das Nachbarschaftsduell der beiden ligahöchsten Fußballmannschaften des Sportkreises Reutlingen war eine deutliche Sache. Der Favorit aus Reutlingen gewann verdient mit 4:0 (2:0) Toren.

Wie schon gegen den VfB Stuttgart II zwei Tage zuvor ging der Oberligist früh in Führung. Vor 350 Zuschauern war es Marvin Methner, der per Kopf zum 0:1 vollstreckte. Nun kamen die Gastgeber etwas besser in die Partie und hielten dem Druck der Kreuzeichekicker zunächst stand. Doch blieb der VfL im Offensivspiel sehr blass. Nach eigenem Ballgewinn war das Spielgerät schon nach zwei oder drei Stationen wieder beim SSV gelandet, der einen deutlich engagierteren Eindruck hinterließ. So war das zweite Tor durch Marcel Schmitt folgerichtig (26.).

Auch im zweiten Durchgang waren die Reutlinger die deutlich aktivere Mannschaft. Beim VfL machten sich auch die Strapazen der Vortage und der morgendlichen Trainingseinheit bemerkbar. Onesi Kuengienda per Freistoß-Nachschuss sowie Neuzugang Willie Sauerborn schraubten das Ergebnis auf 0:4. Trainer Michael Konietzny war etwas enttäuscht. „Ich hätte mir etwas mehr von meinem Team erwartet. Uns fehlte die Frische, wir haben kaum etwas übers Mittelfeld entwickelt. Gegen VfB waren wir zwei Klassen besser, für den SSV waren wir heute ein schöner Sparringspartner. Das hat mich etwas genervt.“

 

Test SSV

Neuzugang Nico Seiz von den A-Junioren des SSV Reutlingen war einer der wenigen Lichtblicke auf Pfullinger Seite.

 

Die Testspiele in der Übersicht

SSC Tübingen – VfL 1:5 (0:4)
Tore für den VfL: Karasalihovic (2). Kühnbach Azevedo, L. Früh, Chatzimalousis

SV Pfrondorf – VfL 1:1 (0:0)
Tor für den VfL: Häußler

VfL – FC 07 Albstadt 4:2 (1:2)
Tore für den VfL: Dodaj (2), Haußmann (FE), L. Früh

VfL – VfB Stuttgart II 0:1 (0:1)

VfL – SSV Reutlingen 0:4 (0:2)

Mittwoch, 31.07., 19.00 Uhr: SV Nehren - VfL