Deutlich mehr Mühe als insgeheim erhofft hatte der VfL II bei seinem Auftritt in Neustetten. Denn nicht der vermeintliche Favorit, sondern der Bezirksliganeuling sorgte nach 15 Minuten für Furore. Nach einem Stellungsfehler in der Hintermannschaft konnte Alexander Maurer einen sehenswerten Spielzug zur Führung abschließen. Die Jungs um Kapitän David Straube fanden nicht ins Spiel und leisteten sich im Aufbau zu viele einfache Ballverluste. Erschwerend kam hinzu, dass das Trainerduo Benjamin Hübner und Dennis Zipperle schon nach einer halben Stunde Milosh Paraniuk und Hannes Haag verletzungsbedingt vom Platz nehmen musste. Für die beiden kamen Dany Sehovic sowie Dominik Kaschuba ins Spiel.
Letzterer war es auch, der kurz nach dem Wiederanpfiff zum Ausgleich traf. Er verwandelte einen Freistoß aus eigentlich ungünstigem Winkel über den verdutzten SV-Schlussmann Nico Zeitter hinweg (48.). Kurze Zeit später hatten die Gäste Glück, als der SV knapp an einer neuerlichen Führung vorbeischrammte. So nach und nach ließen die Kräfte bei den Hausherren nun nach, während das junge Pfullinger Team einen Gang höher schaltete. Nach einem Foul an Luca Schwald, der nach seiner Einwechslung zur Halbzeit das Pfullinger Spiel deutlich belebte, zeigte Schiedsrichter Benedikt Keß auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließ sich Marvin Krüger nicht entgehen. Souverän verwandelte er den Standard und drehte das Spiel nach 66 Minuten. In der Folge verpasste es der VfL II, die zunehmende Überlegenheit in ein drittes, beruhigendes Tor umzumünzen. So blieb es bis zum Schlusspfiff nach 94 Minuten unnötig spannend.
„Heute haben wir definitiv keinen Schönheitspreis gewonnen. Die erste Halbzeit kann nicht unser Standard sein“, übte Co-Trainer Dennis Zipperle nach der Partie Selbstkritik. „Nichtsdestotrotz haben die Jungs dann eine gute Reaktion gezeigt und die zweite Halbzeit sehr erwachsen runtergespielt. Dominik Kaschuba hat das Spiel heute verändert, Kompliment an ihn!“

Ein Foul am eingewechselten Luca Schwald brachte die Wende