Das Positive vorweg: Der VfL liegt beim heimstarken Schlusslicht zweimal zurück, kann aber jeweils schnell ausgleichen und in der zweiten Halbzeit die Partie drehen. Damit bleiben die Schützlinge von Albert Lennerth auswärts seit der 0:1-Niederlage in Zimmern Anfang September des vergangenen Jahres ungeschlagen. Das Niveau der Partie war jedoch über die komplette Spielzeit hinweg eher bescheiden, die Anzeige auf dem virtuellen „Klass-O-Meter“ verzeichnete nur wenige Ausschläge nach oben. Pfullingens Cheftrainer veränderte die Startformation auf einigen Positionen und warnte seine Mannschaft vor dem Tabellenletzten, der alle seine Punkte vor heimischem Publikum geholt hatte.
Dies nahmen seine Spieler zwar zur Kenntnis, allein an der Umsetzung haperte es. Denn die Spielvereinigung konnte viel zu einfach durch Patrick Ostojic nach neun Minuten das 1:0 erzielen. Der VfL reagierte zwar schnell, Nico Seiz gelang nur zwei Minuten später der Ausgleich, doch die Hausherren blieben im Spiel und hatten nach 19 Minuten die passende Antwort parat. Dieses Mal war es Caleb Kaupp, der per Kopf nach einem Eckball traf. Erneut rief der Rückstand die Pfullinger auf den Plan, wiederum vergingen nur 120 Sekunden, bis der Gast in Person von Finn Beck ausgleichen konnte. Der Rest des ersten Durchgangs verlief ohne weitere nennenswerte Aktionen.
„Wenn uns der Gegner das Spiel überlässt, sind wir viel zu lethargisch“, ärgerte sich Lennerth zur Pause. Als wollten sie ihn Lügen strafen, nahm der VfL zu Beginn des zweiten Durchgangs das Heft in die Hand und kam prompt zum Erfolg. Philipp Kendel drehte mit seinem elften Saisontor die Partie. Als dann auch noch Adrian Nahodovic nach einer Tätlichkeit an VfL-Kapitän Sven Packert des Feldes verwiesen wurde, schien der Ausgang klar. Doch erneut verfiel Pfullingen in die Passivität des ersten Durchgangs. Zwar konnte die SpVgg daraus wenig Kapital schlagen, doch hing die latente Gefahr des Ausgleichs bis zum Schlusspfiff in der Luft. Dass es am Ende dennoch für den dritten Auswärtssieg in Folge reichte, ist vor allem der Harmlosigkeit der Freudenstädter zuzuschreiben.

Mäßiges Spiel, komplette Ausbeute – Der VfL um Sven Packert kann seine Auswärtsserie fortsetzen.