Die Zuschauer auf dem Pfullinger Ahlsbergsportplatz sahen ein über weite Strecken trost- und über die komplette Spielzeit torloses Spiel Zwar hatte der höherklassige VfLPfullingen II ein Plus an Tormöglichkeiten, diese gehörten jedoch auf beiden Seiten nicht der Kategorie „hochklassig“ an. CP Reutlingen, erst im Sommer in die B-Klasse aufgestiegen, hielt tapfer dagegen. Mit fortschreitender Spieldauer trauten sich die Gäste mehr und mehr zu.

Da keine Tore aus dem Spiel zu verzeichnen waren, musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Zunächst hatte CP die Nase vorn, da Jürgen Wagner an Nelson Martins da Ccosta scheiterte. In der vorletzten Runde konnte Tim Becker den Schuss von Pedro Filipe Fontoura Almeida entschärfen und der VfL II ausgleichen - das shoot out ging in die Verlängerung. Nachdem sage und schreibe fünf Fahrkarten am Stück geschossen wurden, schnappte sich VfL-Schlussmann Becker den Ball und versenkte ihn zum 6:5-Endstand in den Maschen. Somit erreicht Pfullingens zweite Garnitur die dritte Runde des Bezirkspokals. Dort treffen die Schützlinge von Trainer Michael Strobel auf den Titelverteidiger SV Croatia Reutlingen (Mittwoch, 13.09.).

 

Pokal CP

Pokalheld an diesem Abend: Pfullingens Schlussmann Tim Becker.

Pokalheld an diesem Abend: Pfullingens Schlussmann Tim Becker

Das Zweitrunden-Bezirkspokalspiel des VfL Pfullingen II gegen CP Reutlingen wird am morgigen Mittwoch (23.08., 19.00 Uhr) im Pfullinger Sport- und Freizeitpark ausgetragen. Der Reutlinger Verein, der als B-Ligist automatisch Heimreicht genossen hätte, bat um den Platztausch. Als Grund gaben die Portugiesen an, dass das vorhandene Flutlicht nicht für die Austragung eines Spiels geeignet wäre und kein Ausweichplatz an der Reutlinger Kreuzeiche zur Verfügung stand.

CP Reutlingen hat sich in der ersten Pokalrunde gegen die SGM FC Reutlingen Croatia im Elfmeterschießen durchgesetzt, während der VfL II beim FC Reutlingen mit 9:1 die Oberhand behielt.

Es war eine arbeitsreiche Woche für Oliver Herdtner, den Abteilungsleiter Sport der VfL-Fußballer. Schließlich konnten die konkreten Planungen für das Pokalspiel gegen den Drittligisten VfR Aalen erst nach der erfolgreich überstandenen Auftaktpartie bei den Sportfreunden Gechingen beginnen. Und die hatten es in sich, schließlich bestanden Ordnungsamt und Polizei auf eine ganze Reihe an Auflagen, um dem angekündigten, unangenehmen Fanblock der Aalener Herr werden zu können. Doch die Anhänger der Ostälbler erwiesen sich als vorbildlich, sodass das Aufgebot an Polizei samt Pferden und Hunden und des zusätzlich engagierten privaten Sicherheitsdienstes etwas überdimensioniert erschien. Doch Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, und lieber einen Ordner zu viel als zu wenig.

Diese und die 950 Zuschauer konnten am Samstag in aller Ruhe das Spiel des VfL gegen den Drittligavierten VfR Aalen genießen. Aus Sicht der Gastgeber war die Luft im Stadion am Schönberg allerdings schnell raus. Denn bereits nach elf Minuten führten die Gäste mit 2:0, das Pfullinger Konzept, möglichst lange die Null zu halten, war über den Haufen geworfen. Die tapferen Gastgeber ließen sich allerdings nicht unterkriegen und hatten durch Dominik Früh sogar die Möglichkeit, den Anschlusstreffer zu erzielen. Nach feinem Zuspiel von Christopher Leuze umkurvte Früh VfR-Schlussmann Raif Husic, schoss den Ball dann allerdings an die Hacke des mitgeeilten Torben Rehfeldtauf der Torlinie. Als dann Luca Schnellbacher nach einer halben Stunde das 0:3 erzielte, wurden erste Bedenken wach, dass eine Packung auf den VfL wartete.

Doch zu Beginn des zweiten Durchganges setzten die Konietzny-Schützlinge wieder einige Akzente, Früh scheiterte aus Spitzem Winkel an Husic. Auf der anderen Seite nutzte Cagatay Kader eine viel zu kurze Rückgabe von Fatih Ötzge zum 0:4 und Mattia Trianni sorgte dann noch mit dem schönsten Tor des Tages für das 0:5. Jochen Frey hätte auf der anderen Seite den längst verdienten Ehrentreffer machen können, doch Husic, der von einem Fernsehteam des Senders SKY begleitet wurde, wollte an diesem Nachmittag einfach keinen Gegentreffer kassieren. Chefcoach Michael Konietzny gab sich dennoch halbwegs zufrieden: „Das Spiel war in Ordnung“. Im Fokus steht nun der Rundenauftakt am Freitag bei Aufsteiger TSG Tübingen.

