Frank König hatte in den vergangenen Wochen einen vollen Terminkalender. Telefonate mit Vereinen, persönliche Gespräche mit potentiellen Neuzugängen, Koordination mit dem sportlichen Leiter Jörg Kluge, all dies musste der Spielleiter der Verbandsligafußballer des VfL Pfullingen unterbringen.

Nun darf sich König zumindest eine kleine Verschnaufpause gönnen: „Der Kader für eine sehr lange Saison 2020/2021 steht.“ Sieben Spieler verlassen den Verein, dafür streifen sich sieben externe Neuzugänge künftig das Pfullinger Trikot über.

Neben den bereits feststehenden Abgängen Valon Dodaj (Calcio Leinfelden-Echterdingen), Andrej Schlecht (FC Holzhausen) und Patrick Lehmann (VfL U23) wechseln Christos Chatzimalousis und Fatmir Karasalihovic zum 1. FC Frickenhausen. Das Ziel von Daniel Kühnbach Azevedo ist noch unbekannt. Stefan Matus kehrt nach nur einer Spielzeit zu seinem Heimatverein SV Auingen zurück.

Neben Elias Lachenmann (VfL U19) und Frieder Geiger (TSV Grafenberg) werden ab dem 01. Juli folgende Akteure auf der Habenseite geführt: Max Höcketstaller (FV Lörrach-Brombach/SV Pfrondorf), Marvin Heim (SV Pfrondorf), Ioannis Potsou (FC Rottenburg), Lukas Glaser (TSG Balingen), sowie Nyamekye Awortwie-Grant (VfB Neckarrems). Ab September stößt Torhüter Lucas Lamm (Rahlstedter SC) zum Kader.

„Das sind allesamt junge und gut ausgebildete Spieler. Michael Konietzny und ich freuen uns, sie im Kader zu haben“, zeigt sich Co-Trainer Rasmus Joost zufrieden mit der aktuellen Wechselbilanz.

 

Kaderplanung

Verbandsliga-Spielleiter Frank König kann Vollzug melden.

Die personellen Planungen beim VfL Pfullingen schreiten trotz der noch offenen Zukunft der laufenden und kommenden Saison weiter voran. Die sportliche Leitung konnte dabei einen Großteil des aktuellen Kaders für eine weitere Spielzeit an den Verein binden. Andrej Schlecht (er wechselt zum designierten Ligakonkurrenten FC Holzhausen) und Valon Dodaj werden den Verein verlassen. Patrick Lehmann schließt sich der U23 an. Lediglich hinter dem Verbleib von Christos Chatzimalousis, Fatmir Karasalihovic sowie Daniel Kühnbach Azevedo stehen noch Fragezeichen. Somit ist Yasin Yilmaz der „Oldie“ im Kader der ersten Mannschaft (27) sowie Kevin Haußmann der dienstälteste Akteur.

Vom TSV Grafenberg kommt Sturm-Talent Frieder Geiger zum VfL. Aus der eigenen Jugend stößt Elias Lachenmann zum Kader. Er ist einer von zehn Spielern der Pfullinger U19, die in den Aktivenbereich des VfL wechseln. Gespräche mit weiteren potenziellen Neuzugängen laufen.

 

Trainerverlaengerung Website

Das Trainerduo Michael Konietzny und Rasmus Joost (li.) kann mit einem moderat veränderten Kader planen.

Routinier Patrick Lehmann will zukünftig etwas kürzertreten und ab der kommenden Saison (wann auch immer diese starten wird) für die U23 die Fäden im Mittelfeld ziehen. Patrick kam 2008 aus der VfL-Jugend zu den Aktiven. Dort entwickelte er sich schnell zum Stammspieler und Leistungsträger.

Die Verbandsliga lockte ihn 2012 zum SV Bonlanden. 2015 bereiste der heute 31-Jährige die Welt und kehrte schließlich ans Jahnhaus zurück.

Insgesamt kam der Mittelfeldroutinier für den VfL in der Landes- und Verbandsliga auf 194 Einsätze. Dabei erzielte er 30 Tore. Sein Strafregister weist 77 Verwarnungen, fünf Ampelkarten und vier Feldverweise auf Dauer aus.

„Schade, dass es jetzt so in der Ersten zu Ende geht“, bedauert „Lehmi“ die besonderen Umstände, die wohl zu einem Saisonabbruch führen werden. „Aber ich hatte eine sehr schöne Zeit mit Auf- und Abstiegen und allem was so dazugehört.“

 

Lehmann U23

Auch mit 31 noch nicht zu alt für die U23: Patrick Lehmann.

Der erste Neuzugang für die kommende Saison steht fest. Der VfL Pfullingen freut sich auf Frieder Geiger, der vom A-Ligisten TSV Grafenberg ans Jahnhaus wechselt. Der 22-jährige Stürmer sorgte in den vergangenen Jahren für Aufsehen im Bezirk Neckar Fils. Seit Geiger 2016 ins Aktivenlager aufgerückt ist, schoss der mittlerweile 22-Jährige in 94 Punktspielen stolze 150 Tore. 26 davon gelangen ihm in den 17 Einsätzen der laufenden Saison.

„Wir haben Frieder mehrmals beobachtet und sind von seinen Fähigkeiten überzeugt. Er hat eine Wahnsinnsquote, ist sehr Abschlussstark und besitzt noch Entwicklungspotential“, nennt Verbandsliga-Spielleiter Frank König die Gründe für das nach mehreren Anläufen schlussendlich erfolgreiche Werben. Dass er im Ligensystem einen deutlichen Sprung nach oben macht, sieht König nicht als Problem. Schließlich zeigten auch andere höherklassige Vereine Interesse an dem Offensivtalent: „Solche Verpflichtungen sind Teil unserer Philosophie. Zudem passt Frieder menschlich hervorragend zu unserem Verein.“

Geiger freut sich auf die Herausforderung: „Ich will jetzt für mich den nächsten Schritt machen und mich in einer höheren Liga beweisen. Für meine Weiterentwicklung und Verbesserung sehe ich beim VfL eine große Chance.“

 

Neuzugang Geiger

Frieder Geiger geht in der kommenden Saison, wann immer diese auch starten wird, für den VfL auf Torejagd. Foto: Jürgen Holzwarth