Ein vogelwildes Spiel boten der Tabellensechste VfL Pfullingen und der Ligadritte FV Ravensburg im Volksbank-Stadion. Elf Tore, wechselnde Führungen und der entscheidende Doppelschlag von Daniel Schäfer in der Schlussphase boten dem Fan des Angriffsfußballs sehr kurzweilige Unterhaltung. Die Gäste waren zu Beginn der Partie wacher und gingen folgerichtig durch Yannic Huber bereits nach sieben Minuten in Führung. Doch der VfL schlug zurück. Dank der Lufthoheit von Marco Diegel, der das 1:1 per Kopf erzielte und das 2:1-Kopfballtor von Samuel Schmid mit dem Haupte vorbereitete (40.), war das Spiel gedreht. Als dann erneut Schmid per Strafstoß auf 3:1 erhöhte, schien die weitere Richtung des Spiel vorgezeichnet. Doch weit gefehlt, Huber verkürzte mit dem Halbzeitpfiff auf 2:3.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war es wiederum Huber, der mit seinem dritten Tor, dieses Mal vom Elfmeterpunkt, zum verdienten 3:3 ausgleichen konnte (56.). Nun waren allerdings die Pfullinger wieder an der Reihe. Roman Schubmann brachte den VfL nur eine Minute später erneut in Führung. Die Gäste, die mit den Pfullinger Auswärtstrikots antreten mussten, da sie ihre komplette Ausrüstung zu Hause vergaßen, wollten sich jedoch nicht geschlagen geben. Enes Özmen und Nikola Brankovic nutzten Nachlässigkeiten der VfL-Hintermannschaft eiskalt aus, 4:5 nach 79 gespielten Minuten. Nun mobilisierten die Jungs der Trainer Marco Knoll und Thorsten Fock die letzten Reserven. Mit Erfolg: Mit einem Doppelschlag binnen sechzig Sekunden sicherte Daniel Schäfer den Gastgebern den ersten Punktspielerfolg des Jahres. „Wir haben nie aufgegeben und durch starke Moral am Ende verdient gewonnen“, lobte Knoll den Charakter seiner Truppe.

 

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Pfullingens erster Streich: Marco Digel (Nr. 5) trifft zum 1:1.

Zum Rückrundenauftakt der Verbandsliga Süd waren die Pfullinger A-Junioren beim SSV Reutlingen zu Gast. Nach einer umkämpften Anfangsphase mit Chancen auf beiden Seiten erzielten die Reutlinger durch ein schönes Freistoßtor durch Savas Ioannidis in der 41. Minute den Führungstreffer. Nach der Halbzeit gelang dem SSV nach einer Ecke in der 50. Minute durch Luka Gyselincks das 2:0. Im direkten Gegenzug kamen dann die Pfullinger ebenfalls nach einer Ecke durch ihren Innenverteidiger Marco Digel zum 1:2-Anschluss und die Partie wurde wieder spannend.

Dann wurde es kurios: Wegen eines Schwans auf dem Platz kam es zu mehreren Unterbrechungen. Nach der Aufregung hatten beide Teams in diesem Derby Chancen auf ein weiteres Tor, ehe Rafael Filipovic in der 81. Minute mit einem strammen Schuss den Ausgleich erzielte. Nun war die Partie offen und beide Teams wollten den Sieg. In der 87. Minute fiel dann für den SSV Reutlingen der 3:2 Endstand. Mit einem guten Spielzug und ein wenig Glück spielten sich die Reutlinger bis vor das Tor der Pfullinger und Mardochee Mourera konnte am Ende lässig einschieben. Trotz einer siebenminütigen Nachspielzeit kamen die Pfullinger nicht mehr ausreichend genug vor das Reutlinger Tor. „Schade, ein Punkt wäre verdient gewesen“, sagte VfL-Coach Marco Knoll nach dem Spiel. „Das Fehlen von drei Stammspielern konnten wir heute nicht kompensieren.“

 

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Rafael Filipovic traf zum zwischenzeitlich 2:2, doch am Ende reichte es nicht zu einem Punkt.

