Der VfL Pfullingen beurlaubt die beiden Trainer Michael Konietzny und Rasmus Joost mit sofortiger Wirkung. Das ist das Ergebnis einer ausgiebigen Analyse der sportlichen Situation des Verbandsligateams durch die Abteilungsführung. Die zuletzt ausbleibenden Ergebnisse und der gravierende Leistungsabfall auf dem Platz waren ausschlaggebend für diesen Schritt. Das Team belegt zurzeit einen Abstiegsplatz.

„Uns ist die Entscheidung unglaublich schwergefallen,“ sagt Spielleiter Frank König. „Rein aus Sympathie hätten wir sicher eine andere gefällt, aber schlussendlich geht es um das Wohl des Vereins. Wir haben uns intensiv ausgetauscht und sind zum Entschluss gekommen, dass wir in der jetzigen Konstellation, verstärkt durch die ungewisse Zukunft des Spielbetriebs, das Ruder nicht mehr herumreißen können.“

Michael Konietzny wurde 2015 Cheftrainer und führte die Pfullinger 2016 und 2019 als Landesligameister in die Verbandsliga. Rasmus Joost übernahm 2019 den Co-Trainerposten.


Beurlaubung KonietznyJoost

Ihr gemeinsamer Weg beim VfL ist zu Ende. Michael Konietzny (re.) und Rasmus Joost wurden beurlaubt.

In der dritten Runde scheidet die U23 des VfL aus dem Bezirkspokal 2020/2021 aus. Nach zwei klaren Siegen in den beiden ersten Runden war bei A-Ligist CP Reutlingen Endstation.

In der ersten Halbzeit verzeichnete der VfL viel Ballbesitz und kam auch nach Standards zu brauchbaren Chancen. Allein fehlte die letzte Durchschlagskraft zur Führung. Die Gastgeber verlegten sich aufs Kontern, was zunächst auch nichts einbrachte.

Dies änderte sich im zweiten Durchgang. Pfullingens Abwehr war nicht aufmerksam genug und Andrea Gervasi markierte die Führung (56.). Der VfL, im Vergelich zu den beiden Punktspielen auf vielen Positionen umgestellt rannte weiter an. Als er in der Schlussphase alles auf eine Karte setzte und auch Torhüter Martin Welsch mit nach vorne ging, nutzte Marian Margarit das entblößte Gehäuse zur Entscheidung.

„Ballbesitz schießt halt keine Tore“, zitierte Spielleiter Patrick Weiland eine alte Fußballerweisheit. „Uns fehlte die Idee, wie man aus dem spielerischen Übergewicht Kapital schlägt. Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen.“

 

Pokal U23 CP

Immerhin können sich Marcel Ezewele und seine Mannschaftskameraden nun auf die Bezirksliga konzentrieren.

Erhobenen Hauptes verlässt der VfL die Bühne des diesjährigen DB Regio-wfv-Pokals. Auf der „Road to Waldau“ mussten die Schützlinge der Trainer Michael Konietzny und Rasmus Joost im Achtelfinale die Abfahrt nehmen. Gegen den Oberligisten FSV 08 Bissingen war nach dem 1:3 (1:1) im heimischen Volksbank-Stadion Endstation.

Die Hausherren zeigten vor 280 Zuschauern keinen Respekt vor den höherklassigen Gästen und spielte munter nach vorne. Eine mustergültige Hereingabe von Kevin Haußmann lenkte der im Strafraum lauernde Neuzugang Frieder Geiger geschickt zur Führung ins Tor. Die Gäste, am Samstag 3:0-Sieger im Punktspiel gegen den SSV Reutlingen, mussten sich erst sammeln, wurden dann aber stärker. Der Ausgleich nach einer halben Stunde war dennoch unnötig. Nach einem weiten Ball stellte sich Yasin Yilmaz ungeschickt an, Riccardo Gorgoglione nutzte diesen Umstand aus und schloss zum 1:1 ab. Bis zum Seitenwechsel blieb es ein Spiel auf Augenhöhe.

Im zweiten Durchgang zeigten die Bissinger, dass sie eine Klasse höher angesiedelt sind. Die Hausherren taten sich im Aufbauspiel nun viel schwerer und mussten sich verstärktem Druck erwehren. Nach einer Hereingabe von Marius Kunde hatte Pascal Hemmerich wenig Mühe, das Spiel zu drehen (54.). Doch der VfL bekam in der Schlussviertelstunde die zweite Luft und bot noch einmal Paroli. Zunächst streifte ein Schuss von Matthias Dünkel, zurzeit in bestechender Form, nur knapp am langen Pfosten vorbei, dann geriet Geiger bei seinem Versuch zu sehr in Rückenlage, der Ball zischte über das Gästetor. Quasi mit dem Schlusspfiff die endgültige Entscheidung. Im Nachschuss aus kurzer Distanz war es erneut Hemmerich, der den Einzug des FSV ins Viertelfinale sicherstellte.

Auf Pfullinger Seite konnte man mit dem Auftritt durchaus zufrieden sein. „An so einem Tag muss alles passen“, meinte Konietzny nach dem Spiel und hakte den Pokalwettbewerb damit ab. Die Erkenntnis, dass der breite VfL-Kader durchweg Qualität besitzt, dürfte für die Verbandsligasaison, die bereits am Freitag mit dem Derby gegen Tübingen weitergeht, sehr wertvoll sein.

 

Pokal Bissingen

Frieder Geiger brachte den VfL in Führung.

Vier Pflichtspiele hat der VfL in dieser noch jungen Saison bereits absolviert. In allen vieren, drei Mal im Pokal und am ersten Verbandsligaspieltag, gingen die Pfullinger als Sieger vom Platz. Nummer fünf, welches am Dienstag ansteht, wird mit Sicherheit die bislang größte Herausforderung für die Konietzny-Schützlinge.

Im Achtelfinale des DB Regio-wfv-Pokals gibt der FSV 08 Bissingen seine Visitenkarte am Jahnhaus ab. Die Bissinger fertigten am ersten Spieltag der Oberliga den SSV Reutlingen mit 3:0 ab und gehen als klassenhöherer Verein naturgemäß als Favorit in die Partie.

„Es ist ein schöner Gradmesser gegen ein Oberligateam“, freut sich Trainer Michael Konietzny auf dieses Extra. „Das Hauptaugenmerk wird auf dem Spiel gegen den Ball liegen, das war in Wangen noch nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Trotz dieser Mehrbelastung – das nächste Punktspiel ist bereits am Freitag gegen die TSG Tübingen – erwartet der 38-Jährige einen entsprechenden Einsatz seiner Jungs: „Wir schenken das Spiel sicher nicht ab.“

Fehlen wird den Gastgebern Nyamekye Awortwie-Grant, der nach seiner Ampelkarte in Wange ein Spiel Sperre absitzen muss.

 

Vorschau Pokal4

Gegen den FSV 08 Bissingen sind die Mannen um Kapitän Andreas Maier besonders gefordert.