Organisatorisch lief alles bestens, die vielen Helfer der zweiten Mannschaft, Junioren und Alten Herren, die trotz des parallel stattfindenden Weinfests für Ordnung und einen reibungslosen Verkauf sorgten, taten ihr Bestes. Auch die Polizei lobte im Nachgang den Einsatz der Helfer. Oliver Herdtner nahm es sehr zufrieden zur Kenntnis und hofft, dass ein solches Großereignis frühestens im kommenden Jahr wieder seine ganze Aufmerksamkeit erfordert.

 

Pokalspiel Aalen

Vor großer Kulisse wehrte sich der VfL tapfer gegen überlegene Aalener.

Am Samstag um 14 Uhr ist es soweit: ein Pflichtspiel gegen einen Profiverein, das ist neu in der langen Geschichte des Fußballs in Pfullingen. Ein Kräftemessen unter Wettkampfbedingungen mit dem VfR Aalen gab es indes schon mehrere Male im Stadion am Schönberg. In den Verbandsligaspielzeiten 1981/1982 (1:0, Tor für den VfL: Richard Ziegelmüller) und 1987/1988 (3:4, Tore für den VfL: Uwe Stickel, Oliver Kuhn sowie Klaus Schmidt) traten die Ostälbler zum Punktspiel am Jahnhaus an. Auch im Verbandspokal duellierten sich beide Teams. In der Saison 1990/1991 zog der VfR nach einem 1:0-Auswärtserfolg gegen die Pfullinger in die zweite Runde ein.

Doch das ist alles lange her und die sportliche Entwicklung der beiden Vereine nahmen bekanntermaßen verschiedene Wege, der die Aalener zuletzt in der Saison 2014/2015 in die zweite Bundesliga führte. In der vergangenen Spielzeit geriet der Verein durch eine Insolvenz in die Schlagzeilen, die zu einem umstrittenen Neun-Punkte-Abzug führte. Dennoch belegte die Mannschaft einen bemerkenswerten elften Tabellenplatz im Schlusstableau von Liga drei.

Für das kommende Sportjahr hat Cheftrainer Peter Vollmann klare Vorstellungen: „Wir wollen so schnell wie möglich die Marke von 45 Punkte erreichen. Damit würden wir eine weitere Saison in der 3. Liga und auch die Arbeitsplätze aller Mitarbeiter beim VfR sichern.“ Ein Anfang ist gemacht. Nach vier Spieltagen belegen die Aalener mit neun Punkten den vierten Tabellenplatz. Zuletzt konnten die Sportfreunde Lotte in der heimischen Ostalb Arena mit 3:0 bezwungen werden.

Auch der DB Regio-wfv-Pokal spielt in der Saisonplanung des VfR eine wichtige Rolle, verrät der Medienverantwortliche Sebastian Gehring. „Wir wollen uns unbedingt für den DFB-Pokal qualifizieren. Im Vorjahr sind wir nach einer indiskutablen Vorstellung mit 3:5 beim FSV Bissingen ausgeschieden. Dieses Spiel hat wieder einmal deutlich gemacht, dass es auch gegen klassentiefere Gegner nur mit 100 Prozent Einsatz und Leidenschaft geht.“

In Punkto Motivation dürfte VfL-Trainer Michael Konietzny keinerlei Probleme haben: „Gegen einen solchen Gegner muss ich die Mannschaft nicht extra heiß machen. Ein solches Highlight hat man nicht jedes Jahr. Sich mit einer solchen Klasse zu messen und an seine Grenzen zu gehen, ist der Ansporn.“ Dabei ist Pfullingens Chefcoach natürlich klar, dass die Favoritenrolle mehr als deutlich vergeben ist. „Über die Kräfteverhältnisse müssen wir nicht reden.“ Und dennoch: „Wir möchten uns so gut wie möglich verkaufen und den VfR vielleicht sogar phasenweise ärgern. Der Gast soll sich die nächste Runde verdienen“, meint Konietzny augenzwinkernd.

Neben dem Langzeitverletzten Neuzugang Marc Tiryaki-Zeeb, der bereits erfolgreich am lädierten Kreuzband operiert wurde, stehen urlaubsbedingt Tobias Hauser, Tobias Steiner und Lukas Linder nicht zur Verfügung.

Erstmals seit Ende September 2014 tritt die erste Mannschaft wieder zu einem Heimspiel auf Naturrasen an. Die Grünfläche im Stadion am Schönberg wurde generalsaniert, das Ergebnis entsprach jedoch kaum den Anforderungen. Eine Nachbehandlung in den letzten Wochen hat nun abschließend Abhilfe geschaffen, hoffen die Verantwortlichen. Schließlich soll auch ein Großteil der Punktspiele der kommenden Spielzeit auf dem 1976 eröffneten Hauptspielfeld stattfinden.

Die Tickets kosten 7.- Euro bzw. 5.- Euro (ermäßigt). Parkplätze am Stadion sind zwar vorhanden, doch in begrenzter Anzahl und deshalb schnell belegt. Alternative: An den Pfullinger Hallen bzw. am Freibad gibt es weitere Stellplätze. Von dort aus ist das Stadion in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

 

Vorschau Aalen

Der Profikader des Drittligisten VfR Aalen in der Saison 2017/2018.