Der VfL behält im Traditionsderby gegen die TSG Tübingen am Ende deutlich die Oberhand und setzt sich gegen die Unistädter nach der Pause klar durch. Dabei stellte die Taktik von Gästetrainer Michael Frick die Hausherren zunächst vor einige Probleme. Die TSG ließ den Gastgebern wenig Raum zur Entfaltung und versuchte, das Spiel selbst unter Kontrolle zu bekommen. Dies gelang den ganz in Rot spielenden Tübingern recht gut. Daraus Kapital zu schlagen, blieb ihnen allerdings verwehrt. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte auf der anderen Seite Nico Rall das 1:0 auf dem Kopf, doch freistehend konnte er den Ball nicht entscheidend kontrollieren.
Fünf Minuten nach Wiederanpfiff machte es Pfullingens Nummer 6 mit dem Fuß dann besser und schloss per Direktabnahme aus 18 Metern zur Führung ab. Rall avanciert nach seinen beiden Toren in Deißlingen somit zu Pfullingens Goalgetter. Dieser Treffer fiel nicht aus dem Nichts. „Wir haben nach der Halbzeit das System angepasst. Mit dem Ziel, zielstrebiger zu agieren“, sagte Chefcoach Albert Lennerth nach der Partie. Die Entscheidung dann eine knappe Viertelstunde vor dem Ende. Armin Humic, bester Pfullinger an diesem Nachmittag, spitzelte Tübingens Philip Beyer den Ball vom Fuß, genau in den Lauf von Matthias Dünkel. Der eingewechselte spielende Co-Trainer fackelte nicht lange und schloss überlegt zum 2:0 ab. Und es kam noch dicker für den Gast. Schlussmann Tom Mang holte in dem Moment Philipp Kendel von den Beinen, als dieser im Begriff war, ihn nach einem Konter zu umrunden. Folge: Elfmeter und Gelb-Rot für den bereits verwarnten Mang. Der eingewechselte Finnegang Krohmer hatte Sekunden später keine Chance gegen den platzierten Schuss von Nico Seiz und musste kurz vor Ende auch noch einen Schuss von Jakob Kuhle passieren lassen, der nach einer von Seiz ausgeführten Ecke aus wenigen Metern zum Endstand traf. Mit sieben Punkten aus drei Spielen kann man den Saisonstart als gelungen bezeichnen.

Jakob Kuhle war der letzte Treffer der Partie vorbehalten