Nach einer turbulenten Schlussphase gingen die Young Boys als glücklicher, aber keinesfalls unverdienter 2:1-Sieger aus dem Derby gegen den VfL Pfullingen hervor.

Die Anfangsphase gehörte den Hausherren auf dem kurzen und engen Kunstrasen am Ringelbach. Sie waren aggressiver und hatten den größeren Willen an den Tag gelegt. Insbesondere durch Standardsituationen kamen sie zu Chancen Die Pfullinger konnten sich mal wieder bei ihrem überragenden Schlussmann Cornelius Gerdemann bedanken, der Mitte der ersten Halbzeit zwei hundertprozentige Chancen der Reutlinger bravourös entschärfte. Langsam kam der VfL nun besser ins Spiel, vor allem Maximilian Ott hatte zwei gute Möglichkeiten, die Gäste in Führung zu bringen.

Nach der Halbzeit entwickelte sich ein offener Kampf zwischen beiden Mannschaften. Nach einem Patzer des Reutlinger Schlussmanns, der einen Klärungsversuch direkt vor die Beine des Pfullinger Ronny Ruess spielte, musste dieser den Ball nur noch ins leere Tor schieben (78.) und die Echazstädter gingen mit 1:0 in Führung. Danach schien es so, als könnten die Mannen vom VfL das Ergebnis über die Zeit retten, doch die Young Boys konnten durch Steven Dillmann drei Minuten vor Schluss nach einer Standartsituation den 1:1-Ausgleich erzielen. Jeder rechnete nun mit einem Unentschieden, doch in der Nachspielzeit konnte Mikail Arslan für die die Young Boys erneut durch einen Standard den 2:1 Siegtreffer markieren.

 

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Kapitän David Straube und sein Team mussten in der Nachspielzeit das bittere 1:2 hinnehmen.

Bei mehr als widrigen Wetterverhältnissen musste sich der VfL Pfullingen mit dem ungeschlagenen Tabellenführer SV Zimmern auseinandersetzen. Die Partie war keine sechs Minuten alt, als der Gast durch einen Nachschuss aus zweiter Reihe mit 1:0 in Führung ging. Der weitere Verlauf der ersten Halbzeit kennzeichnete sich durch einfallslose Zimmerer, die gegen eine gut organisierte und kompakt auftretende Pfullinger Mannschaft keine Mittel fanden. Per direkt verwandeltem Freistoß erhöhte der Spitzenreiter zehn Minuten vor dem Seitenwechsel allerdings auf 0:2.

Nach einer taktischen Umstellung fanden die Pfullinger im zweiten Durchgang vor allem offensiv besser ins Spiel und konnten sich einige gute Chancen herausspielen. Mit Erfolg: In der 51. Minute verkürzte Maximilian Ott auf 1:2. Der Anschlusstreffer tat dem Spiel sichtlich gut, da sich daraus ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten entwickelte. Vor allem der Spitzenreiter kam zu einigen hochkarätigen Chancen, allerdings scheiterten sie entweder am überragenden Pfullinger Schlussmann Cornelius Gerdemann oder sie ließen den letzten Tick an Präzision vermissen. So blieb es bei der knappen Pfullinger Heimniederlage, in der sich der VfL zwar teuer verkaufte, sich allerdings auch nicht gegen eine höhere Niederlage hätte beschweren können.

 

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Gleich schlägt der Ball zum 0:2 für den SV Zimmern im Tor ein.

Im Kellerduell konnten die Pfullinger A-Junioren einen wichtigen Heimsieg erzielen. Die Tore für den VfL fielen binnen drei Minuten kurz vor dem Seitenwechsel. Der erste Durchgang war bis dahin gekennzeichnet von Chancen auf beiden Seiten, die teils fahrlässig vergeben wurden. Nach 42 Minuten war der Bann gebrochen.

Nach Balleroberung durch Hannes Haag musste Sam Jarju nur noch einschieben. Ibrahimi Jallow erhöhte mittels feinem Schlenzer auf 2:0, kurz später ließ Haag nach einer schönen Freistoßvariante die Entscheidung folgen. „Wir haben eine gute Leistung endlich mal mit drei Punkten belohnt“, zog Pressesprecher Maximilian Ott das Fazit.

 

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Auch mit vereinten Tuttlinger Kräften war der Sieg des VfL nicht zu verhindern.

Die Gastgeber gingen auf schwierigem Geläuf bereits nach neun Minuten durch einen umstrittenen Strafstoß in Führung. Nach 20 Minuten konnte Maximilian Ott ebenfalls vom Elfmeterpunkt ausgleichen. Die Hausherren blieben jedoch am Drücker und gingen nur sechs Zeigerumdrehungen später erneut in Front. Vorausgegangen war ein Fehlpass im Pfullinger Aufbauspiel.

Der zweite Durchgang war gekennzeichnet durch viele Ballverluste und Undiszipliniertheiten auf Seiten des VfL. Daus resultierten eine Zeitstrafe (Lasana Jarju) und sogar eine rote Karte für Sam Jarju, wobei diese von beiden Seiten unterschiedlich bewertet wurde. Nach diesen Nackenschlägen war die Luft auf Pfullinger Seite raus und der VfL musste in der Schlussphase noch den 1:3-Endstand hinnehmen.

Trotz einer deutlichen 0:3-Niederlage beim FV Ravensburg trauert der VfL den verlorenen Punkten nach. Denn die Gäste hatten durchaus Möglichkeiten, nach schönen Kombinationen durchs Mittelfeld Tore zu erzielen. Allein die Auswertung war wieder einmal kläglich. Die beste vergab Sam Jarju, der in der zweiten Halbzeit einen Elfmeter an den Pfosten schoss.

Das machten die Hausherren deutlich besser. Nach einer Unachtsamkeit ging der FV in Führung (27.). Erst in den Schlussminuten machte Jannik Wanner mit einem Doppelschlag den Sack endgültig zu. "Wir verloren mal wieder ein Spiel, aus dem man eigentlich einen Punkt hätte mitnehmen können/müssen", befand Pressesprecher Maximilian Ott.