12. Spieltag
VfL Pfullingen II - SSC Tübingen 5:1 (2:1)

Montag, 19 Oktober 2026 um 14:33 Uhr geschrieben von Timo Schyska

Mehr Spitzenspiel ging nicht – und deutlicher hätte der VfL II seine Ambitionen kaum unterstreichen können. Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 5:1-Erfolg gegen den bisherigen Spitzenreiter SSC Tübingen haben die Pfullinger nicht nur ein dickes Ausrufezeichen gesetzt, sondern sich selbst an die Spitze der Bezirksliga Alb geschossen.

Dabei begann die Partie denkbar schlecht. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als ein kapitaler Fehlpass in der Pfullinger Hintermannschaft Burak Dursun die unverhoffte Gelegenheit zur Gästeführung eröffnete. Der ließ sich nicht zweimal bitten und stellte den Spielverlauf zunächst einmal auf den Kopf.

Beeindrucken ließen sich die Hausherren davon indes nicht. Der VfL übernahm zunehmend das Kommando, agierte mutig mit dem Ball und setzte die Tübinger mit frühem Pressing immer wieder unter Druck. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Elias Lachenmann verwertete eine Hereingabe am langen Pfosten zum Ausgleich. Danach entwickelte sich die Partie immer mehr zu einer Pfullinger Angelegenheit. Einzig SSC-Schlussmann Lasse Stahlberg und einmal ein auf der Linie klärender Abwehrspieler verhinderten zunächst die Führung.

Die fiel dann ausgerechnet mit der letzten Aktion vor dem Seitenwechsel. Max Baum nahm bei einem direkten Freistoß Maß und sorgte für das psychologisch wertvolle 2:1. Die knappe Pausenführung spiegelte die Kräfteverhältnisse dabei nur unzureichend wider.

Wer nach Wiederanpfiff eine Reaktion des bisherigen Tabellenführers erwartet hatte, wartete zunächst vergeblich. Stattdessen legte der VfL nach. Ein langer Ball erreichte Lachenmann, der sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ und mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 stellte. Zwar meldeten sich die Gäste nach einer guten Stunde noch einmal zu Wort und trafen aus spitzem Winkel den Pfosten, die besseren Möglichkeiten blieben aber weiterhin den Hausherren vorbehalten.

Vor allem Bennett Werz hätte die Begegnung frühzeitig endgültig entscheiden können. Nachdem er zuvor einige gute Gelegenheiten ausgelassen hatte, belohnte er sich schließlich doch noch. Der Angreifer umkurvte den Tübinger Schlussmann und schob zum 4:1 ein. Den Schlusspunkt setzte Lachenmann. In der Nachspielzeit überlupfte er Stahlberg zum 5:1 und machte damit seinen persönlichen Dreierpack perfekt.

Der VfL II gewann damit nicht nur das direkte Duell mit dem bisherigen Spitzenreiter, sondern übernahm zugleich selbst Platz eins. Entsprechend zufrieden zeigte sich das Pfullinger Trainerteam: „Trotz des frühen und unnötigen Rückstands haben sich die Jungs nicht unterkriegen lassen und sich komplett an den Plan gehalten. Wir waren mutig im Ballbesitz und unser Pressing hat extrem gut funktioniert. Das war wirklich ein ganz, ganz starker Auftritt!“

Co-Trainer Dennis Zipperle richtete den Blick dennoch bereits wieder nach vorne: „Absolutes Statement von den Jungs, darauf ruhen wir uns aber nicht aus!“


VfL-Schlussmann Marvin Karasarik musste früh hinter sich greifen, hielt seinen Kasten fortan aber sauber.

Montag, 19 Oktober 2026 um 14:33 Uhr geschrieben von Timo Schyska
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