Kaum etwas auszusetzen gab es am Auftritt des vergangenen Wochenendes. Gegen den Tabellennachbarn aus Tuttlingen bewies das Team Geduld und erzielte nach dem Seitenwechsel die Tore, die Ausdruck der spielerischen Überlegenheit waren. Auch in der Defensive kamen Sven Packert und Co. dem Wunsch des Trainers, die Saison mit weniger als 40 Gegentoren abzuschließen, einen Schritt näher. U19-Spieler Justin Frey machte als 31. eingesetzter Pfullinger Akteur in der laufenden Runde in seinen 23 Minuten Spielzeit eine gute Figur. Entwarnung gibt es bei Philipp Kendel. Nach einem Zusammenprall mit dem Gästetorhüter musste Pfullingens bester Torschütze bereits im ersten Durchgang ausgewechselt werden. Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht, dennoch hindern ein lädierter Innenmeniskus sowie ein flächiger Bluterguss im linken Knie den 20-Jährigen an einem Einsatz am Sonntag.
Zum letzten Mal in der laufenden Saison geht es für den VfL gegen ein Team aus dem Bezirk Alb. „Für mich ist es jetzt nicht so ein Derby wie gegen Croatia“, gibt Cheftrainer Albert Lennerth zu. „Anspruchsvoll wird die Aufgabe in jedem Fall.“ Derweil muss Pfullingens Kommandogeber beim Zusammenstellen der Startelf aufgrund eines dezimierten Kaders erneut improvisieren – eine Übung, die Lennerth in dieser Saison nahezu perfektioniert hat.
Dreimal führte der SV Nehren in dieser Spielzeit die Landesligatabelle an: am vierten, achten und zehnten Spieltag. Danach wurden die Erfolge seltener, das Team aus dem Steinlachtal überwinterte schließlich auf dem vierten Tabellenrang. Seit der Wiederaufnahme der Punktspielserie will es noch nicht wieder so recht laufen beim SVN. Am vergangenen Samstag gab es beim Tabellendritten SV Zimmern trotz zwischenzeitlichen Ausgleichs eine 1:3-Niederlage. Besser lief es hingegen im Nachholspiel beim TSV Harthausen/Scher, das die Mannen um Kapitän Raphael Nill am Mittwoch mit 3:2 für sich entschieden.
„Wir sind aktuell nicht mehr in der super Verfassung der Hinrunde, was auch einigen personellen Ausfällen von Leistungsträgern geschuldet ist“, benennt Trainer Pedro Martins, ein Nehrener Urgestein, die Gründe. „Trotzdem wollen wir die Saison bestmöglich beenden und vor allem wieder besseren Fußball spielen.“
Schiedsrichtergespann: Mit der Leitung der Partie wurde Johannes Röhrig (Spfr Lorch) beauftragt. An den Linien assistieren ihm Fabian Hillebrand sowie Marcel Wacker.
Hinspiel (10.10.2025): VfL – SV Nehren 3:1 (1:0) – Tore: 1:0 Bieller, 1:1 Frank, 2:1 Röhm, 3:1 Mohr ET – Trotz einer frühen roten Karte für die Gäste konnte der Favorit nach einer guten Stunde ausgleichen. Der VfL investierte nun wieder mehr und gewann das Derby unter dem Strich verdient.