Die Heimspiele sind zurzeit Pfullingens Devisenbringer. Nach dem Auftaktunentschieden gegen Bösingen folgten vier teils deutliche Erfolge. Dass der VfL zurzeit die meisten Tore geschossen hat (28), liegt größtenteils an den 18 Buden vor heimischem Publikum. Allein sieben davon hat Finn Beck erzielt. Nach je zwei Toren in den beiden vorausgegangenen Partien am Jahnhaus folgte am vergangenen Samstag sogar ein Dreierpack des jungen Stürmers. „Manchmal hat man Phasen, in denen man einfach oft goldrichtig steht. In so einer Phase befinde ich mich gerade. Das, kombiniert mit der Lust zu kicken, führt aktuell zu Hause zum Erfolg“, beschreibt der 20-Jährige die aktuelle Situation.
Und lacht: „Ich ruh mich da aber ganz und gar nicht drauf aus, sondern versuch gemeinsam mit dem Team am Sonntag die nächsten wichtigen Zähler einzufahren und vielleicht auch mein erstes Auswärtstor zu schießen.“ Aktuell sei das Team in einer Phase, in der man auswärts unnötig Punkte liegen lasse, konstatiert Beck, der seine Aktivenkarriere noch als Juniorenspieler in Pfullingens dritter Mannschaft begann. „Wir haben jetzt oft genug bewiesen, dass wir jedes Team in der Liga vor Probleme stellen können. Hoffentlich direkt bei der nächsten Auswärtsaufgabe in Tuttlingen am Sonntag.“
Eine deftige 0:4-Heimniederlage musste der SC 04 Tuttlingen am vergangenen Wochenende hinnehmen. Dabei haderte Coach Gabriel Gasic mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung, die aus Sicht der Hausherren den Sieg der SG Empfingen befördert habe. Aber, so Gasic: „In Summe war der Sieg der Gäste verdient. Vielleicht aber um ein Tor zu hoch ausgefallen.“ Der SC bleibt als Tabellenvierter dennoch weiter in der großen Verfolgergruppe des enteilten VfL Nagold. Gleich fünf Teams hoffen auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters.
„Wir sind mit dem bisherigen Abschneiden sehr zufrieden, zumal wir nach dem dritten Saisonspiel mit Buba Camara einen der besten Spieler der Liga an den Oberligisten Türk SV Singen verloren haben“, sagt Abteilungsleiter Ralph Tolk. Mit fünf Treffern machte der Stürmer bis dahin von sich reden. Tolk weiter: „Am Saisonziel Klassenerhalt hat sich nichts geändert. Der VfL Pfullingen gehört zu den Topteams der Liga. Von daher stehen wir vor einer immens schweren Aufgabe.“ Kurios: Nur eine Woche später macht der VfL Nagold seine Aufwartung im Donaustadion. Danach müssen die Tuttlinger, der Landesligaspielplan will es so, sage und schreibe acht Mal hintereinander auswärts ran.
Schiedsrichtergespann: Mit der Leitung der Partie wurde Philipp Gaßner (Hattinger SV) beauftragt. An den Linien assistieren ihm Marcel Heinemann sowie Fabio Giangreco.
Historie (18.04.2026): VfL – SC 04 Tuttlingen 3:0 (0:0) – Tore: 1:0 Beck, 2:0, 3:0 Fabiano Freitas – Nach torlosem ersten Durchgang schaltete der VfL nach der Pause einen Gang hoch und ging prompt in Führung. Es dauerte allerdings bis zur Schlussphase, ehe ein Doppelschlag den Heimsieg unter Dach und Fach brachte.