Zum Rundenauftakt muss sich der VfL mit einer Nullnummer begnügen. Nach gutem Start inklusive mehrerer hochkarätiger Abschlusschancen kamen die Gäste nach einer halben Stunde immer besser in die Partie. So kann man am Ende auf Pfullinger Seite durchaus von einem gewonnenen Punkt sprechen.
Bei schwülen Temperaturen ließen die Hausherren zunächst deutlich erkennen, dass sie mit einem Sieg in die Saison 2026/2027 starten wollten. Druckvoll und zielstrebig gingen die Schützlinge von Albert Lennerth und Patrick Plewnia in die Partie. Bereits nach wenigen Sekunden konnte Justin Freys Kopfball gerade noch vor der Linie geklärt werden. Nach 17 Minuten erlief Lukas Klemenz einen zu kurz geratenen Rückpass, umkurvte VfB-Schlussmann Ron Armbruster, scheiterte dann aber im Abschluss am grätschenden Jannik Botzenhardt. Auch Rückkehrer Matthias Dünkel und erneut Klemenz fehlte in der Folge das Abschlussglück.
Langsam nahmen die Gäste mehr an der Partie teil. Und wie: Jannis Gebhard im Pfullinger Tor griff erstmals ins Spiel ein und musste einen Schuss von Benedikt Bantle abwehren, Sekunden später klatschte ein Schuss von Torsten Müller an die Latte. Torlos wurden die Seiten gewechselt.
Auch im zweiten Durchgang erwies sich der VfB als die Mannschaft mit der routinierteren Spielanlage und war dem Tor deutlich näher als die Gastgeber. Glück hatte der VfL, als einem Kopfballtor von Samuel Schwämmle die Anerkennung verweigert wurde, da Schiedsrichter Alexander Mack ein Foul an Gebhard wahrgenommen haben wollte (75). Pfullingens junger Schlussmann war auch in der 89. Minute entscheidend beteiligt, als er einen Schuss von Schwämmle aus der Ecke kratzte. Auf der anderen Seite brachte Finn Beck nach seiner Einwechslung etwas frischen Wind in die Angriffsbemühungen der Gastgeber. Allerdings vermochte es auch er nicht, dem Spiel seinen entscheidenden Stempel aufzudrücken.
„Es war eine intensive Leistung mit einigen hochkarätigen Chancen. Wir haben uns allerdings für die erbrachte Leistung nicht belohnt“, resümiert Cheftrainer Albert Lennerth. „Es ist doch ein kleiner Unterschied zwischen Testspielen und Pflichtspielen, in den die Gegner Dir keinen Millimeter schenken und jeden Zweikampf intensiv führen.“

Finn Beck brachte etwas Schwung ins Angriffsspiel.