Schweren Herzens hängt Pfullingens Landesligakapitän Florian Gekeler seine Kickstiefel an den Nagel. Eine ernste Knieverletzung, die er sich bereits im Juni in der Partie gegen den TSV Essingen zugezogen hat und zunächst nicht diagnostiziert wurde, hat ihn zu diesem Schritt bewogen. Im letzten Spiel des Jahres in Ahldorf/Mühlen knickte der 29-Jährige erneut um, ein weiterer Arztbesuch bescherte ihm dann die deprimierende Diagnose. „Die Gefahr, mich noch schwerer zu verletzen, ist einfach zu groß“, erläuterte Gekeler seine Beweggründe.

In der der D- und C-Jugend in Pfullingen am Ball, wechselte er nach Sondelfingen und zum SSV Reutlingen, von wo er 2006 im A-Juniorenalter ans Jahnhaus zurückkehrte und schließlich in den Aktivenbereich aufstieg. Als Kapitän führte Gekeler die erste Mannschaft des VfL 2016 zur Landesligamameisterschaft. Für den VfL bestritt er 214 Pflichtspiele in der Landes- und Verbandsliga. Dem defensiven Mittelfeldspieler gelangen dabei vier Tore.

Auch neben dem Platz ist „Geki“ sehr aktiv, so half er bei der Erstellung des Jugendkonzepts mit und ist Gründungsmitglied und Übungsleiter der Ballschule des Vereins. Dass der Inhaber der B-Lizenz also weiterhin dem Fußballsport in einer anderen als der kickenden Funktion zu finden sein wird, ist klar. Zunächst bis zum Sommer gehört er zum Trainerstab der Landesligamannschaft. Anschließend will ihn der VfL in einer verantwortungsvollen Funktion einbinden.

 

Ruecktritt Florian

Viele Jahre zeigte Florian Gekeler seinem Team, wo es langgeht.

Die Zusammenarbeit zwischen dem VfL Pfullingen und Michael Konietzny geht über die laufende Saison hinaus. Noch vor Weihnachten einigten sich der 37 Jahre alte Cheftrainer der Landesligamannschaft und der zuständige Abteilungsleiter Oliver Herdtner auf die vorzeitige Verlängerung des Kontrakts bis zum 30. Juni 2020. Herdtner: „Ich freue mich sehr, dass wir unseren Trainer ein weiteres Jahr in Pfullingen haben. Seine Arbeit, die Mannschaft sportlich Schritt für Schritt besser zu machen, wird von uns sehr geschätzt und daher gibt es keine Gründe, diesen Weg nicht weiter zu gehen. Michel und der VfL, das passt einfach gut zusammen."

Konietzny steht seit 2015 der ersten Herrenmannschaft der Pfullinger Fußballer vor. 2016 gelang dem Inhaber der A-Lizenz mit dem Team der Aufstieg in die Verbandsliga. Nach zwei Spielzeiten in Württembergs Eliteklasse musste der VfL allerdings in die Landesliga zurückkehren. Dort überwintert das Team auf dem ersten Platz.

„Da musste ich nicht lange überlegen“, sagt Konietzny zum Angebot. „Das Gesamtpaket passt, ich fühl mich wohl im Verein und schätze das Vertrauen. Es war nicht selbstverständlich, als damals die Anfrage an mich als absoluten Neuling im Aktivenbereich kam. Da möchte ich jetzt auch was zurückgeben. Außerdem macht es mir sehr viel Spaß, mit der Truppe zu arbeiten.“

 

Vertrageverlaengerung Konietzny

Bis Juni 2020 an der Seitenlinie: VfL-Chefcoach Michael Konietzny.

