Dass Fußball manchmal ungerecht sein kann, musste die zweite Mannschaft der TSG Tübingen bei ihrem Gastspiel am Jahnhaus erfahren. Denn das Team aus der Unistadt verlangte dem VfL alles ab, hatte mehrfach Aluminium-Pech, scheiterte am überragenden Pfullinger Schlussmann Marvin Karasarik oder vergab schlicht beste Chancen. Hätte es zur Pause 0:1 oder gar 0:2 gestanden, hätte sich auf Seiten des Tabellenzweiten niemand beschweren dürfen.
Kaum war der zweite Durchgang angepfiffen, ging die Post ab. Innerhalb von zwölf Minuten fielen vier Tore, dreimal durfte der VfL-Anhang jubeln. Zunächst beförderte Luca Schwald den Ball – wohl eher als Flanke gedacht – über TSG-Schlussmann Noel Kury hinweg in die Maschen (52.). Dann war es Elias Lachenmann, der nach einem schönen Zuspiel von Marvin Krüger überlegt vollstreckte (55.). Per sehenswertem Freistoß brachte James Schmalzriedt seine Farben auf 1:2 heran (60.), ehe Marvin Krüger mit dem Tor des Tages von der Mittellinie den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellte (64.).
Die Tübinger dachten jedoch nicht ans Aufgeben, sodass es eine spannende Partie blieb. Erst als A-Junior Moritz Fischer in der Nachspielzeit auf 4:1 erhöhte, war der Widerstand der TSG gebrochen. Cheftrainer Benjamin Hübner atmete nach dem Spiel tief durch: „Nach der fatalen ersten Halbzeit, in der wir in allen Belangen unterlegen waren, haben wir es geschafft, den Schalter noch umzulegen.“

A-Junior Moritz Fischer traf erstmals bei den Aktiven