Es gibt Spiele, da ist man hinterher als Trainer hin- und hergerissen. Das Spiel der Landesligazweitvertretungen zwischen dem VfL Pfullingen und der TSG Tübingen gehörte für Heim-Co-Trainer Dennis Zipperle genau in diese Kategorie: „Das Ergebnis nehmen wir gerne so mit, über die Art und Weise sind wir heute nicht glücklich.“
Zunächst schien alles nach Plan zu laufen. Die Hausherren gingen schnell und scheinbar mühelos mit 2:0 in Führung. Ein Alleingang von Elias Lachenmann und eine Torvorbereitung von Bennett Werz, die Jakob Kuhle nur noch vollenden musste, ließen den Spitzenreiter schnell auf die Siegerstraße einbiegen. Doch die Tübinger wollten da nicht länger mitmachen. Lars Spiller traf zum Anschluss, beim abgefälschten Schuss war VfL-Schlussmann Marvin Karasarik ohne Abwehrmöglichkeit. 2:1 nach einer guten Viertelstunde. Das Spiel plätscherte bis zur Halbzeit vor sich hin, nahm dann aber schnell wieder an Fahrt auf.
Denn nach einem verunglückten Rückpassversuch schaltete Timo Derst schnell, umkurvte Karasarik und schob zum Ausgleich ein (51.). Die Quittung für Pfullingens Passivität. Das wiederum wollten die Pfullinger nicht auf sich sitzen lassen. Lachenmann brachte die Seinen mit einem feinen Heber wieder in Führung (53.), die ebenfalls nicht lange hielt. Florian Flick glich per Elfmeter postwendend erneut aus. Mit der Einwechslung von Philipp Babij bewies dann Pfullingens Trainerduo ein goldenes Händchen. Der Youngster schnürte in den Minuten 70 und 75 einen Doppelpack, was die endgültige Entscheidung bedeutete. Kapitän David Straube durfte sich per Strafstoß dann ebenfalls in die Torschützenliste eintragen.
„Wir haben den Gegner immer wieder eingeladen und waren sehr schlampig und leichtfertig mit Ball“, bekannte Zipperle. „Dennoch beschweren wir uns nicht über den Sieg, wissen aber, dass wir uns die nächsten Wochen wieder steigern müssen!“

Bennett Werz bereitete den zweiten Pfullinger Treffer vor