Der erste Durchgang des Derbys war sehr taktisch geprägt. Beide Seiten schenkten sich nicht viel, dennoch gab es hüben wie drüben Chancen zur Führung. Ein Kopfballtor von Samuel Schmid nach schöner Vorarbeit von Andreas Piotopoulos über die rechte Seite brachte die Pfullinger Führung (42.). Der VfL nutzte den Schwung, noch vor dem Seitenwechsel erhöhte Marco Digel ebenfalls per Kopf auf 2:0.

Im zweiten Durchgang wurde es deutlich hitziger. Die Gäste mussten, um im Spiel zu bleiben, den Anschlusstreffer erzielen, während die Hausherren auf Stabilisierung der Führung aus waren. Die TSG konnte ihr Vorhaben in die Tat umsetzen, per abgefälschtem Schuss traf der Ex-Pfullinger Melih Erborazan zum 2:1 (64.). In der langen und hektische Nachspielzeit sah ein Gästespieler noch die rote Karte, es blieb jedoch beim knappen Pfullinger Erfolg im letzten Heimspiel des Jahres. „Einmal mehr bin ich stolz auf die Jungs, dass sie nach der bitteren Niederlage am vergangenen Wochenende zurückgekommen sind und wir den Derbysieg eingefahren haben“, gab ein zufriedener Trainer Marco Knoll zu Protokoll.

 

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Marco Digel traf kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 2:0.

Zum Abschluss der Vorrunde und des Jahres musste der VfL im Derby in Rottenburg eine Niederlage hinnehmen. In einem umkämpften Spiel tasteten sich beide Teams langsam in die Partie. Pfullingen reklamierte Mitte des ersten Durchgangs nach einem vermeintlichen Foul an Samuel Schmid einen Elfmeter für sich, doch der Pfiff blieb aus. Stattdessen ging der FC durch Alioune Kane Diedhiou in Führung (27.).

Im zweiten Durchgang präsentierte sich der VfL bissiger und kämpfte um jeden Meter. Lohn der Mühe war der Ausgleich durch Schmid nach einer Stunde. Doch die Hausherren schlugen durch Nick Heberle nur eine Minute später eiskalt zurück. Die Gäste warfen nun alles nach vorn, hatten aber im Abschluss kein Glück. Anders die Rottenburger, die durch Roque Kiesow fünf Minuten vor dem Spielende den Sack zumachten. Trainer Marco Knoll macht seinem Team keinen Vorwurf: „Wir haben ein ordentliches Spiel abgeliefert und die beiden B-Junioren im Team haben ihre Sache mehr als gut gemacht. Jetzt gehen wir in die Pause und in der Vorbereitung werden wir konzentriert an unseren Fehlern arbeiten, damit wir mit einem guten Start aus der Pause kommen.“

 

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Samuel Schmids zwischenzeitlicher Ausgleichstreffer war unter dem Strich zu wenig.

 

 

Nur eine Woche nach dem überraschenden Sieg in Balingen kassierte die U19 des VfL beim VfB Bösingen eine böse Klatsche. „Es war ein Tag zum Vergessen“, schüttelte Trainer Marco Knoll den Kopf. Nach dem frühen Rückstand durch Marco Hechler versuchte der VfL ins Spiel zu kommen, doch vergebens. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Yannick Spät per Strafstoß auf 2:0.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Pfullinger deutlich präsenter. Die Gäste waren drauf und dran, den ersten Durchgang vergessen zu machen. Allerdings nur, bis der VfB erneut jubelte. Leon Schlosser erhöhte nach einer Stunde auf 3:0. Dies war der Genickbruch für den VfL, die Spieler ergaben sich fortan ihrem Schicksal. Andy Zimmermann und Spät jeweils per Doppelpack schraubten das Ergebnis auf einen deprimierenden 0:7-Endstand aus Pfullinger Sicht.

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Trainer Marco Knoll und sein Kollege Thorsetn Fock mussten in Bösingen eine 0:7-Niederlage schlucken.