Nach 365 Minuten war Pfullingens „Zu-Null-Serie“ in der Landesligasaison 2025/2026 beendet. Ex-Pfullinger Andrej Schlecht war es, der nach einem Freistoß den Ball zum 0:1 über die Linie bugsierte (5.). Die Hausherren, die eigentlich gut in die Partie gekommen waren, ließ auch dieser Gegentreffer zunächst unbeeindruckt. Sie versuchten, ihr zuletzt gezeigtes dominantes Spiel aufzuziehen. Der Tabellenzweite ließ sie dabei gewähren, baute jedoch vor dem Strafraum einen Verteidigungspuffer auf, der – wie sich im Verlauf der Partie zunehmend zeigte – nahezu unüberwindbar erschien.
Und dennoch: Hätte Kenan Dogan nur kurze Zeit nach dem Rückstand den Ball direkt genommen und nicht erst vorgelegt, wäre der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt sicher dem Spielverlauf entsprechend gewesen. Auch Filip Djakovics Schuss nach einer Viertelstunde nötigte SG-Schlussmann Kevin Fritz eine starke Parade ab. Doch auch wenn der Ballbesitz an diesem Nachmittag ein guter Freund des Teams von Albert Lennerth war, fremdelte die junge Mannschaft zunehmend mit gefährlichen Aktionen. Ganz anders die abgezockten Gäste: Erneut nach einem Freistoß kam Nico Rebmann sträflich frei zum Abschluss – mit der zweiten Chance der Empfinger stand es 0:2. Da war gerade einmal eine halbe Stunde gespielt.
Bei ungemütlichem Aprilwetter Ende März blieb das Bild im zweiten Durchgang weitgehend unverändert. Die VfL-Offensive fand gegen die kompakte Defensive der Gäste keine Mittel, zudem fehlte in dieser Phase das nötige Spielglück. Wie es effizient geht, zeigten die Empfinger auf der anderen Seite: Nach einem Ballgewinn kombinierten sie sich über wenige Stationen nach vorne, wo Moritz Zug einen mustergültigen Angriff nur noch vollenden musste. Spätestens nach 53 Minuten war damit klar, wer den Platz als Sieger verlassen würde.
Den Hausherren muss man anrechnen, dass sie trotz des aussichtslos erscheinenden Spielstands weiter versuchten, in den Spielfluss der vergangenen Wochen zu finden. Vergeblich, Gästetrainer Alexander Eberhart hatte sein Team hervorragend eingestellt. Zehn Minuten vor dem Ende markierte Philipp Kress aus kurzer Distanz sogar das 0:4 und unterstrich damit die Aufstiegsambitionen der SG, auch wenn das Ergebnis letztlich etwas zu hoch ausfiel. Den Pfullinger Jungspunden wurde schmerzlich vor Augen geführt, was ihnen zu einer echten Spitzenmannschaft noch fehlt – eine Erfahrung, die im Entwicklungsprozess gemacht werden muss.

Kein Durchkommen – Die SG-Defensive erwies sich beim Gastspiel in Pfullingen als sehr sattelfest.