Unmittelbar nach der 1:2-Pleite des Bezirksligaaufsteigers VfL Pfullingen II beim TSV Wittlingen informierte Trainer Matthias Jedele die überraschte Mannschaft und den anwesenden Abteilungsleiter Sport, Oliver Herdtner, dass er sein Traineramt mit sofortiger Wirkung niederlegt. Dazu erklärte er: „Ich bin dem VfL Pfullingen sehr dankbar, dass man mir die Chance gegeben hat, eine ambitionierte A-Liga-Mannschaft und dieses Jahr ein Bezirksliga-Team zu trainieren. Im Verlauf der letzten Wochen ist mir jedoch klar geworden, dass sich meine Ansichten und die des Vereins und der Mannschaft nicht immer decken. Daher bin ich der Meinung, dass es für den VfL Pfullingen II in der jetzigen Situation besser ist, wenn jemand anders den Posten des Cheftrainers übernimmt. Ich wünsche dem VfL alles Gute und hoffe, dass sie das Ziel des Klassenerhaltes auch erreichen.“

Jedele übernahm das Amt zu Jahresbeginn 2018 und führte das Team in Reutlingens A-Liga auf den zweiten Platz. In der folgenden Relegation gelang dem VfL II der erstmalige Aufstieg in die Bezirksliga. Nach gutem Rundenstart blieben zuletzt die Erfolgserlebnisse aus und nach zehn Spieltagen steht Pfullingens zweite Garnitur auf einem Abstiegsplatz.

„Wir sind überrascht vom Rücktritt Matthias‘, gibt Herdtner zu Protokoll. „Wir hatten erst am Freitag intern über einige Themen gesprochen. Er hat sich mehr Unterstützung aus dem Kader der Landesligamannschaft erhofft, was aber nicht im gewünschten Maße eintrat. Unter dem Eindruck der nicht bezirkslilatauglichen Leistung in Wittlingen sah er das Ziel des Klassenverbleibs stark gefährdet. Der VfL Pfullingen bedauert diese Entscheidung von Jedele, respektiert diese aber und wünscht ihm auf all seinen Wegen für die Zukunft alles Gute.“

Ein Nachfolger wurde indes schnell gefunden. Jörg Kluge, der bereits in der vergangenen Spielzeit eingesprungen ist und somit der Vorgänger Jedeles war, wird ihm in dieser Aufgabe folgen und die Mannschaft ab sofort trainieren.

 

Nachfolge Jedele

Der Vorgänger wird Nachfolger. Jörg Kluge (re.) übernimmt den Bezirksliga-Trainerposten von Matthias Jedele.

Der VfL Pfullingen II gehört zu den letzten acht Mannschaften im laufenden Pokalwettbewerb. Im Achtelfinale setzte sich das stark ersatzgeschwächte Team von Trainer Matthias Jedele bei der SGM Hirrlingen II/Hemmendorf II mit 3:1 (2:1) Toren durch.

Auf derselben Sportanlage, auf der es am vergangenen Sonntag im Bezirksligaduell mit der ersten Hirrlinger Auswahl eine 0:2-Niederlage setzte, konnte sich der VfL II dieses Mal behaupten. Tobias Astfalk erzielte nach Vorarbeit von Christopher Scheufen bereits in der 9. Spielminute das 0:1. Die Gäste blieben spielbestimmend und hätten erneut durch Astfalk und Dennis Pfitzer die Führung ausbauen können, was Torhüter Patrick Stark allerdings zwei Mal per Fußabwehr verhinderte. Kurz vor der Pause zog Kevin Schmidt aus 20 Metern ab – 0:2. In der Nachspielzeit dann noch der Anschlusstreffer der SGM durch Hannes Klocker, dem allerdings ein ungeahndetes Foul an VfL-Schlussmann Martin Welsch vorausging.

Im zweiten Durchgang war Welsch mehr beschäftigt, weil die Hausherren, die in der Runde zuvor den TSV Genkingen mit 4:0 hinauskegelten, Morgenluft witterten. Diesem Ansinnen schob jedoch Dennis Pfitzer einen Riegel vor, als er mit einem platzierten Kopfball nach präziser Flanke von Kevin Schmidt auf 1:3 erhöhte (64.). Die Partie wurde nun fahrig, das Anrennen der SGM und die Konterversuche des VfL brachten nichts mehr ein. So blieb es beim Pfullinger Erfolg, für Anfang April 2019 stehen die Viertelfinals im Rahmenterminkalender.

 

Pokal SGM HHII

Das Team des VfL II freut sich über den Einzug ins Viertelfinale, das im April 2019 durchgeführt wird.