Ein Zehn-Tore-Spektakel veranstalteten der VfL und die Oberschwäbischen Gäste am Sonntagmittag. In der Anfangsviertelstunde hatten die Hausherren die Nase vorn, Eren Ayvaz belohnte seine Jungs für deren Einsatz mit dem Führungstreffer. Doch die Gäste wollten sich so einfach nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und gaben nun Gas. Binnen fünf Minuten drehten Ersin Cerimi und Niclas Keller die Partie, vor dem Halbzeitpfiff setzte Patryk Meissner noch einen drauf – 1:3.

Eine deutliche Halbzeitansprache der Trainer Marco Knoll und Thorsten Fock sollte die Wende bringen. Doch diese schien ungehört zu verhallen, denn Daniel Popp erhöhte nach einer Stunde zum 4:1 für den FV. Das 2:4 durch Daniel Schäfer schien kaum wenig mehr als Ergebniskosmetik (77.), vor allem, da Cerimi sechs Minuten vor dem Ende zum 2:5 traf. Doch jetzt ging es erst richtig los und alle, die das Spiel abgehakt hatten, lagen falsch. „Wie aus dem Nichts drehten wir plötzlich auf“, schüttelte Kapitän Julian Eisele im Nachhinein mit dem Kopf. Samuel Schmid und Slavko Filipovic machten es mit einem Doppelpack binnen zweier Minuten wieder spannend. In der Nachspielzeit zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul auf den Elfmeterpunkt. Ayvaz trat an und versenkte den Ball zum umjubelten 5:5-Ausgleich in den Maschen. Eisele: „Das war ein unglaubliches Spiel mit einer starken Aufholjagd!“

 

STU1920

Jubel in der Nachspielzeit. Eren Ayvaz, Schütze des 1:0, zeichnet auch für das 5:5 per Strafstoß verantwortlich.